Detlef Wickmann beendet Leichtathletikkarriere mit Bronze bei den Deutschen Meisterschaften

Silber und Bronze für Helmut Meier im Sprint, Silber für Melinda Dènes über die Hürden

Zeven/Leinefelde-Worbis. Am vergangenen Wochenende war die thüringische Kleinstadt Leinefelde-Worbis zum zweiten Mal nach 2016 Austragungsort der Deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterschaften. Wie immer bei großen Meisterschaften, war auch die Leichtathletikvereinigung Zeven (LAV Zeven) mit einem kleinen, aber sehr erfolgreichen Team vertreten.

Für die Titelkämpfe im Leinesportpark hatten fast 1300 Athletinnen und Athleten ihre Meldungen abgegeben. Leider war es bei Temperaturen um die 15 Grad und überwiegend Dauerregen kein wirklich passendes Leichtathletikwetter für die Aktiven und die zahlreichen Zuschauer. Trotzdem kehrten Melinda Dènes (W40), Czeslaw Pradzynski (M55), Helmut Meier (M65) und Detlef Wickmann (M70) mit vier Medaillen sowie zwei vorderen Plätzen in die Stadt am Walde zurück.

Melinda Dènes (Mitte) im Kampfmodus.

Melinda Dènes (Mitte) im Kampfmodus.

Für Melinda Dènes (W40) ging es bereits am Freitag um die Medaillenvergabe über 80m Hürden. Es war ihr erster Wettkampf in diesem Jahr. Entsprechend aufgeregt war sie daher auch vor dem Start. Pünktlich vor dem Startschuss fing auch noch der große Regen an. Groß war die Freude dann im Ziel über den Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft in einer Zeit von 12,77 sec. hinter Jennifer Gartmann, LG Westerwald (11,94 sec.) und vor Bettina Belau (13,82 sec.) von der LC Lübeck. „War doch alles gar nicht so schlimm“, so ihr Kommentar nach dem Zieleinlauf.

Siegerehrung 80m Hürden mit Melinda Dènes (li.).

Siegerehrung 80m Hürden mit Melinda Dènes (li.).

Czeslaw Pradzynski (M55) hatte es im letzten Jahr seiner Altersklasse mit einem sehr großen und starken Feld zu tun. Trotzdem erreichte er über 100m locker das Finale. Hier wurde es dann ganz spannend, denn alle Zeiten lagen sehr dicht zusammen. Mit einer Zeit von 12,83 sec. fehlten dem Zevener Leichtathletiktrainer am Ende nur 1/100 sec. an Bronze. „Ist natürlich ärgerlich, aber über 100m geht es immer sehr eng zu“, so Pradzynski. Über 200m gab es für ihn dann noch eine neue Jahresbestzeit von 26,69 sec. und am Ende Platz neun.

Die LAV Sprinter Czeslaw Pradzynski (li.) und Helmut Meier.

Die LAV Sprinter Czeslaw Pradzynski (li.) und Helmut Meier.

Im vierten Jahr seiner Altersklasse M65 hatte der Heeslinger Helmut Meier seine Meldungen über 100m, 200m und 400m abgegeben. Etwas überraschend gewann er seinen Vorlauf über 100m in 13,46 sec. Im Finale der schnellsten deutschen Sprinter konnte er sich dann noch auf die Saisonbestleistung von 13,13 sec. steigern. Am Ende gab es Platz vier mit einem Rückstand von lediglich 3/100 sec. auf Platz drei. Der Sieger, Rudolf König vom Saalfelder LV, lief die großartige Zeit von 12,64 sec. Groß war die Freude dann am Samstag über eine völlig unerwartete Silbermedaille über die Stadionrunde in einer Zeit von 62,76 sec. hinter dem neuen Deutschen Meister Karl Dorschner vom TV 1848 Coburg (61,37 sec.). „Eine Hammerzeit. So schnell bin ich schon lange nicht mehr die 400m gelaufen. Immerhin habe ich mit Rudolf König den aktuellen Hallenweltmeister von Torun geschlagen“, so Helmut Meier total kaputt im Ziel. Die fast erwartete Bronzemedaille schaffte der Heeslinger dann am Sonntag über 200m in 27.45 sec. und egalisierte damit seine Saisonbestzeit.

Detlef Wickmann (Nr. 511) Finale 800m kurz vor dem Ziel

Detlef Wickmann (Nr. 511) Finale 800m kurz vor dem Ziel

Nach 50 Jahren aktiver Leichtathletik wollte der Tarmstedter Detlef Wickmann (M70) bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften seine erfolgreiche Karriere möglichst mit einer Medaille über seine Lieblingsstrecke, die 800m, beenden. Dieses Vorhaben gelang ihm dann auch mit dem Gewinn der Bronzemedaille in einer Zeit von 2.43,39 min. Fast wäre ihm noch die Vizemeisterschaft gelungen. Am Ende fehlte dann doch etwas die Kraft und Karl-Heinz König vom TV Refrath zog noch auf den letzten Metern vorbei. „Nach einer nicht optimalen Vorbereitung bin ich damit sehr zufrieden“, so der Tarmstedter zu seinen LAV-Kollegen.

Nach dem Zieleinlauf Finale 200m M65 mit Helmut Meier (Nr. 509)

Nach dem Zieleinlauf Finale 200m M65 mit Helmut Meier (Nr. 509)

Für die LAV-Senioren geht somit eine überaus erfolgreiche Meisterschaftssaison mit vielen Titeln und vorderen Platzierungen zu Ende. Jetzt ist erst einmal Erholung angesagt.

 

Siegerehrung 400m mit Helmut Meier (li.)

Siegerehrung 400m mit Helmut Meier (li.)

Zieleinlauf 100m M65 mit Helmut Meier auf Bahn 6.

Zieleinlauf 100m M65 mit Helmut Meier auf Bahn 6.

Siegerehrung 200m mit Helmut Meier (re.)

Siegerehrung 200m mit Helmut Meier (re.)

Zieleinlauf Finale 200m mit Helmut Meier (Nr. 509)

Zieleinlauf Finale 200m mit Helmut Meier (Nr. 509)

Text: privat (Helmut Meier)

Alle Fotos: Rita Meier

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Artikel-2019 von Steffen Meinke. Permanenter Link des Eintrags.

Über Steffen Meinke

Moin, mein Name ist Steffen Meinke, ich bin seit Mitte 2016 für die technische Umsetzung der LAV Zeven Seite verantwortlich und veröffentliche regelmäßig die neusten Artikel und Ergebnisse der Aktiven. Neben dieser Aufgabe bin ich auch noch im KLV Rotenburg als Statikstiker für die Kinder und Jugendliche der Altersklassen U16 und jünger verantwortlich. Bei so viel Arbeit neben dem Platz habe ich kaum noch Zeit selbst zu trainieren, doch werdet ihr meinen Namen auch immer wieder als Athlet der LAV auf dieser Seite finden.