Vier Titelgewinne für Zevener Senioren bei den 14. norddeutschen Meisterschaften in Celle

 

 
 

                                             LAV Zeven – Pressewart

Joachim Hickisch

Mulmshorner Weg 15

27356 Rotenburg

Rotenburg, 05-06-29

Ergebnisse

 

Vier Titelgewinne für Zevener Senioren bei den 14. norddeutschen

Meisterschaften in Celle

 

johi

Celle/Zeven: Rund 650 Athleten aus acht Bundesländern trafen in Celle im Kampf um den Titel eines

norddeutschen Meisters aufeinander. Mit Mark Kölzow (M35), Hans-Georg Müller und Czeslaw Pradzynski 

(beide M45) sowie Joachim Hickisch, Helmut Meier und Jürgen Umann (alle M50) war die LAV Zeven exakt mit

demselben Sextett vertreten, das auch bei den Landesmeisterschaften in Wunstorf erfolgreich war. Und

nach absoluten Topleistungen ließen auch diesmal die Erfolge nicht lange auf sich warten. Mit vier Titeln, vier

zweiten, zwei dritten und weiteren Finalplätzen wurde die Heimreise angetreten.

 

   Auf ganz starke Konkurrenz, unter anderem dem deutschen Meister Meinert Möller aus Kiel traf Mark Kölzow bei seinen Starts über

die 100 und 200 Meter. Aber der zweifache Landesmeister bestach mit Spitzenleistungen. 11,79 Sekunden im Endlauf über die 100 Meter

sowie 23,44 Sekunden über die 200 Meter (Möller 22,55 Sekunden!) bedeuteten jeweils Platz drei, wobei Kölzows Zeit über die 200 Meter im

vergangenen Jahr nur von sechs Aktiven seiner Altersklasse überboten wurde.

   Viel vorgenommen hatte sich der Ex-Olympiateilnehmer und mehrfache deutsche Seniorenmeister Czeslaw Pradzynski für seine Starts in

Celle, sollten diese doch ein letzter Test für die DM in Schweinfurt sein. Aber im Endlauf über die 100 Meter spielte plötzlich die Achillessehne

nicht mehr mit. Schmerzverzehrt gab der Bremervörder auf – alle Saisonziele müssen nun ad acta gelegt werden.

   Mit 59,16 Sekunden über die Viertelmeile lief Hans-Georg Müller ein starkes Rennen, dass mit Platz fünf belohnt wurde. Für ihn war dies ein

erfolgreicher Test für die am Samstag in Spanien ausgetragenen Ärzteweltmeisterschaften. Bedingt durch den Ausfall Pradzynskis rückte

 der Gifhorner als Startläufer in die 4×100-Meterstaffel. Zwar nun ohne Siegeschance gegen den Topfavoriten OTB Osnabrück lief das

im Schnitt 51 Jahre alte Quartett Müller, Umann, Hickisch, Meier nach guten Wechseln in 48,33 Sekunden als Vizemeister der M40 ins Ziel.

   Nach der kurzfristigen Absage von Favorit Frank Kindermann aus Wolfenbüttel war klar, dass die Entscheidung um den Titel eines

Sprinterkönigs in der M50 nur zwischen den Vereinskonkurrenten Meier und Umann fallen konnte. Und beide machten es wieder richtig

spannend. Ganz knapp, in 12,83 zu 12,88 Sekunden hatte diesmal der Heeslinger Meier die Nase vorn und verteidigte damit erfolgreich seinen

im Vorjahr in Berlin errungenen Titel.

   Mit seinen Startwünschen in der Reihenfolge Weitsprung, 800 und 400 Meter, 4×100-Meter sowie 200 Meter rief Joachim Hickisch heftiges

Kopfschütteln bei seinem Coach Hans-Hermann Neblung hervor – aber das Ergebnis mit zwei Titeln und drei zweiten Plätzen sprach dann für sich.

  Ganz knapp die Entscheidung im Weitsprung.

  Hier landete der Rotenburger bei 5,53 Metern und lag damit nur sechs Zentimeter hinter seinem

langjährigen Konkurrenten Ammrich aus Löningen zurück. 15 Minuten später der Start über die 800 Meter. Hier sah der Klein Ilseder Bußmann

150 Meter vor dem Ziel bei einem Vorsprung von 40 Metern wie der sichere norddeutsche Titelträger aus. Aber mit einem fulminanten

Schlussspurt lief Hickisch in der Topzeit von 2:15,35 Minuten überlegen als Sieger ins Ziel. Ähnlich die Vorstellung über die 400 Meter, nur

kurz nach dem Ende des Staffellaufs. Ein Vorsprung von 20 Metern auf der Zielgerade war für Claus Wildemann aus Brandenburg zu

wenig, hier betrug die Siegeszeit des Rotenburgers am Ende 57,97 Sekunden.

   Ganz ganz spannend dann der abschließende 200-Meterlauf. Auch hier zog Hickisch erst nach 100 Metern an dem stark agierenden Auricher

Kaun vorbei und lief anscheinend als Erster ins Ziel. Aber ganz auf der Außenbahn hatte Jürgen Umann seine letzten Reserven mobilisiert

und mit 26,02 Sekunden gleich 3/100 Hundertstel Vorsprung vor Hickisch die Zeitmessung aktiviert. Damit dominierten gleich drei verschiedene

LAV-Aktive die Strecken von 100 – 800 Metern. Etwas enttäuscht Helmut Meier, ausgepowert reichte es für ihn diesmal mit einer Zeit von 26,37

Sekunden nur für Platz vier.

   Nach seinen guten Saisonleistungen geht Mark Kölzow nun erstmals bei einer deutschen Meisterschaft an den Start, die für seine Altersklasse

in Schweinfurt ausgetragen wird. Ebenfalls für die DM, sie findet in Vaterstetten bei München statt, hat Joachim Hickisch gemeldet. Mit seinen

zuletzt gezeigten Leistungen über die 400 und 800 Meter sowie im Weitsprung hätte er sich im letzten Jahr unter den ersten acht seiner Altersklasse platziert.

Vizemeister 4x100m Staffel M 40 – Helmut Meier, Hans-Georg Müller, Joachim Hickisch und Jürgen Umann

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Artikel-2005 von Steffen Meinke. Permanenter Link des Eintrags.

Über Steffen Meinke

Moin, mein Name ist Steffen Meinke, ich bin seit Mitte 2016 für die technische Umsetzung der LAV Zeven Seite verantwortlich und veröffentliche regelmäßig die neusten Artikel und Ergebnisse der Aktiven. Neben dieser Aufgabe bin ich auch noch im KLV Rotenburg als Statikstiker für die Kinder und Jugendliche der Altersklassen U16 und jünger verantwortlich. Bei so viel Arbeit neben dem Platz habe ich kaum noch Zeit selbst zu trainieren, doch werdet ihr meinen Namen auch immer wieder als Athlet der LAV auf dieser Seite finden.