22. Pfingstsportfest der LAV Zeven

Zeven03c

  22. Nationales Pfingstsportfest der LAV Zeven am 7. und 8. Juni 2003
Presseberichte aus Niedersachsen und Bremen
 
         
  Ergebnisse Tag 1

Ergebnisse Tag 2

 
 
  Neuste (Presse)-Berichte vom 18. Juni 2003
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ZEVENER ZEITUNG vom 7. Juni 2003
Top-Sprinter beim Sportfest der LAV Zeven
Pfingsten: Blume, Schindzielorz und Edorh am Start
Zeven.
Das Pfingstsportfest in Scheeßel gibt es nicht mehr, aber die Spitzenathleten Deutschlands zieht es dennoch auch
dieses Jahr wieder in den Norden, weil wie in den vergangenen 21 Jahren auch 2003 ein Leichtathletikfest im Doppelpack
angeboten wird. Die Verantwortlichen der LAV Zeven um Wettkampfleiter Hans-Hermann Neblung haben im Herbst be-
schlossen, das nationale Pfingstsportfest neben dem traditionellen Sonnabend auch am Sonntag anzubieten. Trainer und
Aktive begrüßten diese Entscheidung und so dürfen sich die Zevener Leichathletikfreunde auf ein Wochenende mit Spitzen-
sport freuen. Viele selten angebotenen Disziplinen – wie die Langhürden, die 4 x 400-Meter-Staffeln oder auch die Hinder-
nisläufe – machen das Sportfest in diesem Jahr besonders attraktiv.
In erster Linie sind die 100-Meter-Sprinter erwähnenswert. Neben dem sympathischen 29-Jährigen Wattenscheider Marc
Blume, der schon seit vielen Jahren der Deutsche Top-Athlet in seiner Disziplin ist, haben weitere Aktive der Männerklasse
gemeldet, darunter etwa Holger Blume. Der 19-Jährige Till Helmke vom TSV Friedberg-Fauerbach hat in dieser Saison eine
Bestzeit von 10,42 Sekunden über 100 Meter stehen und sein erklärtes Ziel: “Olympia 2004 in der 4 x 100m-Staffel der
Männer zu erleben”, dürfte nicht vermessen klingen, wenn er im kommenden Jahr den Sprung in die Erwachsenenklasse
schafft. Auch in Zeven startet er am Sonntag bei den Männern und wird sich messen lassen müssen an den Brüdern Blume
und weiteren neun Sprintern, die mit einer Zeit unter 11 Sekunden gemeldet sind. Damit ist Spannung an beiden Tagen
vorprogrammiert und man darf gespannt sein, ob der seit 2001 bestehende Pfingstsportfestrekord von 10,37 Sekunden
durch Abu Duah in diesem Jahr fällt.
Viele Jahre schon zieht es die schnellen Hürdenläufer nach Zeven. Mit Jan Schindzielorz vom LAC Quelle Fürth/München/
Würzburg (Bestzeit: 13,50 Sekunden) und Claude Edorh von der Deutschen Sporthochschule Köln (13,64), die schon in
vergangenen Jahren die schnelle Zevener Bahn schätzen gelernt haben, sowie dem Wattenscheider Torsten Engelmann
(13,98) werden drei der besten deutschen Hürdensprinter antreten.
Gespannt werden die Zevener das Abschneiden der eigenen Athleten verfolgen. Timm Müller, der gerade den Titel des
Niedersächsischen Landesmeisters über 200 Meter errungen hat, hat es über 100 Meter in der männlichen Jugend A mit der
absoluten Deutschen Nachwuchsspitze zu tun. Seine Bestzeit von 11,02 Sekunden wird der Zevener erneut verbessern
müssen, will er sich einen Platz im Endlauf der schnellsten Sprinter sichern. Merle Zabel hat sich mit Beginn der Saison an der
400-Meter-Hürdenstrecke versucht. 66,50 Sekunden müsste sie laufen, um die Qualifikation für die deutschen Jugend-
meisterschaften in Fulda zu unterbieten. Der Zevener Andre Reinicke will versuchen, seine guten Zeiten über 100 und 200
Meter erneut zu verbessern.
Auch die Frauen sind mit starken Athleten in Zeven vertreten, so hat Bundestrainer Rüdiger Harksen neun Sprinterinnen des
100-Meter-Hürdenkaders gemeldet. In den Wurfdisziplinen werden ebenfalls wieder spannende Wettkämpfe zu erwarten
sein, am Sonnabend bei Kugel und Diskus und am Sonntag, wenn Hammer und Speer geworfen werden. An beiden Pfingst-
tagen wird es auf der Anlage an der Kanalstraße zu hochkarätigen Auseinandersetzungen kommen, so dass sich ein Besuch
in der Leichtathletikarena sicher lohnen wird. Viele bestehende Pfingstsportfestrekorde werden bei optimalen Witterungs-
bedingungen überboten werden können. Besondere Leistungen werden wie in den vergangenen Jahren mit Prämien bedacht
und mit drei Sonderpreisen von Glasermeister Willy Ahlgrimm belohnt. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen für die mehr
als 750 Teilnehmer aus 132 Vereinen, von denen jeweils 600 am Sonnabend und Sonntag starten werden. (nb)

Sonntagsjournal der Zevener Zeitung vom 8. Juni 2003
Sportliche Höhepunkte und Rekorde am laufenden Band
Qualifikationen für die Weltmeisterschaften: Top-Athleten und ihre Trainer in Zeven
Zeven (zi). Seit 22 Jahren gibt es das Pfingstsportfest in der Stadt am Walde und der Zuspruch der Spitzensportler aus dem
gesamten Bundesgebiet ist ungebrochen. Das liegt einerseits an den guten Leistungen, die auf der Anlage an der Kanalstraße
in Zeven möglich sind, aber andererseits auch an der besonderen Atmosphäre und der perfekten Organisation durch die Aus-
richter und Veranstalter der LAV Zeven.
Und so brauchen bereits die am ersten Tag der Veranstaltung gezeigten Ergebnisse einen Vergleich mit den Spitzen-Meetings
in Großstädten nicht zu scheuen. Hierfür sorgen die zahlreichen hervorragenden Aktiven. Denn zur Zeit sind verschiedene
Kader vom Deutsche Leichtathletikverband (DLV) mit ihren Betreuern und sogar der Qualifikationskader für die kommen-
den Junioren-Weltmeisterschaften vom 10. bis 13. Juli anwesend. Die deutsche Leichtathletikwelt schaut an diesem Wochen-
ende nach Zeven, wo über 750 Aktive aus 132 Vereine ein Sportfest der Spitzenklasse erleben.
In diesem Jahr sind es nicht nur einige neu in das Programm aufgenommene Disziplinen, die in Zeven Rekorde am laufenden
Band liefern. Besonders die Läufe versprechen echte sportliche Höhepunkte. So waren im Vorfeld allein bei der männlichen
Jugend B mehr als 80 Meldungen für den Start über 100 Meter eingegangen. Ein weiterer Beweis dafür, wie attraktiv die
Bedingungen in Zeven sind. Aber auch die Ausdehnung des bisher nur am Samstag stattfindenden Sportfestes auf zwei Tage
dürfte zum Teil die Entscheidung der Aktiven und ihrer Betreuer zur langen Anreise in das Elbe-Weser-Dreieck beeinflusst
haben.
Da in diesem Jahr erstmals die bisher am Pfingstsonntag in Scheeßel ausgetragenen Wettkämpfe nicht mehr stattfinden, hatten
sich im vergangenen Jahr die in Zeven anwesenden Bundestrainer und viele weitere Betreuer gewünscht, dass das Sportfest
der LAV Zeven ausgeweitet würde. Ein Vorschlag, den die Ausrichter trotz aller daraus resultierenden zusätzlichen Belast-
ungen in diesem Jahr aufgegriffen haben, um auch weiterhin eine attraktive sportliche Veranstaltung in der Stadt anbieten zu
können. Und das nicht nur für die Aktiven, sondern auch für das interessierte Publikum, das von den Ausrichtem herzlichst
eingeladen ist, auch am heutigen Tag vorbeizuschauen.
100-Meter-Sprints unter elf Sekunden
Denn wann haben die Besucher in unserer Region schon die Möglichkeit, zum Beispiel Aktive wie die Top-Athleten Marc
Blume oder Claude Edorh direkt am Start und nicht nur im Fernsehen zu sehen? So ist der Sprinter Marc Blume vom TV
Wattenscheid, der von der Hallen-Europameisterschaft bis zur Deutschen Meisterschaft schon viele Titel gewonnen hat, für
das 22. Nationale Pfingstsportfest mit einer Bestzeit von 10,23 Sekunden über die 100 Meter gemeldet. Am heutigen Tag
dürfte daher ein spannendes Rennen über 100 m zwischen ihm, seinem Bruder Holger und Till Helmke (TSV Friedberg –
Fauerbach) anstehen. Sie und noch andere Top-Läufer haben für diese Strecke Bestzeiten unter 11 Sekunden gemeldet.
Und auch für Claude Edorh von der Deutschen Sporthochschule Köln wird es sicherlich wieder ein interessantes Wochen-
ende. Denn der 1972 in Dabou (Elfenbeinküste) geborene Claude hat bisher nicht nur Teilnahmen an verschiedenen Europa-
meisterschaften und den Olympischen Spielen vorzuweisen. Nein, auch im vergangenen Jahr war er bereits in der Stadt am
Walde am Start und ist den Zuschauern daher noch gut bekannt.
In diesem Jahr trifft er mit einer gemeldeten Bestzeit von 13,64 Sekunden über die 110 Meter Hürden der Männer unter an-
derem auf Jan Schindzielorz (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg) mit einer gemeldeten Bestzeit von 13,50 Sekunden und
Torsten Engelmann vom TV Wattenscheid. Aber nicht umsonst ist das Lebensmotto von Claude Edorh „carpe diem“ (Pflücke
den Tag, nutze die Zeit). Auf jeden Fall dürfte auch er gute Chancen auf eine der zahlreichen Prämien haben, die in Zeven zu
gewinnen sind und von verschiedenen Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden.
Aber sicherlich locken weniger diese Prämien ihn und die anderen zahlreichen Aktiven nach Zeven. Es dürften wohl die be-
sondere Atmosphäre und die spannenden und abwechslungsreichen Wettkämpfe sein. Und so steht Zeven auch noch am
heutigen Tag im Blickpunkt des nationalen Leichtathletik-Geschehens und bietet die Gelegenheit zum Besuch einer Sportver-
anstaltung mit herausragenden Leistungen.

Presseinformation vom 9. Juni 2003 (Von Hans-Hinrich Kahrs)
Bezirksrekord und DM-Quali für Catharina Mangels
Auch Tim Schwarzmeier für die “Deutschen” qualifiziert
Das Zevener Pfingstsportfest ist eine gute Adresse für Catharina Mangels (TuS Alfstedt). Wie im letzten Jahr erzielte die Alf-
stedter Diskuswerferin eine neue Bestleistung. Bereits im ersten Durchgang übertraf sie im Wettkampf der weiblichen Jugend
A die Qualifikationsweite für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Fulda (40m) mit 40,83m. Im zweiten Versuch konnte
sie sich auf 44,00m steigern und neben der persönlichen Bestleistung auch den Bezirksrekord aus dem Jahre 1978 (!) von
42,92m deutlich verbessern. Mit den folgenden gleichmäßigen Würfen (42,03m, 41,68m, 38,70m und 39,54m) bestätigte sie
ihre derzeitige Topform. Sie gewann de Wettbewerb vor Claudia Beck (LG Hannover), die auf einen Weite von 41,24 m
kam.
Tim Schwarzmeier (TSV Bremervörde) startete als B-Jugendlicher im 1500m-Lauf der männlichen Jugend A. In einem be-
herzten Rennen konnte er hinter Moritz Puschmann (Bremer LT/3:59,76 min) den zweiten Platz belegen. In der Zeit von
4:07,08 min blieb er deutlich unter der DM-Qualifikationsnorm von 4:13,20min. Im Ziel riss Tim überglücklich die Arme
hoch, denn mit dieser Leistung stellte er einen neuen Kreisrekord auf und blieb über neun Sekunden unter seiner Bestleistung
aus dem letzten Jahr.
Maren Heusmann (TuS Alfstedt) belegte bei der weiblichen Jugend A jeweils drei vierte Plätze. 15,53sec im 100m-Hürden-
lauf, 5,40m im Weitsprung und 1,60m im Hochsprung bedeuteten bei starker Konkurrenz jeweils persönliche Bestleistung.
Sina Birreck (TuS Alfstedt/Hipstedt) konnte im 400m-Lauf der weiblichen Jugend B in 63,27sec die Qualifikationsnorm für
die Landesmeisterschaften erstmals unterbieten. Anne Kahrs (TuS Alfstedt) erreichte mit übersprungenen 3,00m im Stab-
hochsprung der weiblichen Jugend B ebenfalls eine neue Bestleistung und gewann den Wettbewerb. Katrin Link (Hipstedt)
übersprang im Hochsprung der weiblichen Jugend B 1,48m.
Für alle Athleten steht am kommenden Wochenende mit den Landesmeisterschaften in Oldendorf/Kreis Stade ein erster
Saisonhöhepunkt auf dem Programm.

ZEVENER ZEITUNG vom 10. Juni 2003
„Sahnehäubchen“ beim Pfingstsportfest
Zeven. Das 22. Leichtathletik-Sportfest der LAV Zeven hielt erneut, was es versprach. Bei herrlichem Wetter sorgten über 700
Spitzensportler an beiden Pfingsttagen für tolle Leistungen. Das konnte sich sehen lassen, was „LAV-Chef“ Hans-Hermann Neb-
lung für die zahlreichen Wettkämpfe verpflichtet und nach Zeven geholt hatte. Doch nicht nur die Bundes-Elite, wie zum Beispiel
Marc Blume über 100 Meter, Birte Bultmann mit Bestzeiten in den 1500- und 800-Meter-Läufen und Jan Schindzielorz (110 Meter
Hürden), brachten die Zuschauer zum Staunen. Auch der Zevener Timm Müller lief bei der A-Jugend in 10:81 neue Bestzeit über
100 Meter. Wir berichten in den nächsten Tagen noch ausführlich über die Höhepunkte des Sportfestes. (mk)
(Diese Berichte gibt es dann natürlich auch hier auf der Seite.)

WESER KURIER vom 10. Juni 2003
Jugend-Athleten drehen auf
Schon sechs Bremer DM-Starter
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Zeven. Im Juli finden die deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Fulda statt und so langsam sollte sich Bremens
Nachwuchs schon mal nach einem ausreichend großen Bus umsehen. Denn beim Sportfest in Zeven konnten sich die Bremer am
Wochenende gleich vier weitere Startplätze sichern.
Natalie Steinemann (wJB/SV Werder) knackte die Norm über 1500 Meter (4:50,86 Minuten) und verbesserte damit ihren eigenen
Landesrekord aus dem letzten Jahr um gleich vier Sekunden. Moritz Puschmann (mJA/BLT) konnte sich über 1500 Meter sogar
gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und auf den ersten Platz laufen. Seine Zeit von 3:59,76 Minuten bedeutete neben der
Qualifikation zudem persönliche Bestleistung. Kaja Tokarska (wJA/SV Werder) qualifizierte sich zweimal: Über die 100 Meter
Hürden (14,58 sek.) und mit der 4×100-Meter-Staffel (49,67 sek./Tokarska, Grothe, Kelterborn, Hofer). Schließlich sicherte sich
auch Julian Geißhirt (mJB/BLT) einen weiteren Startplatz, als er die 200 Meter in 22,98 sek. lief.
Nachdem sich zuvor bereits Torben Kleine (SV Werder) und Catharina Reppin (BLT) qualifizieren konnten, sind die Bremer zu-
mindest mit sechs Einzelstartern und einer Staffel bei den deutschen Titelkämpfen vertreten.

ZEVENER ZEITUNG vom 11. Juni 2003
Leichtathletikmeeting in Zeven bietet Spitzensport
Schnelle Läufe waren am ersten Tag die Attraktion an der Kanalstraße – Viele Rekorde
Zeven. Zwei Tage Pfingstsportfest in Zeven, nachdem Scheeßel die Ausrichtung am Pfingstsonntag abgeben musste, bedeutete
für die Organisatoren des 22. Nationalen Pfingstsportfestes ein Wagnis. Aber Aktive, Trainer, Zuschauer, Helfer und die Verant-
wortlichen waren einstimmig der Meinung, dass es sich gelohnt hat. Viele Athleten der Deutschen Spitzenklasse haben das
Angebot, an zwei Tagen hintereinander am gleichen Ort starten zu können, angenommen. Die optimalen äußeren Bedingungen
und die schnelle Zevener Bahn ließen viele neue persönliche Bestzeiten und Qualifikationen für Deutsche Meisterschaften zu.
Bundestrainer zufrieden
Der erste Tag der Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Deutschen Frauenkaders über 100m Hürden. Die Aktiven um Bundes-
trainder Rüdiger Harksen hatten um eigene Vor- und Endläufe gebeten. Eine Bitte, der Wettkampfleiter Hans-Hermann Neblung
nachkam. Die guten Zeiten von Siegerin Juliane Sprenger, die mit 13,07 s eine neue Jahresbestzeit für den DLV erzielte, recht-
fertigten die Entscheidung. Mit ihrer hervorragenden Leistung, die für sie ungewöhnlich früh in der Saison erzielt wurde (wie sie im
Interview erzählte), kann sie noch auf eine Teilnahme an der in Paris stattfindenden Weltmeisterschaft hoffen. Auch Annette
Thimm von der LG Weserbergland war als Zweite mit einer Zeit von 13,25 s zufrieden.
Blume mit Jahresbestleistung
Alle Zuschauer warteten gespannt auf den ersten Auftritt des 29-Jährigen Wattenscheiders Marc Blume, der sich relativ kurzfristig
entschlossen hatte, in Zeven an den Start zu gehen und diese Entscheidung aufgrund seiner Ergebnisse nicht bereute. Schon im
Vorlauf verbesserte er seine Jahresbestleistung um sieben Hundertstel auf 10,35 s. Zwar konnte er das Ergebnis im Endlauf trotz
optimaler Windverhältnisse nicht unterbieten, eine erneute Verbesserung war aber für den Sonntag anvisiert, wie Marc Blume ver-
sicherte. Umringt von Autogrammjägern zeugte er den Zevenern Anerkennung für die familiäre, aber dennoch professionelle Aus-
richtung der Veranstaltung. Seinen Lauf gewann er vor Zaifull Mohamad von der LAZ Leipzig, der die Ziellinie nach 10,67 s über-
querte.
Topsprints der Jugend
Hinter der Deutschen Sprintelite lauert ein überaus talentierter Nachwuchs, allen voran Sebastian Ernst von Schalke 04, der in
seinem zweiten Jahr als A-Jugendlicher die Junioren-WM im Blick hat. Seine Planung richtet sich aber auch schon auf die Olymp-
iade 2004 in Athen. Schon im vergangenen Jahr war Sebastian Ernst in Zeven erfolgreich und auch diesmal konnte er bei seinen
Auftritten über neue Bestzeiten jubeln.
Am ersten Wettkampftag trat er gegen den Zevener Timm Müller und Martin Lohmann von der LG Kreis Verden an. Timm Müller,
der sich von Sebastian zu einer neuen Bestzeit von 10,81 s anspornen ließ, belegte am Ende Platz 3 hinter Martin Lohmann und
dem überragenden Sebastian Ernst, der nach 10,40s ins Ziel lief. Damit verbesserte er seinen eigenen Pfingstsportfestrekord des
vergangenen Jahres erneut und konnte sich über die Prämie freuen.
In diesem Jahr galt es allein am Sonnabend 24 neue Pfingstsportfestrekorde zu feiern. Das lag zum einen an den erstklassigen
Teilnehmerfeldem aber auch daran, dass der Veranstalter durch zwei Wettkampftage die Möglichkeit hatte, neue Disziplinen
auszuschreiben. Da die LAV in diesem Jahr mehr Sponsoren gewann, konnten Prämien und Sonderpreise ausgegeben werden.
Hans-Hermann Neblung bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei allen Unterstützern.
Weite Sprünge
Spannende Wettkämpfe lieferten sich die Weitspringer der Männer und der männlichen Jugend. Oliver Maiß von der LAZ Celle
gewann schließlich den Wettkampf der 16-Jährigen mit der überragenden Weite von 7,03 m. Nur 8 cm kürzer sprang Marcel Guder
vom SC Magdeburg. Noch knapper fiel die Entscheidung bei den Männern aus. Nur 19 Zentimeter trennten den Sieger und den
Sechstplatzierten. Erst im letzten Versuch gelang Christian Gustedt vom TSV Arminia Vöhrum der Siegessprung mit 7,21 Meter.
Mit dieser Weite vergrängte er Jörg Busse von Eintracht Hildesheim (7,20 m) und Niels Kopfhammer aus Aachen (7,17 in) auf die
Plätze 2 und 3.
Neuer Rekord für Beckel
Ein häufiger Gast bei den Zevener Meetings ist die Schwerinerin Nadine Beckel. Mit 17,74 in stellte sie im Kugelstoßen einen
neuen Pfingstsportfestrekord auf, blieb mit dieser Weite aber unter ihrer Jahresbestleistung von 18,41 m.
Zevener Aktive am Start
Unter den Anfeuerungsrufen der Zevener Zuschauer liefen neben Timm Müller auch Merle Zabel und Andre Reinicke ihre Vorläufe
über 100m. Trotz erheblichen Gegenwinds erreichte Merle den C-Endlauf unter 54 Teilnehmerinnen. Andre Reinicke qualifizierte
sich unter 40 Aktiven für den B-Endlauf. Die Entscheidung der Wettkampfleitung, die Endläufe auf der windbegünstigten Bahn
durchzuführen, war insofern richtig, als die Endlaufzeiten deutliche Verbesserungen zeigten. Merle Zabel blieb mit 12,98 s nur
knapp über ihrer Bestzeit, während Andre Reinicke mit 11,82 s eine persönliche Bestleistung aufstellte. Paul Gummert verpasste
einen Platz im Endlauf nur knapp. Einen neuen Pfingstsportfestrekord erzielte die Zevenerin Birte Bultmann, die für die LG Braun-
schweig startet, über 1500m. Deutlich deklassierte sie ihre Konkurrentinnen und gewann in 4:22,96 min.
Hindernisläufe zum Abschluss
Die letzten Startschüsse galten am ersten Wettkampftag den Hindernisläufem. Eingebettet in das Pfingstsportfest waren die Nord-
deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend und Frauen. Bei der weiblichen Jugend wurde Mareile Kitzel von der LG Wedel-
Pinneberg in 6:55,57 min. Norddeutsche Meisterin über 2000m. Einen spannenden Wettkampf lieferten sich die Frauen über die
3000m-Hindernisstrecke. Mit nur 2 Sekunden Vorsprung gewann Kerstin Kahmann aus Ostercappeln in 11:12,10 min vor der Cott-
busserin Anne Reimann. Die ersten vier Frauen reihen sich mit ihren Zeiten unter zwölf Minuten in die Bestenliste des DLV ein.
Sportler sehr zufrieden
Aktive und Betreuer zeigten sich mit dem ersten Wettkampftag sehr zufrieden. Neben den optimalen Witterungsbedingungen
trugen die Wettkampfgerichte und die ruhige und professionelle Abwicklung sehr wesentlich zu den vielen Spitzenergebnissen bei.
Während die Aktiven und Trainer noch auf dem Weg in die Unterkünfte waren, begannen die Verantwortlichen mit der Vorbereitung
des zweiten Wettkampftages, über den wir in unserer morgigen Ausgabe ausführlich berichten. (nb)

Presseinformation vom 11. Juni 2003 (Von Markus Steinbrück)
22. Nationales Pfingstsportfest der LAV Zeven in Zeven
Auge in Auge mit den Großen der Szene
Winsen/Hanstedt/Stelle. Quasi Schulter an Schulter mit den Großen der Szene kämpften die Leichtathleten aus dem Winsener
Kreisgebiet beim 22. Nationalen Pfingstsportfest in Zeven. Bei der erstmals an zwei Tagen durchgeführten Mammutveranstaltung,
das Pfingstsportfest in Scheeßel gehört der Vergangenheit an, war unter anderem das männliche Sprintteam des DLV mit den
Top-Athleten Marc Blume und Alexander Kosenkow vertreten. Trotz oder gerade wegen dieser starker Konkurrenz erzielten die
Kreissportler zahlreiche persönliche Bestleitungen und errangen in Person von Sarah Sjögrehn (LG Nordheide) und Paul Dittmer
(MTV Hanstedt) sogar Siege.
Der B-Jugendliche Dittmer siegte im Hochsprung (1,89 m) und Dreisprung (13,06 m), höher einzuschätzen sind allerdings seine
Leistungen in zwei weiteren Disziplinen. Mit den persönlichen Bestmarken im Weitsprung (6,87 m/Platz 3) und über 110-m-Hürden
(15,05 sec/Platz 4) qualifizierte sich der 16-Jährige nämlich für die Deutschen Jugend-Meisterschaften Anfang Juli in Fulda.
Mittlerweile hat Dittmer die DLV-Normen in allen vier genannten Disziplinen erfüllt. Auch die übrigen B-Jugendlichen aus dem
Winsener Kreisgebiet überzeugten in Zeven mit neuen Bestmarken. Klaudia Neubauer (58,09 sec über 400 Meter) und Corinna
Hinck (2:20,46 min über 800 Meter) belegten jeweils den 2. Platz. Die beiden Prüsmann-Schützlinge starten für die LG Nordheide.
Nele Beutler vom LAC Meckelfeld ließ den 600-g-Speer auf 38,98 m (Platz 3) fliegen und verbesserte ihren eigenen Kreisrekord
damit um zwei Meter.
Bei den Männern und Frauen waren es vor allem die Mittelstreckler der LG Nordheide, die für Furore sorgten. Landesmeisterin
Sarah Sjögrehn war über 800 Meter in 2:10,57 min einmal mehr nicht zu schlagen. Tim Tomczak steigerte bei seinem ersten Sai-
sonstart seine 1500-Meter-Bestzeit gleich um fünf Sekunden und landete in 3:54,92 min auf Rang 2. Direkt hinter Tomczak kam
Vereinskamerad Jan Martin Gutzeit nach 3:57,12 min ins Ziel. Auch bei den Frauen durften sich die LG-Trainer über die gleiche
Platzierung freuen. Alexandra Hahn steigerte ihre Bestmarke von den Landesmeisterschaften um vier Sekunden auf 4:37,22 min.
Nicht in den jeweiligen A-Endläufen vertreten, dafür aber mit hoch einzustufenden Zeiten im Gepäck kehrten die beiden W-40-
Seniorinnen Brigitte Heidrich (TSV Stelle) und Miriam Machill (TSV Hittfeld) aus Zeven zurück. Die 42-Jährigen absolvierten die
100-Meter-Sprintstrecke in jeweils 12,84 sec. Für Heidrich kamen über 200 Meter noch 26,44 sec hinzu.

BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG vom 11. Juni 2003 (Auszug)
Birte Bultmann stark in Form
Gute Form wiesen Braunschweiger Leichtathleten bei verschiedenen Pfingstsportfesten nach. Bei einer zweitägigen Veranstaltung
in Zeven gewann Birte Bultmann die 1500 Meter in 4:22,96 Minuten. Über 800 Meter freute sie sich als Zweite über ihre neue Best-
zeit von 2:10,87 Minuten. Nach langwierigen Problemen im Bereich der Achillessehne kommt die vorjährige DM-Dritte über 5000
Meter rechtzeitig zu den DLV-Meisterschaften Ende Juni in Ulm wieder in Form.
Bei den Männern gewann Michael Herbst das 800-Meter-Rennen in 1:53,12 Minuten. Die DM-Qualifikationsleistung von 1:51,80
Minuten blieb für ihn außer Reichweite.

OLDENBURGER NACHRICHTEN vom 11. Juni 2003
Abraham kratzt an Meisterschafts-Norm
Oldenburger überzeugen
Osnabrück/Zeven (jr). Die sehr guten äußeren Bedingungen am Pfingstwochenende wurden von den Leichtathleten von DSC und
VfL gut genutzt. Bei einem Abendsportfest in Osnabrück steigerte sich Malte Abraham (DSC) im 1500-m-Lauf erneut und erzielte
als Fünfter mit 3:57,56 Min. eine Zeit, die nur 6/100 Sek. über der Qualifikationsnorm zur Deutschen Juniorenmeisterschaft liegt.
Beim traditionellen Pfingstsportfest in Zeven gab es enorme Verbesserungen dreier DSC-Athletinnen: Romy Wollstein, mit einer
Hochsprungbestleistung von 1,48 m angereist, steigerte sich im Wettbewerb der weiblichen Jugend B als Vierte gleich um 10 cm
und sah auch über 1,61m nicht chancenlos aus. Sara Wollstein lief im 100-m-Vorlauf der weiblichen Jugend A mit 12,62 Sek. zum
ersten Mal unter 13 Sekunden und bestätigte später als Dritte des B-Endlaufes (12,71 Sek.) ihre Bestleistung. Zuvor war sie als
Weitsprungsechste mit 5,15 m schon persönliche Bestleistung gesprungen. Auch Eva Ebeling unterbot als Siegerin des C-End-
laufes über 100 m (weibliche Jugend A) mit 12,75 Sek. ihre bisherige Bestzeit deutlich.
Bei der männlichen Jugend B bevorzugten die VfL-Starter die längere Sprintstrecke: Über 200 m lief Giuseppe Caserta 24,28 Sek.,
Hannes Köpnick 24,39 Sek., Adham Hess 24,50 Sek. und Tim Caspers 25,60 Sek. Die vier Sprinter kamen über 4 x 100 m auf
47,73 Sek. Weiterhin liefen Giuseppe Caserta die 800 m in 2:09,24 Min. und Hannes Köpnick die 100 m in 12,00 Sek. Der A-
Jugendliche Henning Frerichs kam über 200 m auf 24,54 Sek.

Presseinformation vom 11. Juni 2003 (Von Manfred Scholz)
22. Pfingstsportfest in Zeven
Annette Thimm läuft erneut Bezirksrekord
Stephanie Thumann mit DM-Quali über 100 und 200 Meter
Zeven. Die deutsche Leichtathletikwelt schaute am Pfingstwochenende nach Zeven, wo über 750 Aktive aus 132 Vereine ein
Sportfest der Spitzenklasse erlebten. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des deutschen Frauenkaders über 100 Meter Hürden,
in dem auch Annette Thimm von der heimischen LG Weserbergland vertreten ist. Nach dem Vorlaufsieg in 13,35 Sekunden er-
reichte sie im Endlauf hinter Juliane Sprenger, die in 13,07 Sekunden neue DLV-Bestzeit lief, den zweiten Platz und persönliche
Bestzeit in 13,25 Sekunden. Stephanie Thumann lief bereits im Vorlauf über 100 Meter in 11,89 Sekunden Bestzeit und die Quali-
fikation für die Deutschen Meisterschaften in Ulm. Im Endlauf wurde sie Zweite in 11,94 Sekunden. Das Gleiche gelang ihr auch
im 200 Meter-Lauf mit 24,55- und 24,54 Sekunden in Vor- und Endlauf.
Martin Thimm hatte sich über 400 Meter Hürden bis in den B-Endlauf vorgekämpft, wo er bis zur 9. Hürde sehr gut lag und in 54,37
Sekunden den 2. Platz belegte. Ansteigende Tendenz zeigte Christina Köhring nach ihrer Verletzung, als sie im 100 Meter B-End-
lauf in 25,89 Sekunden Dritte wurde. 
Bei der B-Jugend war Ricarda Fierenz, die nach einer Studienfahrt noch nicht ganz fit ist, bis in den C-Endlauf gekommen, wo sie
in 13,01 Sekunden Dritte wurde und auf der 200 Meter Distanz insgesamt den 11. Platz erreichte. Als o.k. bezeichnete Trainer
Werner Scharf die Ergebnisse von Danilo Schmidt nach 4 Monaten verletzungsbedingter Pause. Er lief die 100 Meter in 12,03
Sekunden und erzielte Bestleistung über 400 Meter in 51,61 Sekunden, wobei er sich allerdings am Kniegelenk verletzte und auf
den Start in der 4×400 Meterstaffel der männlichen Jugend A verzichtete.

ZEVENER ZEITUNG vom 12. Juni 2003
Auch am Pfingstsonntag viele Leichtathletikrekorde
Hürdenläufer und Sprinter glänzen mit neuen Jahresbestzeiten
Zeven. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich auch am zweiten Wettkampftag des Zevener Pfingstsportfestes viele Spitzen-
Leichtathleten mit ihren Betreuern und Anhängern auf der Anlage an der Kanalstraße ein. Die meisten der insgesamt 750 gemel-
deten Athleten aus 148 Vereinen hatten sich für einen Doppelstart in Zeven entschieden, der in Deutschland in dieser Form bei
keinem anderen Wettkampf möglich ist. Die Veranstalter der LAV Zeven hatten bewusst darauf verzichtet, alle Disziplinen auch
am zweiten Tag auszuschreiben, sondern verteilten die technischen Disziplinen auf die zwei Wettkampftage. So waren für den
Sonntag der Dreisprung, Stabhochsprung, Speerwerfen und der Hammerwurf ausgeschrieben. Aber auch bei den Laufdisziplinen,
die auf Sportfesten sonst seltener angeboten werden – wie etwa die 400m-Hürdenstrecke oder die 4x400m-Staffel gingen Aktive
aus ganz Deutschland an den Start.
Sebastian Ernst überzeugt
Der Wettkampftag begann mit den 200m-Vorläufen. Hier kam es bei der männlichen Jugend A zu einem erneuten Aufeinander-
treffen von Sebastian Ernst von Schalke 04 und dem Zevener Timm Müller. Während sie den Vorlauf relativ locker angingen,
nutzten beide die optimalen Bedingungen, um im Endlauf Bestzeiten zu erzielen. 20,94s benötigte Sebastian Ernst für die halbe
Stadionrunde und damit verbesserte er nicht nur seine eigene Bestleistung und den bestehenden Pfingstsportfestrekord, sondern
er wird in der neu erscheinenden DLV-Bestenliste sowohl bei den A-Jugendlichen als auch bei den Männern mit dieser Zeit als
schnellster 200 m-Sprinter Deutschlands geführt werden. Auch Timm Müller, der mit 21,74s seine Bestzeit nur ganz knapp ver-
fehlte und zweiter in dem hochklassigen Feld wurde, zollte dem Gelsenkirchener Anerkennung.
Hürdensprinter ein Highlight
Mit Jan Schindzielorz vom LAC Quelle/Fürth/München/Würzburg, Claude Edorh von der Deutschen Sporthochschule Köln und den
Wattenscheidern David Filipowski und Thorsten Engelmann waren vier der besten deutschen Hürdensprinter in Zeven am Start. Es
wurde ein unglaublich spannendes und knappes Finale über die 1,067 Meter hohen Hürden. Es siegte Jan Schindzielorz, der mit
13,60s die WM-Qualifikation nur um sechs Hunderstel verpasste. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, in Paris dabei zu sein.
Zweiter wurde Claude Edorh in 13,83 s vor David Filipowski (13,88 s) und Thorsten Engelmann, der ebenfalls unter 14 s lief und
damit diesen Wettbewerb vor den Augen des Bundestrainers zu einem Topwettbewerb machte.
Speerwerfer beeindrucken
Die Teilnehmerfelder in den technischen Disziplinen waren kleiner als in den vergangenen Jahren, die Leistungen deswegen aber
nicht weniger beeindruckend. Allen voran die Speerwerfer des SC Magdeburg bei der weiblichen und männlichen Jugend B. Von
DLV-Nachwuchstrainer Ralf Wollbrück optimal eingestellt, imponierte die 16-Jährige Vivian Zimmer mit vier Würfen über 50m. Mit
51,84m gewann sie den Wettbewerb souverän. Der Speer ihres Vereinskameraden Fabian Heinemann flog vier Mal über 67rn weit
und damit verbesserte er seine bisherige Bestweite um fast vier Meter. Mit 68,59m Siegesweite dürfte er in Deutschland nur wenig
Konkurrenz zu fürchten haben.
Nicht alles lief nach Plan
Ein großer Wettbewerb produziert aber nicht nur Sieger, es gab auch bittere persönliche Niederlagen und Enttäuschungen. Beim
Stabhochsprung der Frauen wollte Anja Wilhelm aus Potsdam endlich wieder die vier Meter überspringen und damit die Teilnahme
an den Deutschen Meisterschaften in Ulm sichern – doch es kam ganz anders. Mit Kreislaufproblemen kämpfend, erwischte sie
durch drei ungültige Sprünge bei ihrer Anfangshöhe von 3,50m einen rabenschwarzenTag.
Für Merle Zabel von der LAV Zeven stand das Ziel, die Qualifikationsnorm für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Fulda zu
unterbieten, ganz obenan. Die 400m-Hürdenstrecke musste sie dazu in 66,50s laufen. Merle startete fulminant und ließ alle mit
besseren Zeiten gemeldeten Athletinnen deutlich hinter sich. Auf Qualifikationskurs liegend, strauchelte sie dann ausgerechnet an
der letzten der zehn Hürden und fiel so unglücklich, dass sie den Lauf beenden musste. Weniger die aufgeschürften Knie als viel-
mehr die Enttäuschung über die verpasste Chance schmerzten am Ende.
Neuer Rekord über 100 m
Am Sonntag startete Marc Blume vom Wattenscheider TV erneut über die 100m, er hatte diesmal nicht nur gegen seine Vereins-
kameraden Alexander Kosenkow und Jan Schulte, sondern auch gegen das aufkommende schlechte Wetter zu kämpfen. So ge-
wannen Marc und Alexander ihre Vorläufe zwar mit imposanten 10,24 s, doch machten 2,2m Rückenwind die Zeiten ungültig.
In Absprache mit dem Bundestrainer stellte Wettkampfleiter Hans-Hermann Neblung den Zeitplan um und ermöglichte den
deutschen Sprintstars damit einen Endlauf bei gültigen Windverhältnissen und vor dem einsetzenden Regen. Am Ende jubelte
Marc Blume über eine neue Jahresbestzeit von 10,29s, die zwar noch nicht das Ticket für Paris (die Norm liegt bei 10,21s) be-
deutet, aber ihm die erneute Verbesserung des Pfingstsportfestrekordes und einen Sonderpreis, gestiftet von Glasermeister Willy
Ahlgrimm, sicherte. In hervorragenden 10,32s wurde Alexander Kosenkow nur knapp geschlagen und Zweiter vor Jan Schulte.
Die Spitzenläufer aller Altersklassen sicherten auch im kommenden Jahr einen Start in Zeven zu und dankten damit den Organi-
satoren für den reibungslosen Ablauf und die Flexibilität.
„Sportfest der Superlative“
Auch die Zuschauer, die den Wettbewerben an den beiden Pfingsttagen einen Besuch abstatteten, wurden nicht enttäuscht. Es
gab absolute sportliche Höchstleistungen zu bejubeln und man konnte die Stars hautnah erleben. Mit Zetteln und Stift bewaffnet
gingen die kleinen Zevener erfolgreich auf Autogrammjagd. „Es war ein Sportfest der Superlative“, darin waren sich die LAV-Vor-
sitzende Mara Zabel und der Leichtathletikabteilungsleiter des TuS Zeven, Rainer Dohrmann, einig. Nach Abschluss des Meetings
dankten sie den vielen Helfern, ohne deren tatkräftige Unterstützung die Veranstaltung nicht zu organisieren und durchzuführen
gewesen wäre. (nb)

VERDENER ALLER-ZEITUNG / Achimer Kreisblatt vom 12. Juni 2003
Martin Lohmann löscht zwei Bezirksrekorde
Sprinter verfehlt nur denkbar knapp die Einzelnorm für die Junioren-EM / Suhling belegt zweiten Platz
Achim/Verden (hbm). Martin Lohmann war beim Zevener Pfingstsportfest der überragende Athlet aus Sicht der LG Kreis Verden.
Bei idealem Sprintwetter belegte er im Endlauf der A-Jugend den zweiten Platz. Mit seiner Zeit von 10,61 Sekunden (1,7 m/Sek.
Rückenwind) stellte er außerdem einen neuen Bezirksrekord sowohl für die Jugend als auch für die Männnerklasse auf. Die alten
Bestmarken resultierten noch aus dem Jahr 1976 (Jugend: 10,69), Männer 1989 (10,67).
Schon im Vorlauf hatte er seine alte Bestmarke von 10,78 Sek. aus 2002 bei 1,9 m/Sek. Rückenwind auf 10,70 Sekunden ge-
steigert. Das Rennen gewann der ein Jahr ältere Schalker Sebastian Ernst, der augezeichnete 10,40 Sek. erreichte und damit die
Spitzenreiterposition im Jugend-Sprintbereich des DLV übernahm. Mit dem Schalker und zwei weiteren jungen Sprintern hatte
Martin Lohmann schon am 24. Mai in Jena die Qualifikationsnorm über 4 x 100 m für die im Juli in Tampere in Finnland statt-
findende Junioren-EM geknackt, nun ist auch die Einzelnorm von 10,60 Sek. über 100 m nicht mehr unerreichbar. Nachdem bisher
im Training vor allem an der Verbesserung der Start- und Beschleunigungsphase gearbeitet worden war, wurde in Zeven deutlich,
dass in der Sprintausdauer noch Reserven liegen, denn bis etwa 60 m war der Abstand zu S. Ernst noch geringer als im Ziel. Dies
wurde besonders deutlich am nächsten Tag über 200 m, wo Martin im Vorlauf mit 21,83 Sek. wieder sehr schnell war, aber gegen
S. Ernst und auch den Zevener Timm Müller, dem er über 100 m tags zuvor zwei Zehntelsekunden abgenommen hatte, keine
Chance hatte. Für Martin Lohmann geht es nun am kommenden Wochenende in Oldendorf um die Niedersächsische Jugend-
meisterschaft, eine Woche darauf ist ein Start bei der Junioren-Gala in Mannheim geplant, und dann steht Anfang Juli in Fulda die
Deutsche Jugend-Meisterschaft auf dem Plan, wo auch über die Nominierungen zur Europameisterschaft entschieden wird.
Von den LGKV-Männern waren in Zeven Langhürdler Bernd Reiser (Achim) und Hammerwerfer Sven Suhling (Oyten) am Start.
Nach überstandener Verletzung gelangen Reiser über 400 m gute 59,18 Sekunden, damit belegte er Rang acht. Sven Suhling
belegte mit 44,82 Metern im Hammerwurf den zweiten Platz. Mit seiner Weite zeigte sich der M-35-Landesmeister allerdings nicht
ganz zufrieden. Hammerwurfkollegin Silke Meier (Verden) bleib als dritte der Frauenkonkurrenz mit 29,19 m nicht weit von ihrer
Jahresbestweite entfernt und überquerte mit dem Stab als fünfte 2,40 m.
In den Wettbewerben der männlichen Jugend B zeigte der Achimer Jens Niederkrome mit 12,48 Sek. über 100 m und 24,48 Sek.
über 200 m gute Sprints, Zwillingsbruder Sven kam auf 13,22 Sek. bzw. 26,31 Sek. Der Verdener Marc Alexander Rohde ver-
suchte sich erstmals auf der 110 m Hüdenstrecke und kam nach verbesserungsfähigen 19,34 Sekunden ins Ziel.

WALSRODER ZEITUNG vom 12. Juni 2003
Erneut an DM-Qualifikation gekratzt
LG Fallingbostel-Talente in Zeven: Kronfeldt und Schünemann stark
Bomlitz. Beim Leichtathletik-Pfingstsportfest in Zeven konnten sich die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler der LG Falling-
bostel am vergangenen Wochenende sehen lassen. Hervorragend waren wieder einmal Alexandra Kronfeldt und Ulf Schünemann,
beide SG Bomlitz, die in ihren Läufen zeigten, dass sie in der Nachwuchsklasse mit der großen Konkurrenz aus ganz Deutsch-
land mithalten können.
Alexandra Kronfeldt verbesserte ihre Zeit über 400 m Hürden um über zwei Sekunden auf 64,01 s und bestätigte damit nochmals
ihre Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Nur knapp verfehlte Ulf Schünemann die Qualifikationsnorm für die Deutschen
über 400 m – mit 52,73 s gelang ihm aber eine deutliche Verbesserung seiner bisherigen Bestzeit.
Bemerkenswert ist auch die Leistung von Anna Löppmann, SG Bomlitz, die die 400 m in 63,28 s lief und damit ihre Qualifikation
für die Landesmeisterschaften bestätigte. Auch Gerrit Hogrefe, SG Bomlitz, verbesserte seine Leistung über 110 m Hürden und
bestätigte damit seine Qualifikation. Trotz Verletzung schaffte Manuela Ottens, SG Bomlitz, im Weitsprung 4,65 m, konnte jedoch
verletzungsbedingt am zweiten Tag nicht mehr teilnehmen.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 12. Juni 2003
Werfer des SV Georgsheil glänzen mit Bestweiten
Leichtathletik: Traditionelles Pfingst-Sportfest in Zeven mit ostfriesischer Beteiligung
Zeven (ls). Zu Pfingsten kamen wieder zahlreiche Leichtathleten aus dem gesamten Bundesgebiet zum Pfingstsportfest nach
Zeven. Auch einige Ostfriesen erreichten glänzende Ergebnisse. Die Werfer des SV Georgsheil glänzten mit drei Siegen. Im
Diskuswurf der Frauen war Melanie Schütte nicht zu schlagen. Mit 48,88m warf sie über drei Meter weiter als bei den Landes-
meisterschaften, wo sie den Titel ungefährdet holte. Den Sieg im Speerwurf der Männer sicherte sich Sven Bergmann mit einer
neuen persönlichen Bestleistung von glatten 69 Metern. Wilko Schaa entschied das Kugelstoßen der Männer für sich. Mit 13,09m
blieb er über einen Meter vor der Konkurrenz.
Paralympic Medaillengewinner Horst Beyer schaffte mit 38,11m eine beachtliche Weite im Diskuswurf. Katharina Möllmann vom
VfL Germania Leer überzeugte über 100m der Frauen. Schon im Vorlauf lief sie mit 12,27 Sekunden eine schnelle Zeit. Im A-End-
lauf steigerte sie sich nochmals auf 12,22 Sekunden. Auch im Weitsprung lief es für die 22-jährige Germanin. Sie sprang im dritten
Versuch 5,84m und belegte Platz zwei.
Auch Tanja Davids vom TV Norden stellte eine neue persönliche Bestzeit auf. Mit 12,53 Sekunden über 100m erreichte sie den C-
Endlauf, in dem sie nach 12,66 Sekunden das Ziel erreichte. Vereinskamerad Siewert André erreichte über 100m der männlichen
Jugend B in 11,35 Sekunden den Endlauf, wo er sich nochmals auf 11,25 Sekunden steigerte. Der A-Jugendliche Sören Vöhrs
erreichte über 200m mit 22,93 Sekunden den B Endlauf. Dort lief er dann 23,26 Sekunden.

OSTERHOLZER KREISBLATT vom 13. Juni 2003
Kristin Ringel knackt den Rekord
13,84 Sekunden über 100m Hürden
Von unserem Redakteur Carsten Spöring
Osterholz-Scharmbeck. Die erhoffte Spitzenzeit für Kristin Ringel (Startgemeinschaft Osterholzer Leichtathleten/SOL) bei der
WM-Qualifikation über 100m Hürden in Osnabrück blieb aus, doch dafür schaffte sie einen Tag später eine neue Bestmarke. Auch
andere SOL-Athleten vermochten am Pfingst-Wochenende zu überzeugen.
Osnabrück brachte für Kristin Ringel bei sehr starkem Gegenwind nur die indiskutable Zeit von 14,27 sec. Dafür lief die 24 -Jährige
einen Tag später beim Traditionssportfest in Zeven 13,84 sec – neue Bestleistung und Kreisrekord.
Gut waren in Zeven auch die B-Jugend-Hürdenläufer. In 16,12 sec tastet sich Sebastian Stelljes immer näher an Sebastian Dirlam
heran (16,08/Bestzeit für beide Athleten), der mit 1,68m im Hochsprung Rang vier belegte und bei 1,73 nur knapp eine neue Best-
leistung verfehlte. Ebenso schrammte Sebastian Stelljes jeweils auf Rang sechs im Weitsprung (6,15 m) und Speerwurf (44,00m)
an seinen Bestweiten vorbei. Patrick Poppe überquerte im Stabhochsprung erstmals 3,10m und warf mit dem neuen 700-g-Speer
persönliche Bestleistung (39,04 m). Jacqueline Niemann lief als A-Schülerin zum ersten Mal die 200m bei der B-Jugend und
setzte sich mit ihrer Zeit (26,73 sec) auf Rang zehn der ewigen Bestenliste im Kreis Osterholz.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 13. Juni 2003
Johanna Bloch läuft in Zeven Jahresbestzeit
Hildesheim (wgk). Die Hildesheimer Leichtathletin Johanna Bloch (LG Hannover) hat beim 22. Nationalen Sportfest in Zeven über
100 m Hürden mit ihrer Zeit von 13,72 Sekunden eine neue deutsche Jahresbestleistung aufgestellt. Das in Zeven versammelte
Trainer-Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zeigte sich begeistert von der Hürdentechnik und Schnelligkeit der
17-Jährigen. Johanna Bloch unterbot damit die vom DLV für die Teilnahme an der U 18-Weltmeisterschaft in Sherbrooke (Kanada)
festgesetzte Norm von 13,75. Da sie gleichzeitig den Stadionrekord verbesserte, der bei 13,87 lag, gewann sie auch einen Brief-
umschlag mit Geldgeschenk. Heimtrainer Marek Polcar jubelte: „Seit sechs Jahren betreue ich Johanna. Mein Gespür hat mich
nicht getrogen. Ich habe schon bald gemerkt, dass sie etwas hat, was andere für die Leichtathletik nicht mitbringen.“
Auch Johanna Blochs Vereinskameradin Stefanie Meyer verbesserte in Zeven einen Stadionrekord. Im Hochsprung-Wettbewerb
der A-Jugend stellte sie mit 1,78 m eine neue persönliche Bestleistung auf. Nach zwei klaren Fehlversuchen hätte sie fast auch
noch die Höhe von 1,81 m geschafft, scheiterte aber in ihrem dritten Anlauf haarscharf. Platz zwei belegte Ina Behte (Blau-Weiß
Hollage), die sich diesmal mit 1,69 m klar geschlagen geben musste.
Im Weitsprung der Männer kam es in Zeven zu einem hochinteressanten Vergleich zwischen Christian Stolz, dem mehrfachen
Landesmeister aus Wolfsburg, Jörg Busse von Eintracht Hildesheim, Christian Gustedt (Arminia Vöhrum) und dem Aachener Nils
Kopfhammer. Die Entscheidung fiel erst im sechsten und letzten Durchgang, als sich der Vöhrumer mit 7,21 m um einen Zenti-
meter vor den bis dahin führenden Jörg Busse an die Spitze des Feldes setzte. Der Einträchtler wurde Zweiter, konnte sich erneut
steigern und bezwang erstmals den Niedersachsenmeister Stolz. Den dritten Platz belegte Kopfhammer (DJK Frankenberg) mit
7,17 m. Viele Zuschauer umsäumten die Weitsprunganlage, um diesen spannenden Wettkampf hautnah mitzuerleben.
Wie Johanna Bloch über die Hürdenstrecke, so setzte sich auch die 4×100-m-Staffel der LG Hannover mit ihrer Zeit von 48,68
Sekunden an die Spitze der aktuellen deutschen Bestenliste bei der B-Jugend. Ann-Kristin Westermann, Maie Onnen und die
beiden Hildesheimerinnen Johanna Bloch und Schlussläuferin Isabelle Steindor deuteten in Zeven an, dass für sie auch diese Zeit
in der laufenden Saison noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.
Der A-Jugendliche Sören Runkel (Eintracht Hildesheim) qualifizierte sich mit seiner Vorlaufzeit von 11,42 für das C-Finale über 100
m. Da wurde er Dritter in 11,43 Sekunden. Die 100 m waren ein Beweis dafür, welche Anziehungskraft vom traditionellen Sportfest
in Zeven ausgeht: Allein in der männlichen A-Jugendklasse gab es dort sieben Vorläufe über 100 m.

OLDENBURGISCHE VOLKSZEITUNG vom 14. Juni 2003
Seelhorst meistert 2,03 Meter
Hochspringer des OSC Damme mit neuer persönlicher Bestleistung
Damme (sl). Für Christian Seelhorst geht‘s immer höher hinaus: Der A-Jugendliche vom OSC Damme stellte beim Sportfest in
Zeven mit übersprungenen 2,03 Metern eine neue persönliche Bestleistung auf. Nachdem er vor drei Wochen erstmals die Zwei-
Meter-Marke geknackt hatte, glückte ihm nun diese enorme Steigerung. Mit dieser guten Empfehlung fährt der junge Lohner an
diesem Wochenende zu den niedersächsischen Jugendmeisterschaften nach Oldendorf, wo er sowohl im Hochsprung als auch im
Weitsprung startet.
In Zeven stieg Christian Seelhorst mit 1,91 Meter in den Wettbewerb ein. Diese Höhe bereitete ihm nicht die geringsten Probleme.
Danach ließ er die Latte auf 1,97 Meter legen, die er auf Anhieb meisterte. Auf die 2,00 Meter verzichtete er, um die nötige Kraft
für die persönliche Bestleistung zu sparen. Diese 2,03 Meter meisterte der OSC-Athlet dann im zweiten Versuch. Anschließend
scheiterte er an der Stadionrekordhöhe von 2,06 Meter nur denkbar knapp.

ZEVENER ZEITUNG vom 17. Juni 2003
„Kann den Zevenern nur ein Kompliment machen”
ZZ-Interview mit Erfolgssprinter Marc Blume anlässlich des LAV-Sportfestes
Zeven. Im Rahmen des 22. Nationalen Pfingstsportfestes der LAV Zeven führte die LAV-Vorsitzende Mara Zabel für unsere Zeit-
ung ein Interview mit Marc Blume (TV Wattenscheid), dem vielfachen Deutschen Meister über 100 m, 200 m und in der 4×100 m
Staffel.
Zevener Zeitung:
Herzlichen Glückwunsch zu den beiden Erfolgen im Rahmen des Pfingstsportfestes. Wie beurteilen Sie die Resultate?

Marc Blume: Für mich bedeuten die 10,35 s im Vorlauf und der anschließende Sieg mit 10,29 s Jahresbestzeiten und gleichzeitig
einen wichtigen Schritt in Richtung WM in Paris, für die die Qualifikationsnorm 10,21 s beträgt.
Wann haben Sie mit der Leichtathletik begonnen?
In der Grundschule hatten wir einen Lehrer, der eigentlich aus dem Bereich Volleyball kam, meinen Bruder und mich aber für die
Leichtathletik entdeckte und uns zu einem Verein – dem FC Nordkirchen Münsterland – mitnahm. Dort sind wir dann geblieben und
haben Freude an der Leichtathletik gefunden.
Haben Sie schon immer die Sprintstrecken bevorzugt?
Ja, relativ schnell stellten sich auf den kurzen Strecken die größten Erfolge ein, da bin ich dabei geblieben.
Wie verlief Ihre sportliche Karriere?
1991 wechselte ich zur LG Olympia Dortmund, lernte dort meinen Trainer Roland Stein kennen, der mich auf Anhieb zur Deutsch-
en Jugendmeisterschaft der männlichen Jugend A über 100m führte. Im gleichen Jahr nahm ich an der Junioren-EM in Thessalo-
niki über 100 m und in der 4×100 m-Staffel teil. 1992 wechselte mein Trainer für ein Jahr nach Bayern, kam dann aber 1993 zum
TV Wattenscheid, wo er ein Sprintertearn um Holger – meinem Zwillingsbruder – und mich aufbaute. Mit Alexander Kosenkow und
Jan Schulte wurden wir so ein erfolgreiches Quartett. 1996 war mein bisher erfolgreichstes Jahr mit der Bestzeit von 10,13 s und
nationalen und internationalen Erfolgen. Ich bin aber auch in den vergangenen Jahren immer wieder dicht an diese Bestzeit heran
gelaufen.
Wie groß ist der Anteil Ihres Heimtrainers an Ihrem Erfolg oder sind es die Bundestrainer, die die Athleten erfolgreich
machen?

Ich schreibe meine Leistungen ganz allein meinem Heimtrainer zu! Heimtrainer schaffen nun mal die Grundlagen für die Erfolge.
Diese Arbeit kann kein Kader- oder Bundestrainer leisten, die sind zu weit weg und können auf die plötzlich auftretenden Probleme
und Formschwankungen nicht spontan reagieren und sie abstellen. Allerdings hat der DLV die Finanzierung von Roland Stein auf
Grund seiner Ergebnisse im Sprint teilweise übernommen.
Kann man von dem Sport ‘Leichtathletik‘ in Deutschland leben?
Das wird immer schwieriger. Sponsorenverträge gehen zurück und auch die lukrativen Meetings sterben, wie in Nürnberg oder in
Köln.
Sie brauchen viel Zeit für Ihren Sport, wie verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt?
Ich arbeite bei den Stadtwerken in Wattenscheid, habe dort einen Arbeitgeber, der viel Verständnis für den Sport aufbringt und mir
Sonderurlaub gewährt. Allerdings gehen auch meine 30 Urlaubstage komplett für den Sport drauf. Es gehört also auch eine Portion
Idealismus dazu. Ich habe aber durch den Sport viel geboten bekommen wie zum Beispiel Reisen um die ganze Welt.
Werden Sie denn vom DLV oder der Deutschen Sporthilfe unterstützt?
Der DLV wollte uns zuerst nur einen Zuschuss von 80 Euro für ein Trainingslager gewähren. Es wurde dann aber ein Sonderantrag
beim DLV gestellt und dieser wurde genehmigt – wegen der Weltmeisterschaft im August in Paris und der Olympiade 2004.
Dadurch wurde ein Aufenthalt auf Teneriffa schließlich ganz unterstützt. Die finanzielle Zuwendung der Deutschen Sporthilfe ist
gestaffelt, um sie voll auszuschöpfen, muss man die 100 m in 10,06 s laufen. Nur: Wenn man so schnell ist, braucht man keine
Sporthilfe mehr, dann kann man sich durch Meetings, Antrittsgelder, und Werbeeinnahmen finanzieren.
Wie beurteilen Sie das Sportfest hier in Zeven?
Ich habe von anderen Aktiven schon von Zeven gehört von der schnellen Bahn, von der athletenfreundlichen Organisation und kann
das nur bestätigen und den Zevenern ein Kompliment machen. Die Möglichkeit, an zwei aufeinander folgenden Tagen starten zu
können, ist einmalig in Deutschland. Auch die Flexibilität in der Wettkampfleitung hat mich überrascht.
Werden wir Sie nächstes Jahr wieder in Zeven begrüßen können?
Auf jeden Fall.

ZEVENER ZEITUNG vom 18. Juni 2003
„Hoffe, WM-Norm zu unterbieten”
ZZ-Interview mit der zur Zeit schnellsten deutschen Hürdensprinterin Juliane Sprenger
Zeven. Im Rahmen des 22. Nationalen Pfiigstsportfestes der LAV Zeven führte die LAV-Vorsitzende Mara Zabei für unsere Zeitung
ein Interview mit Juliane Sprenger, der zur Zeit schnellsten deutschen Hürdensprinterin.
Zevener Zeitung: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Sieg und der phantastischen Zeit von 13,07 Sekunden.
Sprenger: Vielen Dank, ich bin auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Jahresbestzeit. In Osnabrück waren es 13,18 Se-
kunden und hier in Zeven gab es für mich eine erneute Verbesserung.
Wie beurteilen Sie Ihre Leistung in Hinblick auf die WM in Paris?
Die Teilnahme dort ist natürlich mein Ziel für dieses Jahr. Dass ich in dieser Saison schon früh in Form gekommen bin, lässt mich
hoffen, die WM-Norm von 12,96 Sekunden zu unterbieten.
Wo liegt Ihre persönliche Bestleistung?
13,00 Sekunden bin ich 2000 gelaufen, hatte dann aber mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Ich hatte Pfeiffersches
Drüsenfieber und lief zwei Jahre meiner Form hinterher, aber jetzt habe ich wieder richtig Spaß an der Leichathletik.
Wann haben Sie mit der Leichtathletik begonnen?
Eigentlich erst relativ spät. Mit neun Jahren habe ich angefangen. Zunächst lag mein Schwerpunkt beim Sprint und im Weitsprung.
In der Jugendzeit gehörte ich dem Weitsprungkader an, kam dort aber nicht richtig weiter und wechselte zum Hürdenlauf.
Wer hat Sie dann für die 100-Meter-Hürdenstrecke entdeckt?
Mein Heimtrainer Wulf Axel Struckmeyer, der mich seit neun Jahren trainiert, sah für mich dort die besseren Perspektiven. Seit
1999 gehöre ich in dieser Disziplin dem B-Kader des DLV an.
Was machen Sie beruflich?
Ich habe Lehramt für Grundschule studiert und mit dem ersten Examen abgeschlossen. Das Referendariat habe ich erst einmal
hinten angestellt. Ich möchte eine Auszeit nehmen und mich ganz auf meinen Sport konzentrieren.
Ganz auf den Sport konzentrieren – wie sieht das bei Ihnen aus?
Neun Trainingseinheiten absolviere ich die Woche, hinzu kommen die Trainingslager, dazu jetzt die Wochenenden mit Wett-
kämpfen und Meisterschaften, da bleibt wenig Zeit für andere Dinge. (nb)

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Artikel-2003 von Steffen Meinke. Permanenter Link des Eintrags.

Über Steffen Meinke

Moin, mein Name ist Steffen Meinke, ich bin seit Mitte 2016 für die technische Umsetzung der LAV Zeven Seite verantwortlich und veröffentliche regelmäßig die neusten Artikel und Ergebnisse der Aktiven. Neben dieser Aufgabe bin ich auch noch im KLV Rotenburg als Statikstiker für die Kinder und Jugendliche der Altersklassen U16 und jünger verantwortlich. Bei so viel Arbeit neben dem Platz habe ich kaum noch Zeit selbst zu trainieren, doch werdet ihr meinen Namen auch immer wieder als Athlet der LAV auf dieser Seite finden.