Mein erstes Jahr in der neuen Altersklasse M65

 

Ein Bericht von Helmut Meier

Helmut Meier blickt auf das Wettkampfjahr 2016 zurück

Helmut Meier blickt auf das Wettkampfjahr 2016 zurück

Da ich am 21.11.1951 geboren wurde, durfte ich noch fast die ganze Saison über als 64-jähriger in der neuen Altersklasse M65 an den Start gehen. Das traf allerdings auch auf meinen Freund und Dauerkonkurrenten Karl Dorschner vom TV 1848 Coburg zu. So lieferten wir beide uns bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt sowie bei den Deutschen Meisterschaften in Worbis-Leinefelde manch spannende Auseinandersetzung. Allerdings hatte der liebe Karl, wenn wir denn gemeinsam das Ziel erreichten, immer die Nase vorn. Nur über die 60 Meter in der Halle überließ er mir den Titel, da war er einfach zu schnell und fabrizierte einen Fehlstart. Trotzdem war ich mit 5 Deutschen Vizemeistertiteln sowie einer Deutschen Meisterschaft doch sehr zufrieden, zumal die gelaufenen Zeiten recht ordentlich waren. Der Lohn sind jeweils Platz 2 in der Deutschen Bestenliste über 60, 100, 200 und 400 Meter. Trotzdem fühlten sich die vielen zweiten Plätze doch ein bißchen wie Platz „4“ an, die gab es meistens oder häufig in den letzten beiden Jahren in einer Altersklasse, inzwischen 24 in ca. 20 Jahren Leichtathletik.

Fazit: Deutscher Meister (immerhin 14 mal) werden ist gar nicht so einfach, und so soll es ja auch sein. Außerdem braucht man doch immer wieder neue Ziele, um sich zu motivieren.

Da ich in den letzten Jahren fast ausschließlich alleine trainiert habe, ließ hier die Motivation zuletzt doch etwas nach. Immer alleine, und das mehrmals bei einer Trainingseinheit, um den Platz zu rennen, macht auch nicht unbedingt Spaß. In einem Gespräch sagte mir dann Hans-Hermann Neblung, „komm doch mit zu meinen Youngstern“. Das habe ich inzwischen getan und trainiere 1 bis 2 mal pro Woche mit den jungen Aktiven und den Rest, wie zuvor, alleine. Das macht mir sehr viel Spaß und hält jung, bin ja auch nur so ungefähr 40 bis 50 Jahre älter als die Jungs und Mädels. Meine steifen Knochen machen nicht mehr alles mit, Hürden muß ich zum Beispiel bei H.-H. auch nicht laufen. Beim Training bekomme ich dann des öfteren zu hören „Helmut, hör auf deinen Körper“.

Besonders gefällt mir an dieser jungen Truppe, dass alle sehr höflich, nett und freundlich sind, außerdem begeistern mich die Themen während des Einlaufens immer wieder. Die wissen einfach überall Bescheid und sind gut gebildet, also nicht nur Smart-Phone, Fernsehen und Sofa. Es macht einfach Freude, denen zuzuhören oder sich mit ihnen zu unterhalten.

Ich denke, wir können alle zufrieden sein, dass es die LAV Zeven mit ihren qualifizierten Trainern, Betreuern, Vorstand und motivierten Sportlerinnen und Sportlern gibt.

Auch wenn wir in den letzten Jahren etwas weniger Aktive geworden sind, wir sind nach wie vor ein starker Verein.

Ich persönlich freue mich auf ein erfolgreiches und hoffentlich gesundes 2017, was ich natürlich auch allen anderen wünsche. Insbesondere freue ich mich neben den nationalen Meisterschaften auf einen Start bei den Europameisterschaften der Leichtathletik-Senioren in Aarhus/Dänemark. Hotel am Strand ist bereits gebucht. Aarhus ist übrigens im nächsten Jahr Kulturhauptstadt Europas, auch daher wird sich die Fahrt nach Dänemark sicherlich lohnen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Artikel-2016 von Steffen Meinke. Permanenter Link des Eintrags.

Über Steffen Meinke

Moin, mein Name ist Steffen Meinke, ich bin seit Mitte 2016 für die technische Umsetzung der LAV Zeven Seite verantwortlich und veröffentliche regelmäßig die neusten Artikel und Ergebnisse der Aktiven. Neben dieser Aufgabe bin ich auch noch im KLV Rotenburg als Statikstiker für die Kinder und Jugendliche der Altersklassen U16 und jünger verantwortlich. Bei so viel Arbeit neben dem Platz habe ich kaum noch Zeit selbst zu trainieren, doch werdet ihr meinen Namen auch immer wieder als Athlet der LAV auf dieser Seite finden.