„Die WM kann kommen!“

Drei Silbermedaillen für Czeslaw Pradzynski und Helmut Meier bei der DM in Halle/Saale

 

Zeven/Halle. Mit drei Silbermedaillen kamen die beiden für die Leichtathletikvereinigung Zeven startenden Aktiven Czeslaw Pradzynski und Helmut Meier von der Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaft mit Bahngehen und Winterwurf zurück.

Czeslaw Pradzynski (li.) und Helmut Meier nach den erfolgreichen Finals über 60m.

Czeslaw Pradzynski (li.) und Helmut Meier nach den erfolgreichen Finals über 60m.

Nachdem in den vergangenen fünf Jahren immer Erfurt Ausrichter dieser Hallen-Meisterschaften war, fanden die diesjährigen Titelkämpfe im Brandberge Sportzentrum in Halle/Saale statt. Über 1100 Sportlerinnen und Sportler hatten die Qualifikationsnormen für die Deutschen Meisterschaften erfüllt und ihre Meldungen abgegeben. „Die Hallenser stellten bestens präparierte Sportstätten drinnen und draußen, sowie ein kompetentes und freundliches Kampfrichterteam zur Verfügung“, lobten die Athleten aus der Stadt am Walde die Ausrichter.

 

Von der LAV Zeven gingen Czeslaw Pradzynski (M55) und Helmut Meier (M65) an den Start. Für die beiden Sprinter war es gleichzeitig die Generalprobe für die in drei Wochen stattfindenden Weltmeisterschaften in Torun/Polen. Mit drei Vizemeistertiteln kehrten sie überaus erfolgreich in die Stadt am Walde zurück. „Die WM kann kommen“ so die Aussage von Pradzynski und Meier.

Siegerehrung 200m mit Helmut Meier (li.).

Siegerehrung 200m mit Helmut Meier (li.).

In der Altersklasse M55 hatte Czeslaw Pradzynski sich mit einem sehr starken Teilnehmerfeld auseinander zu setzen. Nach einem lockeren Vorlaufsieg in 8,03 sec. gab es zwei Stunden später das Finale mit allen Favoriten. Nach einem nicht optimalen Start war es am Ende für den LAV-Sprinttrainer die Silbermedaille in einer Zeit von 8,00 sec. hinter dem Titelverteidiger Reiner Heweling, LAZ Rhede (7,72 sec.). „Im letzten Jahr in meiner Altersklasse M55 noch einmal Silber bei einer Deutschen, was will man mehr“, so das Fazit von Pradzynski. Nicht so erfolgreich lief es dann am Abend über die 200m. Trotz guter Trainingsleistungen stand am Ende ein sechster Platz in 27,34 sec. zu Buche.

Siegerehrung 60m mit Czeslaw Pradzynski (li.).

Siegerehrung 60m mit Czeslaw Pradzynski (li.).

„Bloß nicht wieder sechs vierte Plätze wie im letzten Jahr bei Deutschen Meisterschaften in der Halle und auf der Bahn“, so der Heeslinger Helmut Meier (M65). Daher hatte er sein Trainingspensum noch einmal gesteigert und auch viel mit den jugendlichen Leichtathleten der LAV trainiert. Das sollte sich dann auch auszahlen. Im Finale der schnellsten Sprinter Deutschlands über 60m erreichte er in 8,43 sec. Platz zwei hinter Rudolf König, Saalfelder LV (8,14 sec.) und vor Kurt Fischer, Unterländer LG (8,50 sec.). Dabei war Helmut Meier zwei Zehntel schneller als noch vor einem Jahr in Erfurt.

 

Am Abend über die 200m war von Helmut Meier als Ziel die Bronzemedaille eingeplant. Aber auch hier wurde es wieder Silber in einem spannenden Rennen in 27,90 sec. Sein Freund und Dauerkonkurrent, Karl Dorschner, musste leider wegen Übertreten der Linie disqualifiziert werden. „Sonst wäre es wohl Bronze geworden“, so der Athlet aus Heeslingen. Am zweiten Tag über die 400m war dann bei ihm doch die Luft und die Kraft raus. Trotzdem gab es Platz vier in 66,81 sec.

Siegerehrung 60m mit Helmut Meier (li.).

Siegerehrung 60m mit Helmut Meier (li.).

Pradzynski und Meier freuen sich jetzt auf die Hallenweltmeisterschaften in Torun, in einer der größten und modernsten Leichtathletikhallen Europas. Hier haben 4000 Athleten aus 80 Nationen gemeldet. „Durch unsere Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften dürften wir uns auch für die 4 x 200m Staffel des Deutschen Leichtathletikverbandes qualifiziert haben“, so die beiden LAV-Sprinter. Das wird sicherlich ein ganz besonderes Erlebnis, denn dort laufen die Zevener dann im Trikot des DLV gegen Sprint-Nationen wie zum Beispiel die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich und Polen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Artikel-2019 von Steffen Meinke. Permanenter Link des Eintrags.

Über Steffen Meinke

Moin, mein Name ist Steffen Meinke, ich bin seit Mitte 2016 für die technische Umsetzung der LAV Zeven Seite verantwortlich und veröffentliche regelmäßig die neusten Artikel und Ergebnisse der Aktiven. Neben dieser Aufgabe bin ich auch noch im KLV Rotenburg als Statikstiker für die Kinder und Jugendliche der Altersklassen U16 und jünger verantwortlich. Bei so viel Arbeit neben dem Platz habe ich kaum noch Zeit selbst zu trainieren, doch werdet ihr meinen Namen auch immer wieder als Athlet der LAV auf dieser Seite finden.