LAV-Trio bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt erfolgreich

Bronze-Medaille für Czeslaw Pradzynski, gute Finalplatzierungen für Melinda Mester und Helmut Meier

Ergebnisse

Czeslaw Pradzynski, Melinda Mester und Helmut Meier

Czeslaw Pradzynski, Melinda Mester und Helmut Meier

Zeven/Erfurt. Schon zum fünften Mal in Folge war Erfurt der Austragungsort der Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften. Rund 1.030 Seniorinnen und Senioren hatten für die Titelkämpfe in Thüringens Landeshauptstadt ihre Meldung abgegeben, um am vergangenen Wochenende ihre Meisterinnen und Meister in den Hallenwettbewerben und in den Wurfdisziplinen zu ermitteln. Trotz Grippe- und Erkältungswelle gingen auch fast alle gemeldeten Athleten an den Start.

 

Von der Leichtathletikvereinigung Zeven (LAV) waren diesmal Melinda Mester (W40),  Czeslaw Pradzynski (M55) und Helmut Meier (M65) nach Erfurt gereist. Das Trio ging – trotz fehlender Hallenerfahrung – bestens vorbereitet in die Wettkämpfe. Wie in den vergangenen Jahren waren, nach Auskunft von Helmut Meier, die Thüringer auch in diesem Jahr wieder hervorragende Gastgeber. Hierfür gab es viel Lob von allen Seiten. „Gerne immer wieder Erfurt“, so die drei LAV-Athleten, zumal auch die Stadt sehr viel zu bieten hat.

Melinda Mester bei ihrem Lauf über die 200m

Melinda Mester bei ihrem Lauf über die 200m

In der Altersklasse W40 hatte LAV-Neuzugang Melinda Mester ihre Meldungen über 60m, 200m und 60m Hürden abgegeben. Die Qualifikationsnormen hatte sie vor einigen Wochen bei den Hamburger Meisterschaften erfüllt. Erfurt war also ihr erster Start bei einer Deutschen Meisterschaft im Trikot der Leichtathletikvereinigung. Nach einem ordentlichen Vorlauf über 60m qualifizierte sie sich locker für den Endlauf und erreichte dort Platz sechs in einer Zeit von 8,59 sec. Am späten Nachmittag standen dann die Final-Endläufe über 200m an. Hier verfehlte sie die Bronzemedaille mit Platz vier in starken 28,67 sec. nur ganz knapp. Dieser erste Tag hatte dann aber auch sehr viel Kraft gekostet, so dass die angestrebte Medaille über 60m Hürden am Sonntag doch nicht mehr geschafft wurde. Es reichte aber immer noch für einen guten fünften Platz. „Ich hatte mir insgesamt etwas mehr ausgerechnet, bin aber mit den Ergebnissen ganz zufrieden“ so Melinda Mester. Immerhin waren es Deutsche Meisterschaften. Und da geht die sprichwörtliche Post ganz schön ab.

Helmut Meier: Nach dem Finale 60m M65 mit Helmut Meier. Platz 5. Der neue Deutsche Meister Rudolf König lief einen neuen Deutschen Rekord. Startnummer 944. 7.94 sec. für König.

Helmut Meier: Nach dem Finale 60m M65 mit Helmut Meier. Platz 5. Der neue Deutsche Meister Rudolf König lief einen neuen Deutschen Rekord. Startnummer 944. 7.94 sec. für König.

Über die 60m in der Altersklasse M55 war in der Leichtathletikhalle am Steigerwaldstadion ein sehr starkes Teilnehmerfeld gemeldet. So musste es 3 Vorläufe geben, um die Endlaufteilnehmer zu ermitteln. Czeslaw Pradzynski gewann seinen Vorlauf in 7,98 sec. und qualifizierte sich für das Finale. Der Titelverteidiger der letzten Jahre lieferte sich ein sehr spannendes Finale mit seinen Kontrahenten. Neuer Deutscher Meister wurde schließlich Reiner Heweling, LAZ Rhede, in 7,55 sec. Spannend bis ins Ziel war es bei den Plätzen zwei und drei. Am Ende gewann Michael Schweinert (TSV Fahrdort) Silber in 7,89 sec. vor Czeslaw Pradzynski in 7,90sec. „Bronze ist auch in Ordnung“ so Pradzynski nach dem Lauf. Immerhin war er ältester Teilnehmer im Finallauf. Über die 200m am Abend war ein noch stärkeres Feld am Start. Hier erreichte Pradzynski einen guten sechsten Platz.

 

In der Altersklasse M65 ging der Heeslinger Helmut Meier ebenfalls als Titelverteidiger und 2-facher Staffel-Europameister von Aarhus über die 60m an den Start. Nach einem mäßigen Vorlauf konnte er sich auch im Finale nur noch auf eine Zeit von 8,59 sec. steigern und somit Platz fünf erreichen. Den Titel gewann Rudolf König vom Saalfelder LV mit einem neuen deutschen Hallenrekord in 7.95 sec. „Da kann ich im dritten Jahr in meiner Altersklasse nicht mehr mithalten“, so der Heeslinger. Die 200m am Abend waren mit dem erwarteten vierten Platz in 27,81 sec. dann wieder in Ordnung. Auch mit Platz vier am Sonntag über 400m in 64,79 sec. war Meier zufrieden.

Finale mit Czeslaw

Finale mit Czeslaw

Insgesamt war es für die drei LAV-Sprinter eine gelungene Veranstaltung. Die Hallensaison ist damit beendet. Nach einer kurzen Erholungsphase beginnt dann die Vorbereitung auf die Bahnsaison. Eine kleine Begebenheit am Rande: Die 2-fache Olympiasiegerin Heike Drechsler stellte sich als Helferin beim Weitsprung zur Verfügung. Außerdem durften die beiden Söhne von Melinda Mester ein Foto mit ihr machen. „Das ist Leichtathletik in Thüringen. Daher sind wir auch immer wieder gerne in dieser schönen Stadt“, so Helmut Meier.

 

 

Text: H. Meier

Fotos 01/02/03: Mester

Fotos 04/05/06: Meier

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Artikel-2018 von Steffen Meinke. Permanenter Link des Eintrags.

Über Steffen Meinke

Moin, mein Name ist Steffen Meinke, ich bin seit Mitte 2016 für die technische Umsetzung der LAV Zeven Seite verantwortlich und veröffentliche regelmäßig die neusten Artikel und Ergebnisse der Aktiven. Neben dieser Aufgabe bin ich auch noch im KLV Rotenburg als Statikstiker für die Kinder und Jugendliche der Altersklassen U16 und jünger verantwortlich. Bei so viel Arbeit neben dem Platz habe ich kaum noch Zeit selbst zu trainieren, doch werdet ihr meinen Namen auch immer wieder als Athlet der LAV auf dieser Seite finden.