Presseartikel Pfingsten 2004

ZEVENER ZEITUNG vom 28. Mai 2004
Diesjähriges Pfingstsportfest soll alle Rekorde brechen
Gleich eine Vielzahl deutscher Top-Leichtathleten am Sonnabend und Sonntag in Zeven am Start
Zeven (nb). „Wer Pfingsten noch nicht in Zeven war, der hat was versäumt.“ Mit diesen Worten begann im vergangenen Jahr der
Rückblick auf das 22. Leichtathletik-Meeting im Leichtathletikmagazin. Viele Aktive aus ganz Deutschland scheinen dies als
Aufruf verstanden zu haben, nach Zeven zu kommen, denn mit 167 Vereinen und 887 Teilnehmern ist das 23. Nationale Pfingst-
sportfest besser besucht als je zuvor. Der Teilnehmerrekord wird an der fieberhaften Suche nach einem weiteren Hürdensatz
deutlich, denn was für die 100-Meter-Vorläufe schon lange gilt, wird erstmalig auch für die Hürdensprinter nötig: Ein Start auf
beiden Geraden gleichzeitig. Ein perfekt ausgearbeiteter Zeitplan, ein gut eingespieltes Helferteam auf dem Platz und nicht zu-
letzt ein schnell arbeitendes Wettkampfbüro sind die Voraussetzungen, eine solche Veranstaltung erfolgreich zu bestreiten.
Da die Zevener Bahn an der Kanalstraße als schnell und die Wettkampfleitung als flexibel und sportlerfreundlich gilt, sowie die
Möglichkeit, an zwei aufeinander folgenden Tagen starten zu können, einmalig in Deutschland ist, finden wieder viele Top-Ath-
leten den Weg nach Zeven. Natürlich werfen hierbei auch die Olympischen Spiele 2004 ihre Schatten voraus, denn viele Athleten
wollen mit Erreichen der Olympianorm den Weg nach Athen antreten.
Schielke und Blume am Start
So wird der Hürdenkader des Deutschen Leichtathletikverbandes mit Jerome Crews, Jan Schindzielorz und David Filipowski in
Zeven über 110 Meter Hürden an den Start gehen. Und auch Deutschlands zurzeit schnellste Sprinter mit Alexander Kosenkow
(10,14s), Marc und Holger Blume sowie Jan Schulte vom TV Wattenscheid haben gemeldet und werden versuchen, die 100
Meter so schnell wie möglich anzugehen. Der Gelsenkirchener Sebastian Ernst, im Vorjahr vor dem Zevener Timm Müller Ge-
winner der 200 Meter, will an seine guten Leistungen der Hallensaison, die er bei der WM in Budapest mit Erreichen des End-
laufs krönte, anknüpfen.
Da mit Sina Schielke, Sandra Möller und Katchi Habel auch der Frauensprint sehr gut besetzt ist, werden an beiden Tagen neue
Pfingstsportfestrekorde zu erwarten sein. Besonders gespannt ist man in Zeven auf den Auftritt des National Sprintteams aus
Singapur, das die Veranstaltung in Zeven als einen ersten Testlauf für die Olympischen Spiele im August nutzt.
Ein Höhepunkt des ersten Wettkampftages werden mit Sicherheit die 400-Meter-Läufe in allen Altersklassen sein. Bei der männ-
lichen Jugend A hat Claas Caspers vom Heidmühler SV eine phantastische Zeit von 47,63 Sekunden stehen. Ein spannendes
Rennen ist auch bei den Männern zu erwarten, bei dem sieben Starter mit einer Zeit unter 48 Sekunden gemeldet sind – unter
ihnen Ralf Riester vom OSC Berlin und der Bremer Lars Figura, der im Trikot des VfL Wolfsburg antritt.
Timm Müller kann sich bei seinen Starts am Sonnabend über 100 und am Sonntag über 200 Meter der Unterstützung seiner
Fans sicher sein, doch wird es für ihn in seinem ersten Jahr in der Männerklasse schwer werden, zumal er aufgrund der Abitur-
vorbereitungen erst einen Trainingsrückstand aufarbeiten muss. Unter seinen Gegnern wird sich auch Till Helmke vom TSV Fried-
berg-Fauerbach befinden, der beim Sportfest in Jena vergangenes Wochenende mit 20,79 Sekunden eine Superzeit über 200
Meter vorgelegt hat und die Olympiaqualifikation damit nur um zwei Zehntel verfehlte.
Zevener Hoffnungen
Mit Mark Kölzow hat die LAV einen weiteren 100-Meter-Sprinter am Start. Das Feld der Zevener Läufer komplettieren Marleena
Schulz aus Wilstedt, die sich am Samstag über 1500 Meter und am Sonntag auf der 800-Meter-Strecke in einem starken Feld
behaupten muss, und Kenneth Gerschler, der ebenfalls zwei Stadionrunden angehen will. Die frisch gekürte Bezirksmeisterin
Carina Köster und Robin Willert werden erst am Sonntag zu ihrer Paradedisziplin, dem Speerwurf, antreten.
Auch in den Wurfdisziplinen sind – unter anderem mit Ralf Mordhorst von der LG Wedel-Pinneberg im Diskuswurf, der mit einer
Bestweite von 61,64 Metern gemeldet ist – starke Athleten am Start. Im Speerwurf wird beim Wettbewerb der männlichen Jugend
A das Augenmerk der Zevener auf Sascha Cordes aus Wiepenkathen gerichtet sein, der mit hervorragenden 68,68 Metern von
den Halleschen Werfertagen zurückgekehrt ist. Top-Athlet in dieser Disziplin ist bei den Männern Jonas Baseda vom SV Grün-
Weiss Harburg, der in der Lage ist, den Speer jenseits der 70-Meter-Marke zu werfen.
Die Vorbereitungen für das Großereignis sind fast abgeschlossen. Den weiteren Hürdensatz hat die LAV vom TuS Rotenburg
ausgeliehen. Mehr als 80 Schiedsrichter, Kampfrichter und Helfer werden an jedem der beiden Tage benötigt, damit die Sportler
und ihre mitgereisten Trainer und Betreuer optimale Bedingungen an den Wettkampfstätten vorfinden. In jedem Fall wird es
wieder sehr guten Sport zu sehen geben, der viele Zuschauer auf die Anlage an der Kanalstraße locken wird. Selten hat man die
Möglichkeit, so dicht an Deutsche Topsportler heranzukommen.

ZEVENER ZEITUNG vom 1. Juni 2004
Den Spitzensportlern einmal ganz nah sein
Pfingstsportfest der LAV Zeven mit der deutschen Leichtathletik-Elite  
Zeven (nb). Es waren zwei Tage voller sportlicher Höchstleistungen, die die Aktiven den Zuschauern beim Zevener Leichtathletik-
Pfingstsportfest auf der Sportanlage an der Kanalstraße boten. Neben dem Erreichen der Olympianorm durch Till Helmke gab es
viele persönliche Bestleistungen zu bestaunen. 917 Athleten aus 171 Vereinen hatten aus ganz Deutschland den Weg in die
Stadt am Walde gefunden und zeigten sich bei optimalen äußeren Bedingungen sehr zufrieden mit ihren Wettkämpfen. Das wird
bestätigt durch 15 neue Pfingstsportfestrekorde. In unserem heutigen Bericht widmen wir uns den Ereignissen des ersten Wett-
kampftages.
83 Meldungen waren beim Veranstaltungsleiter der LAV über die kurze Sprintstrecke eingegangen, zwölf Vorläufe waren daher
notwendig. Dabei wurde die Klasse des Feldes schnell deutlich, blieben doch alle Aktiven der ersten fünf Zeitvorläufe unter 11
Sekunden. Den spannenden A-Endlauf gewann Till Helmke vom TSV Friedberg-Fauerbach in 10,36s vor dem zeitgleichen
Sebastian Ernst vom FC Schalke 04. Für beide stellte diese Zeit persönliche Bestleistung in ihrem ersten Jahr in der Männer-
klasse dar. Sebastian Ernst hatte schon in den vergangenen zwei Jahren als Jugendlicher mit seinen Läufen die Zuschauer be-
geistert, während Till Helmke seinen ersten Auftritt in Zeven mit den Worten kommentierte: „Ich bin zum ersten Mal in Zeven und
gleich ist es perfekt gelaufen.“ Timm Müller von der LAV Zeven hatte sein Training in den vergangenen Monaten hinter seine Abi-
turvorbereitungen zurückgestellt, so dass man nicht wusste, zu welcher Leistung er über die Sprintstrecke fähig war. Umso er-
freulicher war seine Zeit von 10,90s, mit der er sich eindrucksvoll zurückmeldete.
Sprinter aus Singapur
Internationales Flair bekam die Veranstaltung durch vier junge Sprinter des National Sprinterteams aus Singapur, das sich mit
ihrem deutschen Trainer intensiv auf die Asien-Games vorbereitet mit dem Ziel, die Qualifikation für die Olympischen Spiele in
Athen zu erreichen. Seng Song Poh erreichte im A-Finale hinter Holger Blume Platz vier in 10,58s und unterstrich damit seine
gute Form. Marc Blume vom TV Wattenscheid hatte seinen Vorlauf mit 10,56s deutlich gewonnen, musste im Endlauf aber nach
20 Metern verletzt aussteigen.
Rekord durch Sina Schielke
Der Auftritt der Dortmunderin Sina Schielke wurde zu einem weiteren Highlight für die Veranstaltung. Gleich im ersten Vorlauf der
Frauen über 100 Meter unterbot sie mit ihrer Zeit von 11,46s den seit 1997 bestehenden Pfingstsportfestrekord. von Grit Breuer.
Mit dieser Zeit knüpft sie an ihre Leistungen des vergangenen Jahres an. Sie gewann auch den A-Endlauf vor Katja Wakan aus
Halle (11,57s) und ihrer Vereinskameradin Katchi Habel (11,71 s). Spannend verliefen auch die 100-Meter-Läufe der Jugend-
lichen. Hier überzeugte der Wattenscheider Mario Vona, der mit 10,64s den Verdener Martin Lohmann (10,67s) knapp besiegte.
Dritter des spannenden Finishs wurde Lucien Liemann vom LC Cottbus mit 10,70s. Auch bei der weiblichen Jugend waren die
100-Meter-Läufe stark besetzt und an Spannung nicht zu überbieten. Im A-Finale setzte sich Carolin Nytra aus Hamburg mit
12.38s gegen Nina Giebel (LG Weserbergland, 12,39s) und Katharina Naumann (LG Hannover, 12,40s) und Jenny Trummer aus
Berlin mit 12,42 s durch.
Schnelle Hürdenzeiten
Alljährlich zählt der Hürdensprint zu den Attraktionen des Pfingstsportfestes. Im vergangenen Jahr weilte der Deutsche Frauen-
hürdenkader in der Stadt am Walde, in diesem Jahr war es der Hürdentrainer der Männer, der die Deutsche Spitzenklasse für
Zeven meldete. Unter den Kaderathleten waren Jerome Crews aus Mannheim und Jan Schindzielorz vom LAC Quelle Fürth/
München/Würzburg sowie David Filipowski und Kai Doskoczynski. Wie zu erwarten gewann Jerome Crews, der Führende der
Deutschen Bestenliste 2003 in 13,74 s vor Dirk Riekmann vom THW Kiel (13,79 s). Jan Schindzielorz musste verletzungsbedingt
auf den Endlauf verzichten. Der A-Jugendliche Helge Schwarzer von der LG Wennigsen/Egestorf erreichte mit 14,28 s als Sieger
im B-Endlauf die JWM-Norm. Bei der weiblichen Jugend A überzeugte einmal mehr Carolin Nytra, die mit neuem Pfingstsport-
festrekord in 13,72s über die 100-Meter-Hürdenstrecke gewann.
Sieben Meter im Weitsprung
Spannend präsentierte sich der Weitsprung bei den 16- und 17-jährigen Athleten. Lange führte der Kieler Christian Böhm mit ge-
sprungenen 7,01 m, bevor er im letzten Versuch durch Steffen Kahlert vom TuS Wunstorf mit 7,04m von Platz 1 verdrängt wurde.
Im Weitsprung der Männer siegte Christoph Stolz vom VfL Wolfsburg mit 7,31 m. Den Diskuswurf der Männer gewann erwartungs-
gemäß der Favorit Ralf Mordhorst aus Pinneberg mit 57,76m, einer Weite, mit der er jedoch nicht ganz zufrieden war.
Schnelle Stadionrunden
Die überragenden Läufer bei den Männern waren Thomas Wilhelm (SC Neubrandenburg) und Ralf Riester (OSC Berlin). Es ge-
wann Thomas Wilhelm in 47,47s vor dem Berliner, der nur 47 Hundertstel langsamer war. In dem schnellen Rennen hatte der
frühere Deutsche Meister Lars Figura, der für den VfL Wolfsburg startet, keine Chance. Einen neuen Pfingstsportfestrekord
stellte Fabian Feddern vom VfL Oldesloe bei der männlichen Jugend A mit 49,12 s auf. Sehr zufrieden zeigte sich die 17-Jährige
B-Jugendliche Antje Nagel aus Rostock, die mit 56,38 s eine neue Bestleitung erreichte.
Starke Sprintquartetts
Beim Aufruf der Staffeln galt das besondere Augenmerk den Staffeln des LAC Quelle Fürth/München/Würzburg und des OSC
Berlin, die sich mit dem Team aus Singapur messen mussten. Es gewann das Quartett des LAC Quelle in 40,55s vor den
Berlinern (41,06s) und dem Singapur National Team, das 41,11s benötigte. Bei den Frauen war das Team aus Bochum in 46,59s
erfolgreich, das damit die Qualifikationsnorm für die Deutsche Meisterschaft in Braunschweig um fast zwei Sekunden deutlich
unterbot.
Sportfestrekorde über 1500m
In den Altersklassen übergreifend nach Zeiten gesetzten Läufen boten die Favoriten der männlichen Jugend A mit Johannes
Raabe und den Männern mit Ingo Müller ein spannendes Rennen. Beide siegten in ihren Altersklassen mit neuem Pfingstsportfest-
rekord, doch hatte im direkten Vergleich der Göttinger Ingo Müller mit 3:49,08 Minuten knapp die Nase vorn vor Johannes Raabe
vom TSV Kirchdorf, der nach 3:49,89 Minuten die Ziellinie überquerte.
Hindernisläufe zum Abschluss
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung stellen die Hindersläufe dar, nicht zuletzt deshalb, weil sie auf Wettkämpfen nur sehr
selten ausgetragen werden. Besonders die jüngsten Zuschauer wollten hautnah am Geschehen dabei sein und säumten in
großer Zahl die Bahn links und rechts vom Wassergraben. Dies schien die Aktiven zu motivieren, denn mit Kerstin Kahmann
vom OFV Ostercappeln über 3000 Meter bei den Frauen und Anika Mallwitz vom TuS Wunstorf bei der weiblichen Jugend B über
1500 Meter wurden gleich zwei neue Pfingstsportfestrekorde erzielt.
Viele Helfer im Einsatz
Fast 90 Schiedsrichter und Helfer unterstützten am ersten Tag der Veranstaltung das LAV-Team und boten den Aktiven optimale
Rahmenbedingungen. Entlohnt wurden alle Freiwilligen durch das hautnahe Zusammensein mit den Stars der Deutschen Leicht-
athletik, die sich offen für Gespräche zeigten und den kleinen Autogrammjägem jederzeit zur Verfügung standen. Nach dem
letzten Startschuss begann für die Verantwortlichen die Vorbereitung auf den zweiten Wettkampftag (wir berichten in unserer
morgigen Ausgabe), der erneut großen Sport bot. Unter anderem erreichte Till Helmke die Olympianorm über 200 Meter.    

OSTFRIESISCHE NACHRICHTEN vom 1. Juni 2004
Leichtathletik: Schütte und Bergmann im Wurf nicht zu schlagen
Pfingstsportfest in Zeven   
Zeven (mü). Viele Top-Athleten, darunter etliche Kandidaten für die Olympischen Spiele in Athen, starteten beim größten nord-
deutschen Pfingstsportfest im Zevener Stadion. 852 Aktive aus 167 Vereinen gaben rund 1500 Meldungen für die Leichtathletik-
Disziplinen ab. Sehr achtbar angesichts der starken Konkurrenz schlug sich das Wettkampf-Team des SV Georgsheil mit den
beiden Top-Werfern Melanie Schütte und Sven Bergmann an der Spitze. Mit Marie-Christin Lehne (LG Vorpommern) und
Catharina Mangels (TuS Alfstedt) und Schütte waren im Diskuswurf der Frauen die besten Werferinnen aus der Region am Start.
Von Beginn an zeigte sich die körperlich unterlegen wirkende Georgsheilerin dank ihrer hohen Dreh- und Abwurfgeschwindigkeit
als Chefin im Ring. Bereits mit ihrem Auftaktwurf von 47,36 m übernahm sie die Führung, die sie im 3. Durchgang mit genau
49,00 m noch deutlich ausbaute. Im Bemühen, die begehrte 50-Meter-Marke zu überbieten, versuchte sie es in den restlichen
Versuchen mit Gewalt, was jedoch zu Lasten von Lockerheit und Technik ging. Dennoch komplettierten weitere Würfe über 48
Meter eine stabile Wurfserie und sicherten den überlegenen Sieg vor Lehne (46,89 m) und Mangels (43,63 m).
Weiter im Aufwärtstrend befindet sich der lange verletzte Speerwerfer Sven Bergmann. Seinem Ziel, die Qualifikationsweite für die
Deutschen Juniorenmeisterschaften (64,00 m) zu überbieten, kam er bereits im ersten Versuch mit 63,19 m beachtlich nahe. Zu
diesem Zeitpunkt führte noch Nils Hamann vom TSV Kronshagen/Kiel mit 63,98 m die Konkurrenz an, während der höher einge-
schätzte Jonas Baseda (Grün-Weiss Harburg), der mit einer Bestleistung von mehr als 70 m angereist war, völlig unter Wert mit
62,81 m auf dem 3. Rang lag. Im 3. Versuch gelang dem Georgsheiler Athleten die erhoffte Steigerung. 65,65 m zeigte das Maß-
band und mit dieser Weite setzte er sich an die Spitze des Wettbewerbs. In den nächsten Versuchen vermochte keiner der
Spitzenwerfer sich noch zu steigern.

GÖTTINGER TAGEBLATT vom 1. Juni 2004
LGGer bleiben in Erfolgsspur  
Göttingen (frs). Bestens gerüstet für die am Wochenende stattfindenden Landesmeisterschaften präsentierten sich die LGGer
beim 23. Nationalen Pfingstsportfest in Zeven. In den Laufdisziplinen konnten die Schwarz-Gelben die Form der letzten Wett-
kämpfe erneut unter Beweis stellen.
Vor allem auf den Mittelstrecken waren die LG Göttinger bei Deutschlands größten Pfingstmeeting besonders erfolgreich. Über
1500m knüpfte Ingo Müller nahtlos an seine bestechende Form der letzten Wochen an. Obwohl im Rennen weitestgehend auf
sich allein gestellt, lief er ausgezeichnete 3:49,08 Minuten und ließ damit die gesamte Konkurrenz hinter sich. Auch die LGG-
Frauen waren auf dieser Distanz in der Spitze. Christine Berndt wurde in 4:45,16 Zweite vor ihrer Vereinskollegin Maureen Raabe
(4:51,76). Seine Qualitäten als Allrounder bewies am zweiten Wettkampftag Henrik Menzel. Nach zuletzt überragenden Ergeb-
nissen auf den längeren Distanzen lief er auch über 800m in 1:54,84 eine starke Zeit. Routinier Dietmar Weber startete als
einziger LGGer im Wettbewerb über die Stadionrunde. Auf der Flachstrecke zeigte er in 52,90 Sekunden eine starke Leistung.
Über 400m-Hürden benötigte er lediglich 57,55. Ebenfalls über 1500m starteten zudem Michael Höffker (4:10,06) und Thorsten
Wienecke (4:14,42) sowie Stephanie Hartmann (5:19,30) und Jana Wente (5:27,56).

ZEVENER ZEITUNG vom 2. Juni 2004
Till Helmke auch Sonntag in Bestform
Zweiter Pfingstsportfesttag mit tollen Ergebnissen
Zeven (nb). Der erste Tag des 23. Nationalen Pfingstsportfestes in Zeven glänzte bereits mit hervorragenden Ergebnissen
( wir berichteten gestern) doch auch der zweite Tag, der um 10 Uhr mit dem Startschuss zu den 200-Meter-Vorläufen begann,
hatte zahlreiche Höhepunkte zu bieten. Viele Aktive aus ganz Deutschland waren nicht zuletzt deshalb angereist, weil sie nur
selten die Gelegenheit haben, an zwei aufeinander folgenden Tagen an einem Ort zu starten – teilweise in der gleichen Disziplin.
Die Verantwortlichen der LAV Zeven hatten aber auch andere Disziplinen ausgeschrieben, sodass den Zuschauern über beide
Tage ein breites Spektrum an leichtathletischen Wettkämpfen geboten wurde.
Helmke schafft Olympianorm
Die Leichtathletikzeitschrift titelte vor eine Woche “Till Helmke nähert sich Olympianorm an” und bezog sich damit auf die 200-
Meter-Zeit, die er in Jena erzielt hatte (20,79 s). Nach seiner hervorragenden 100-Meter-Zeit vom Vortag wollte sich Till Helmke
auf der schnellen Zevener Bahn auch auf der längeren Sprintstrecke verbessern. Gleichzeitig wollte er natürlich – wie schon in
Jena – seinen härtesten Konkurrenten Sebastian Ernst hinter sich lassen.
Beide liefen in ihren Vorläufen relativ verhalten. Erst im Endlauf der schnellsten Zweihundertmetersprinter trafen sie aufeinander.
Beide kamen gut aus den Blöcken und liefen kraftvoll durch die Kurve. Eingangs der Zielgeraden war es noch ein Kopf-an-Kopf-
Rennen, das Till Helmke dann im Endspurt unter dem Applaus der Zuschauer gewann. Die Zeit von 20,47 s (bei gültigem
Rückenwind) bedeutete neben der persönlichen Bestleistung auch die Normerfüllung für die Olympischen Spiele 2004 in Athen.
Dementsprechend groß war die Begeisterung bei allen Anwesenden auf der Zevener Anlage. Auch Sebastian Ernst, der nach
20,87 s die Ziellinie überquerte, konnte mit seinem Lauf zufrieden sein, da er sich gegenüber seinem Lauf in Jena verbesserte,
die Olympianorm von 20,59 s verfehlte er jedoch noch knapp.
200 Meter der Frauen
Mit Interesse warteten die zahlreich erschienenen Zuschauer auf den 200-Meter-Auftritt von Sina Schielke. Die Vorlaufzeit von
23,48 s bedeutete das Erreichen des A-Endlaufs mit großem Vorsprung, doch konnte sie krankheitsbedingt im Finale nicht mehr
antreten. So siegte Meike Dix vom ASV Köln. Auch über die 200 m zeigte sich der Nachwuchs in guter Form. So siegte Sarah
Heinrich vom Schweriner Sportclub in 24,47 s bei der weiblichen Jugend A.
Spannende 100-Meter-Sprints
Am zweiten Wettkampftag splittete sich das Sprinterfeld. Teilweise nutzten die Aktiven das Angebot des Veranstalters, erneut
auf der Kurzstrecke anzutreten. Nach schnellen Vorläufen, bei denen Jan Schulte, Holger und Marc Blume Zeiten unter 10,60 s
erreichten, gab es im A-Finale im Duell der Wattenscheider Sprinter mit Jan Schulte (10,50 s) einen neuen Pfingstsportfest-
sieger. Zwischen die renommierten Sprinter schob sich mit Martin Lohmann (Platz 3) von der LG Kreis Verden erstmals ein
A-Jugendlicher. In Abwesenheit von Sina Schielke gewann Franziska Bertenbreiter vom TSV Wolfratshausen den Kurzsprint der
Frauen in 11,80 s.
Rekord beim Dreisprung
Einen neuen Pfingstsportfestrekord im Dreisprung erzielte bei der weiblichen Jugend B Frances Smithson vom Post SV Stadt-
hagen mit 11,59 m, womit sie auch die Qualifikation für die Deutsche Jugendmeisterschaft schaffte. Gleiches galt auch für den
16-Jährigen Eugen Wisotzki aus Bremen, der mit 13,57 m die Konkurrenz deutlich hinter sich ließ. Der jüngste Jahrgang zeigte
an diesem Tag auch in anderen Disziplinen gute Leistungen, so zum Beispiel im Hochsprung der weiblichen Jugend B, bei dem
Linda Buchholz (SC Rönnau) und Julia Wanner (LAC Berlin) mit übersprungenen 1,73 m gemeinsam auf Platz 1 landeten. Mit
übersprungenen 1,94 m wusste Jan Hentel aus Essen im Wettkampf der männlichen Jugend A zu überzeugen.
Gute Weiten mit dem Speer
Neben der Dominanz der Wettkämpfe auf der Laufbahn sorgten die Speerwerfer in sechs Altersklassen für Abwechslung, denn
aus Zevener Sicht waren wieder eigene Athleten am Wettkampf beteiligt. Bei der weiblichen Jugend B war Carina Köster am
Start. Mit einer neuen Bestweite vom 38,58 m erreichte sie Platz drei, musste aber Linda Buchholz vom SC Rönnau (41,27 m)
und Sarah Nöh aus Bremen (39,78 m) die vorderen Plätze auf dem Siegerpodest überlassen.
Robin Willert, der bei der männlichen Jugend B angetreten war, gab nach dem ersten Versuch mit 39,68 m verletzt auf und be-
reitet sich nun auf die Landesmeisterschaften in 14 Tagen vor. Diesen Wettkampf gewann Thilo Lünse von der LG Alte Salz-
straße mit herausragenden 61,63 m.
Sven Bergmann aus Georgsheil setzte sich in der Männerklasse mit 65,65 m unter anderem gegen den B-Kader-Athleten Jonas
Baseda vom SV Grün-Weiss Harburg durch. Für den Zevener Ulf Neblung verlief der Wettkampf nicht ganz wunschgemäß, er
belegte mit 59,69 m Platz vier.
Schnelle 400 m-Hürdenläufe
Die anspruchsvollen Hürdenläufe über die Stadionrunde gehören bei den Zuschauern der Leichtathletik-Meetings stets zu den
interessanten Wettbewerben. So auch am Pfingstsonntag in Zeven. In allen Altersklassen gab es dichte Leistungsfelder, die
spannende Wettkämpfe zur Folge hatten. Bei den Männern gewann Michael Pfaff vom OSC Berlin in 52,47 s. Herausragend
auch das Ergebnis bei der weiblichen Jugend B. Dort siegte Alexandra Kronfeldt von der LG Fallingbostel in 63,92 s nur ganz
knapp vor Ines Fischer von der LAV Tempelhof-Mariendorf, die vier Hundertstel später ins Ziel kam. Mit einer Spitzenzeit von
54,11 s, die ihn zu einem Favoriten für die Deutschen Jugendmeisterschaften werden lassen, siegte Christian Bos vom TV Glad-
beck in der Alterklasse der männlichen Jugend B.
Kenneth Gerschler am Start
Kenneth Gerschler, der noch der Schülerklasse angehört, traf in einem hochklassig besetzten Feld auf seine Konkurrenten des
vergangenen Jahres, Sören Ludolph und Nils Lasse Gutzeit von der LG Nordheide. Beide dominierten das Feld vom Start an und
erzielten mit 1:58,38 min. und 1.58,65 min. Spitzenzeiten. Der Gnarrenburger, der eher auf den längeren Strecken zu Hause ist,
hielt sehr gut mit und beendete den Lauf mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:04,73 Minuten. Sören Ludolph und auch die Ge-
winnerin Julia Lange (2:13,75) der weiblichen Jugend A über die doppelte Stadionrunde verbesserten mit ihren Zeiten die be-
stehenden Pfingstsportfestrekorde.
Gelungene Veranstaltung
Den Abschluss der gelungenen Veranstaltung bildeten die 4×400-Meter-Staffeln, die die Zuschauer noch einmal begeisterten. Mit
zwei neuen Rekorden klang der zweite Wettkampftag aus. Die Staffel der männlichen Jugend aus Rostock freute sich über die
Zeit von 3:24,75 min, die gleichzeitig die Qualifikation für die Deutsche Jugendmeisterschaft bedeutete. Bei der weiblichen
Jugend A gewann das Quartett der LG Alsternord Hamburg.
Aktive und Trainer der zweitägigen Veranstaltung zollten dem Ausrichter und den insgesamt 180 Helfern großes Lob für perfekte
und athletenfreundliche Wettkämpfe. Der Dank des Veranstalters richtete sich an die Stadt Zeven und die Sponsoren. Die opti-
malen Wettkampfbedingungen, gepaart mit einer gelungenen Organisation waren Garant für die vielen Topleistungen, die es an
beiden Pfingsttagen zu sehen gab und die mehr Zuschauer anlockten als in den vergangenen Jahren. Dadurch ist zu hoffen,
dass sich eines der größten Leichtathletikmeetings des Nordens auf Dauer in Zeven etablieren wird. 19 Stunden Leichathletik auf
hohem nationalem Niveau gab es am Pfingstwochenende auf der Sportanlage an der Kanalstraße zu sehen. Die Sportler haben
auf jeden Fall zugesichert, im nächsten Jahr beim 24. Nationalen Pfingstsportfest der LAV Zeven erneut an den Start zu gehen.
Rekorde des 23. Pfingstsportfestes  
Männer: 200m Till Helmke (TSV Friedberg-Fauerbach) 20,47s; 1500m Ingo Müller (LG Göttingen) 3:49,08min
Frauen: 100m Sina Schielke (LG Olympia Dortmund) 11,46s; 3000m Hindernis Kerstin Kahmann (OFV Ostercappeln)
10:53,97min
Männliche Jugend A: 400m Fabian Feddern (VfL Oldesloe) 49,12s; 1500m Johannes Raabe (TSV Kirchdorf) 3:49,89min;
2000m Hindernis Arno Dieckmann (OTB Osnabrück) 6:23,37 min; 4x400m Bernhardt, Soltow, Maronde, Senk (l. LAV Rostock)
3:24,75 min
Weibliche Jugend A: 100m Hürden Carolin Nytra (LG HNF Hamburg) 13,84s; 800m Julia Lange (Hamburger SV) 2:13,75 min;
4x400m Jöhnk, Lohse, Eckeberg, Manzer (Alsternord Hamburg) 4:08,97 min
Männliche Jugend B: 800m Sören Ludolph (LG Nordheide) 1:58,38min
Weibliche Jugend B: 200m Andrea Mass (TSV Bayer 04 Leverkusen) 25,03s; 800m Cornelia Schwennen (SV Concordia Ems-
büren) 2:13,72min; 1500m Hindernis Anika Mallwitz (TuS Wunstorf 5:17,12min; Dreisprung Frances Smithson (Post SV Stadt-
hagen) 11,59m

WESER KURIER vom 2. Juni 2004
Rekordverdächtiges Wochenende
Bremer Leichtathleten mit sieben neuen Bestmarken in Zeven / Loock verfehlt Petersen-Zeit nur knapp 
Von unserem Mitarbeiter Stefan Freye
Zeven . Vom internationalen Sportfest in Zeven sind die Bremer Leichtathleten in den vergangenen Jahren regelmäßig mit guten
Ergebnissen zurückgekehrt. Doch was sich in diesem Jahr abspielte, kann Philipp Mehrtens, zweiter Vorsitzender des Bremer
Leichtathletik Verbandes, nur als „absoluten Wahnsinn“ bezeichnen. Denn die Athleten von der Weser konnten gleich 20 Quali-
fikationsnormen und dazu noch sieben Landesrekorde knacken. „So ein Wochenende hat es seit mindestens 20 Jahren nicht
mehr gegeben“, ist sich Mehrtens sicher. Waren es im bisherigen Saisonverlauf überwiegend die männlichen Starter des BLV,
so setzten in Zeven auch die Frauen einige Ausrufezeichen – allen voran Kaja Tokarska vom SV Werder. Die Tochter der einst-
igen Weltklassesprinterin Grazyna Rabsztyn lief in 14,24 sek. über die 100 Meter Hürden der weiblichen Jugend A und ver-
besserte damit den 20 Jahre alten Landesrekord um 16 Hundertstel. Nebenbei sicherte sie sich ebenso die Qualifikation zur
deutschen Juniorenmeisterschaft (15,20 sek.) wie Catharina Reppin (BLT-Komet, 15,12 sek.).
Jana Loock ist bereits über die 100 und 200 Meter für die Juniorenmeisterschaften qualifiziert, verbesserte sich in Zeven jedoch
erneut. Nach den 25,12 sek. über die 200 Meter gelang ihr mit 12,18 sek. ein neuer Landesrekord über die 100 Meter bei den
Juniorinnen. Ihr fehlen damit nur noch 14 Hundertstel zur ältesten Bestmarke des BLV: über 100 Meter von Marga Petersen.
Neben Antje Bock (SVW), die sich über die 400 Meter Hürden (64,36 sek.) für die Juniorenmeisterschaften qualifizierte, sorgten
zudem auch die weiblichen B-Jugendlichen für Aufsehen: Ann-Kristin Westermann und Janina Geils (beide SVW) liefen in 14,98
sek. und 15,00 sek. im Gleichschritt zur DM-Qualifikation. Ihre Vereinskollegin Natalie Steinemann ging in Zeven sogar zwei Mal
an einem Tag auf die Strecke: Über die 1500 Meter (4:52,54 min.) und die 1500 Meter Hindernis (5:29,72 min.) löste sie dabei
das Ticket für die nationalen Titelkämpfe.
In der Besetzung Plinke, Westermann, Kosznick und Geils gelang der 4 x 100 Meter- Staffel des SV Werder ebenfalls die Quali-
fikation (49,43 sek.). Nebenbei verbesserte das Team den Landesrekord aus dem Jahr 1983 um mehr als drei Zehntel Sekunden.
Sarah Nöh (BLT-BTS Neustadt) stellte in 39,78 Metern schließlich eine neue Bestmarke im Speerwurf der Schülerinnen A auf.
Sie übertraf den bisherigen Landesrekord aus dem Jahr 2002 damit um gleich 9,99 Meter.
Bei den Männern konnte sich Andrei Fabrizius (SVW) über die 200 Meter (22,18 sek.) und die 400 Meter (49,21 sek.) ebenso für
die deutschen Juniorenmeisterschaften qualifizieren wie Moritz Puschmann (BLT-Komet), der die 800 Meter in 1:53,70 min. ab-
solvierte. Knapp über dieser Zeit (1:54,64 min.) blieb Tim Schwarzmeier (SVW) aus der A-Jugend – für die Norm reichte es je-
doch, so dass auch er zur deutschen Jugendmeisterschaft fährt. Gemeinsam mit den Vereinskollegen Schmidt, Uth und
Skalecki wird er die Bremer Farben zudem über die 4 x 400 Meter vertreten (3:29,74 min.).
In der B-Jugend verbesserte Bjarne Markowka (SVW) seinen eigenen Landesrekord über die 400 Meter Hürden auf 57,33 sek. –
was insofern bemerkenswert ist, als dass er erst zum dritten Mal über diese Strecke an den Start ging. Gar in seinem ersten
Dreisprungwettkampf sicherte Eugen Wisotzki (BLT-Komet) die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft (13,57 Meter).
Nebenbei lief er mit der 4 x 100 Meterstaffel des BLT (Wedekämper, Thyme, Wisotzki, Rehn) eine starke Zeit von 44,16 sek.,
die sowohl die Qualifikation als auch einen neuen Landesrekord bedeutete. Die letzte von insgesamt 15 Qualifikationsnormen
des SV Werder steuerte schließlich Jasper von Alemann bei: Er lief die 2000 Meter Hindernis in 6:30,01 min. und zeichnete
damit auch für den siebten Landesrekord in Zeven verantwortlich.

ROTENBURGER KREISZEITUNG vom 2. Juni 2004
Gütersloh schnuppert Höhenluft
Beim Pfingstsportfest in Zeven 1,94 Meter überquert / Lena Thom löst gleich drei Tickets
Rotenburg (ml). Beim 23. nationalen Pfingstsportfest in Zeven gab’s nicht nur Top-Leistungen deutscher Spitzen-Leichtathleten,
sondern auch klasse Ergebnisse für die Starter des TuS Rotenburg. Das Highlight setzte dabei Christoph Gütersloh. Der A-
Jugendliche übersprang im Hochsprung die aufgelegte Höhe von 1,94 Meter. Damit verbesserte er seine alte Bestleistung um
sechs Zentimeter! Diese gute Leistung bedeutete für den 18-Jährigen am Ende Rang zwei. Der Sieger Benjamin Ellerbrock (LG
Elmshorn) gewann mit der gleichen Höhe und nur, weil er weniger Fehlversuche hatte. Auch im Weitsprung stellte sich Güters-
loh der Konkurrenz und erreichte mit 6,31 m Platz sechs.
In der B-Jugend gewann Heinrich Siemens die vereinsinterne Wertung mit 5,67 m gegen Torge Schröder (5,29 m). Martin Schulte
schaffte 5,18 m. Diese Weite konnte ihn nicht zufrieden stellen, dafür gelang ihm mit dem Diskus ein Wurf auf 30,75 m, mit dem
er eine persönliche Bestleistung aufstellte. Über alle Sprintstrecken ging der B-Jugendliche Bruno Gärtner an den Start. Der 16-
Jährige kam über die 100-m-Distanz nach 11,87 Sekunden ins Ziel. Diese Zeit reichte in einem sehr starken Starterfeld jedoch
nicht für den Endlauf. Für die 200-m- Strecke benötigte der Gymnasiast 23,71 Sekunden und gewann seinen Zeitlauf. Am Ende
reichte die Zeit für einen guten neunten Platz. Über die 400-m-Distanz unterbot er seine gute Leistung von der Bezirksmeister-
schaft nochmals – 53,38 Sekunden. Der für die Männerklasse startende Hassendorfer Jan Christian Rutsch verbesserte seine
Bestleistung über die 400 m mit 54,03 Sekunden. Im Weitsprung gelang ihm ein guter Sprung von 6,34 m.
Im 100-m-Sprint der B-Jugend ging Patrick Toll ins Rennen. Der erst 14-jährige Schüler benötigte 12,11 Sekunden. Diese Zeit
konnte ihn sehr zufrieden stellen. Im Mittelstreckenlauf über die 800 Meter vertraten Malte Rasmussen und Lukas Klencke die
Rotenburger Farben. In einem sehr schnellen Lauf ging Malte Rasmussen das hohe Tempo mit, konnte dies jedoch nicht bis
zum Ende halten. Seine 2:09,62 Minuten waren dennoch zufriedenstellend. In einem ebenfalls starken Lauf überquerte Lukas
Klencke nach 2:09,53 Minuten die Ziellinie. Im 1500-m-Lauf stoppte die Uhr für ihn nach 4:37,95 Minuten. Was zeigt, dass er
nach langer Verletzungspause wieder an seine alten Leistungen herankommt.
Maren Köpe ging mit ihrer Teamkameradin Mareike Ludwig im Weitsprung der weiblichen A-Jugend an den Start. Trotz langer
Verletzungspause gelangen Maren Köpe 4,82 m, mit denen sie den Endkampf um 15 Zentimeter verpasste. Die 18-Jährige
Mareike Ludwig konnte nach langer Trainingspause ihre Leistungen nicht bestätigen und blieb mit 4,65 m hinter ihren Möglich-
keiten. Dagegen schaffte es Lena Thom, gleich drei Tickets für die Landesmeisterschaft in Verden zu lösen. Im 100-m- Sprint
blieb sie mit 13,09 Sekunden deutlich unter der geforderten Norm, über die 200-m-Distanz qualifizierte sich die Wittorferin mit
27,43 Sekunden. Und auch im Hochsprung ist sie dabei. Mit übersprungenen 1,55 m erreichte sie den hervorragenden zweiten
Platz.

OSTFRIESEN ZEITUNG vom 2. Juni 2004
Sprint in die nationale Spitze
Leichtathletik: Siewert Andre stellt Ostfrieslandrekord auf
Zeven (ls). Eine imposante Bestmarke stellte beim Leichtathletik-Meeting in Zeven Siewert André vom TV Norden auf: Bereits in
seinem ersten Jahr in der A-Jugend absolvierte er die 100 Meter in 10,79 Sekunden und verbesserte damit den fünf Jahre alten
Ostfrieslandrekord von Onno Kutscher (FC Norden) um zwei Hundertstelsekunden. Im stark besetzten Finale ließ der Norder
dann nochmals 10,82 Sekunden folgen und belegte Rang vier. Mit dieser Zeit belegt der 18-jährige zur Zeit einen Spitzenplatz in
der Deutschen Bestenliste. Einen Sieg bei den Männern sicherte Sven Bergmann vom SV Georgsheil im Speerwerfen. Mit einer
Weite von 65,65 Meter qualifizierte er sich zugleich für die Deutschen Juniorenmeisterschaften. Vereinskameradin Melanie
Schütte siegte bei den Frauen mit dem Diskus mit exakt 49,00 Metern.
Einen guten zweiten Platz belegte Wiebke Bültena vom MTV Aurich. Sie kam im Lauf über 800 Meter bei der weiblichen Jugend
B nach 2:15,19 Minuten ins Ziel. Damit unterbot sie zum wiederholten Mal die Qualifikation (2:18,20 Minuten) für die Deutschen
Jugendmeisterschaften Anfang Juli in Jena. Vereinskameradin Ann-Christin Junker (Jugend B) kam im Diskuswurf mit guten
34,49 Metern ebenfalls auf den zweiten Rang. Die A-Schüler-Staffel des TV Norden mit Anton Moseev, Wilke Scheutwinkel,
Saarko Eilers und Florian Becker verbesserte zum wiederholten Mal ihren Bezirksrekord auf hervorragende 46,62 Sekunden.
Auch Germania Leer ging in Zeven an den Start. Enno Tjarks schaffte dabei 1,78 Meter im Hochsprung der männlichen Jugend
A. “Durch einen neuen Anlauf, der für größere Höhen unerlässlich ist, hat er zur Zeit ein paar Probleme”, bilanzierte Trainer
Stephan Böckmann. Eine neue Bestleistung im Speerwurf konnte in der weiblichen Jugend B Tina de Boer aufstellen. Sie ver-
besserte sich auf 34,02 Meter. Im Stabhochsprung siegte sie außerdem mit 2,70 Metern vor ihrer Vereinskameradin Susanne
Becker, die 2,50 Meter absolvierte. Traditionell zu Pfingsten findet das Meeting in Zeven statt. Die Veranstalter meldeten mit 900
Akteuren einen neuen Teilnehmerrekord.

HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG vom 2. Juni 2004    
Auch Thomas Dreißigacker für DM qualifiziert
Zeven/Hildesheim (wgk). Nach einem überaus spannenden 2000-m-Hindernisrennen, das für vier Läufer beim zweitägigen 23.
Pfingstsportfest in Zeven mit hervorragenden Zeiten endete, sprang das glückliche Quartett zur Abkühlung in den Wassergraben,
mit dabei Thomas Dreißigacker von der FSV Sarstedt. Der B-Jugendliche wurde Zweiter und schaffte mit seiner Zeit von 6:26,61
Minuten die Qualifikation für die Teilnahme an den deutschen Jugendmeisterschaften vom 2. bis 4. Juli in Jena. Den Lauf gewann
Arno Dieckmann (Osnabrücker TB) in 6:23,37. Dritter wurde Ingo Schneiders (Concordia Emsbüren/6:27,50) vor Jasper von Ale-
mann (Werder Bremen/6:30,01). Alle vier Hindernisläufer werden somit in Jena erneut aufeinander treffen. Nach Julian Dobbrunz,
der sich bereits für die Titelkämpfe qualifiziert hatte (er wird im Kugelstoßen und im Diskuswerfen der Jugend A antreten), wird
mit Thomas Dreißigacker ein zweiter FSV-Athlet die Sarstedter Farben bei den deutschen Jugendmeisterschaften vertreten.
Am Start beim mit 917 Athleten aus 171 Vereinen erneut hervorragend besetzten Pfingstsportfest war auch die für die LG
Hannover laufende Johanna Bloch aus Hildesheim. Nach 13,97 Sekunden im Vorlauf qualifizierte sie sich für das A-Finale der
weiblichen Jugend A über 100 m Hürden. Hier unterlag sie nur hauchdünn Carolin Nytra (LG HNF Hamburg/13,84). Wichtiger
aber war für Johanna Bloch, dass sie mit ihrer Zeit von 13,88 die Norm für die U-20-Weltmeisterschaften in Italien geschafft hatte.
Die 18-Jährige war 0,02 Sekunden schneller als gefordert.

ALLGEMEINE ZEITUNG UELZEN vom 2. Juni 2004
Zweigert über die 3,80 m
Gute Leistungen der Kreis-Aktiven beim Zevener Pfingstsportfest 
Zeven (wt). Das Pfingstsportfest der LAV Zeven gehört zweifelsohne zu den größten Leichtathletik-Veranstaltungen in Nord-
deutschland. Dafür hatten 850 Athleten aus ganz Deutschland und sogar ein Team aus Fernost ihre Meldungen abgegeben.
In den teilweise hochklassig besetzten Teilnehmerfeldern waren aus dem Landkreis Uelzen folgende Vereine zum Teil recht er-
folgreich vertreten: LG Hanstedt II/Wellendorf/Wriedel, SC Kirch-/Westerweyhe, LG Post SV Uelzen / MTV Barum und MTV Bad
Bevensen.
Martin Zweigert (LG Hanstedt/Wellendorf/Wriedel) gelang es im Stabhochsprung, die Höhe von 3, 80 m zu überqueren. Mit
dieser persönlichen Bestleistung stellte er den Kreisrekord bei der männlichen Jugend A ein und sicherte sich Platz drei und
somit einen Podestplatz.
Pech und Glück lagen bei Matthias Meyer(LG Hanstedt/W./W.) eng beieinander. Im ersten von vier Zeitendläufen über 200 m der
männlichen Jugend B erlief er sich in 23,01 Sekunden zeitgleich mit dem Zweitplatzierten den 3. Platz und verfehlte die Norm für
die Deutschen Meisterschaften nur um eine Hundertstelsekunde. Nach dem sich der anfänglichen Ärger gelegt hatte, teilte die
Wettkampfleitung mit, dass auf Grund eines zu starken Rückenwindes alle erbrachten Leistungen nicht für die Norm gewertet
werden können. Sein Vereinskamerad Jan Grage konnte mit 23,80 Sekunden und zulässigem Rückenwind den vierten Zeitend-
lauf gewinnen und erlief sich mit dieser Zeit die Teilnahme an den Landesmeisterschaften in zwei Wochen. Nach Auswertung
aller Zeitendläufe belegte Matthias am Ende Platz drei, und Jan Grage kam auf Platz zehn.
Mit seinem 8. Platz und persönlicher Bestweite von 43,88 m konnte sich der Wriedeler dann auch noch im Speerwurf die Teil-
nahme an den Landesmeisterschaften sichern. Im Weitsprung der männlichen Jugend B qualifizierte sich Matthias Meyer zwar
für den Endkampf, verfehlte aber die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften und wurde mit der Weite von 6,40 m am
Ende Fünfter. Bastian Teichmann(LG Hanstedt/W./W.) stellte sowohl im Dreisprung mit 11,90 m als auch im Hochsprung mit
1,73 m gleich zwei persönliche Bestleistungen auf. Im Dreisprung reichte die Weite zum 3. Platz, und im Hochsprung wurde er
Siebter. Ebenfalls Platz drei holte sich die A-Jugend-Staffel der LG Hanstedt/Wellendorf /Wriedel. In der Besetzung Matthias
Meyer, Jan Grage, Martin Zweigert und Daniel Teichmann lief sie mit 47,67 Sekunden eine ausgezeichnete Zeit.
Über 1500 m der männlichen Jugend A war Torsten Heitmann (LG Post SV/MTV Barum ) am Start. Auf der Zielgeraden lieferte
er sich mit Sören Räthling vom Hamburger SV einen spannenden Kampf um den Platz drei. Da mit bloßem Auge nicht zu er-
kennen war, wer die Nase vorn hatte, musste das Zielfoto darüber Aufschluss geben. Um eine Hundertstel geschlagen belegte
Torsten Heitmann mit 4:12,45 Minuten letztlich nur Platz vier. Seine Vereinskameradin Anja Bodenstedt erlief sich in einem nicht
so stark besetzten Feld über 800 m der weiblichen Jugend A mit 2:17,57 Minuten den 2. Platz. Gut aus der Affäre zogen sich
auch die Frauen des MTV Bad Bevensen über 1500 m. Das Bad Bevensener Quartett mit Manuela Haverkamp-Roisch, Pia
Wiegel, Martina Lange-Boe und Nicole Zeutschner erlief sich in dieser Reihenfolge die Plätze 7 bis 10.

Presseinformation vom 2. Juni 2004 (Von Markus Steinbrück)
23. Nationales Pfingstsportfest der LAV Zeven (Erwachsene, Jugend A und B) in Zeven
Sören Ludolph als perfekte Lokomotive 
Winsen/Hanstedt/Hittfeld. Das hatte sich Mittelstreckentrainer Gerd Prüsmann von der LG Nordheide schön ausgedacht. Sein
B-Jugendlicher Top-Athlet Sören Ludolph aus Amelinghausen, der sich mit neuem 800-Meter-Kreisrekord von 1:55,80 min bereits
vor zwei Wochen für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena qualifiziert hatte, sollte Vereinskamerad Nils Lasse Gutzeit
beim 23. Nationalen Pfingstsportfest in Zeven ebenfalls zur Qualifikationsnorm ziehen. Von diesem Vorhaben war Prüsmann
auch durch das Angebot des niedersächsischen Landestrainers, Ludolph im starken Männerfeld zu einer noch besseren Zeit zu
verhelfen, nicht abzubringen. Seine Athleten sollten ihn in dieser Auffassung bestärken. Denn es kam, wie gewünscht. Sören
Ludolph fungierte als tempogenaue Lokomotive und zog “Tender” Nils Lasse Gutzeit zwei Runden lang um die Zevener Bahn.
Nach 800 Metern standen für den 16-jährigen Gutzeit aus Over 1:58,65 min zu Buche. Die vom DLV geforderte Zeit war um mehr
als eine Sekunde unterboten, die Reise nach Jena gebucht. Sören Ludolph wurde für seine 1:58,38 min lange Arbeit noch mit
einem kleinen Scheck belohnt. Seine Zeit stellte nämlich einen neuen Rekord für das Zevener Pfingstsportfest dar.
Im Bereich der Sprints sorgten Jala Gangnus (LG Nordheide) und Paul Dittmer (MTV Hanstedt) für die Highlights. Die 17-jährige
Gangnus wagte sich erstmals in einem Einzelrennen an die 400 Meter heran und bot in 56,71 sec eine schier unglaubliche Gala-
vorstellung. Mit mehr als einer Sekunde Vorsprung sicherte sich die Winsener Gymnasistin den Sieg. Einen Tag später stellte
Gangnus dann über 200 Meter in 24,72 sec (Platz 2) einen neuen Kreisrekord auf. Noch nie war eine weibliche Sprinterin aus
dem Landkreis Harburg, weder in der Jugend noch bei den Erwachsenen schneller gewesen. Die alte Bestmarke von 24,83 sec
hatte Silke Harms vom TSV Stelle am 18. Mai 1985 in Winsen aufgestellt.
Zwei persönliche Bestmarken stellte auch Paul Dittmer vom MTV Hanstedt auf. Über 110-Meter-Hürden steigerte sich der 17-
jährige B-Jugendliche um vier Zehntelsekunden auf erstklassige 14,38 sec. Da er den Vorlauf in 15,08 sec reichlich verpatzt
hatte, reichte es am Ende nur zu Platz eins im B-Endlauf. Der Sieger im A-Endlauf rannte 14,39 sec. “Mit dieser Zeit hat man
bei den Deutschen Jugendmeisterschaften eine Endlaufchance”, war Trainer Wolfgang Striezel zufrieden. Über 200 Meter
sicherte sich Paul Dittmer tags darauf in 22,73 sec den Sportfestsieg. Allerdings wurde der Hanstedter dabei von einem unzu-
lässigen Rückenwind von 2,3 m/s unterstützt.
Den von ihr selbst gehaltenen Niedersachsenrekord im Weitsprung der Seniorinnen W 40 schraubte Miriam Machill vom TSV
Eintracht Hittfeld um vier Zentimeter nach oben. Gleich im ersten Versuch kam die 42-jährige Grundschullehrerin in Zeven auf
hervorragende 5,43 m. In einem sehr stark besetzten Frauenfeld bedeutet dies den 12. Platz.
Weitere Ergebnisse: Männer: 800 m: 5. Jan Martin Gutzeit (LG Nordheide) 1:54,07 min (Kreisrekord); 1500 m: 3. Gutzeit: 3:55,97 min. Frauen:
200 m: 7. Miriam Machill (TSV Hittfeld) 26,52 sec; 8. Brigitte Heidrich (TSV Stelle) 26,78 sec; 800 m: 1. Alexandra Hahn 2:13,43 min; 1500 m:
4. Birte Ludolph (beide LG Nordheide) 5:01,23 min; Diskus: 6. Astrid Jobmann (TSV Stelle) 36,69 m. Männliche Jugend A: 400 m: 3. Christian
Bernau 50,56 sec; 4. Jan Hölandt (beide LG Nordheide) 51,20 sec; 400-m-Hürden: 4. Bernau 58,72 sec (gleichzeitig Bezirksmeister). Weibliche
Jugend B: 800 m: 6. Corinna Hinck (LG Nordheide) 2:20,02 min.

MÜNSTERLÄNDISCHE TAGESZEITUNG vom 3. Juni 2004
Leichtathletik: Seeger und Hentel lösen DM-Ticket
Zeven. Das vorsommerliche Hoch nutzten die Leichtathleten der SG Essen-Garthe beim 23. nationalen Pfingstsportfest in Zeven
für gute Leistungen. Allen voran Lisa Seeger und Jan Hentel, die sich über 1500 Meter und im Hochsprung für die Deutschen
Jugendmeisterschaften in Jena qualifizierten. Das Meeting in Zeven, welches sich über zwei Tage erstreckte, gehört nach wie vor
zu den beliebtesten Sportfesten in Norddeutschland.
Der Kreis Cloppenburg hat wieder eine Mittelstrecklerin von Format. In ihrem erst zweiten 1500-Meter-Lauf unterbot Lisa Seeger
in einem hochkarätigen Rennen mit 4:51,30 Minuten die Norm (4:54,20) zur Teilnahme an den Deutschen B-Jugend-Meister-
schaften in Jena. 3:15 Minuten zeigte die Uhr bei 1000 Meter, langsamer als die Marschroute, die “Quali” schien gefährdet, doch
im letzten Drittel bewies Lisa Seeger enormes Stehvermögen und blieb dank eines starken Finish auf der Zielgeraden souverän
unter der DM-Norm. In einem Feld, das überwiegend aus A-Jugendlichen Läuferinnen bestand, belegte sie als jüngste Starterin
Platz sieben und war drittbeste B-Jugendliche. Siegerin wurde die letzjährige Deutsche B-Jugendmeisterin Cornelia Schwennen
(Concordia Emsbüren), die mit 4:33,84 Minuten den zahlreichen Leichtathletik-Fans eine echte Laufdemonstration bot. Nach
geschaffter Qualifikation kann Lisa Seeger jetzt gelassen den Landesmeisterschaften in Verden entgegensehen, wo sie ver-
suchen wird, sich auch über 800 Meter für die DM zu qualifizieren. Bekanntlich verfehlte die bald 16-jährige Elstenerin diese
Norm bei den Kreismeisterschaften in Emstek um weniger als eine Sekunde.
Nach einigen vergeblichen Anläufen schaffte auch Jan Hentel die DM-Norm der Jugend B im Hochsprung. Bereits am Himmel-
fahrtstag hatte der junge Garther bei einem Springer-Meeting in Garbsen seine Freiluftbestleistung (Halle 1,95) bei niedrigen
Temperaturen und wechselnden Winden auf 1,91 Meter geschraubt. Der Hochsprung war in Zeven an beiden Wettkampftagen
ausgeschrieben. Am ersten Tag musste sich Hentel mit übersprungenen 1,89 Meter zufrieden geben und belegte bei gleicher
Höhe hinter dem Schweriner Eric Gehrke, im letzten Jahr bereits 1,95 Meter, Rang zwei. Am Pfingstsonntag schlug dann
Hentels große Stunde. Souverän meisterte er bereits im ersten Versuch 1,94 Meter, gewann den Wettkampf und sicherte sich
ebenfalls das Ticket zur Jugend-DM in Jena. An der neuen Kreisrekordhöhe von 1,98 Meter scheiterte der 16-jährige Höhenjäger
bei zwei seiner drei Versuche äußerst knapp, sodass der Rekord des Löningers Frank Huslage (1,97/1990) vorerst noch Bestand
hat.
Mit 12,65 Sekunden im Vorlauf über 100 Meter der Jugend B verpasste Kira Haiduk zum zweiten Mal knapp die DM-Norm von
12,50 Sekunden. Im Endlauf hatte sie leichten Gegenwind und konnte sich als Fünfte in 12,84 Sekunden nicht mehr steigern.
“Ich habe im Vorlauf den Start verpatzt”, ärgerte sich die junge Sprinterin ein wenig, sieht aber ihren nächsten Versuch bei den
Landesmeisterschaften am übernächsten Wochenende in Verden optimistisch entgegen. Mit 10,01 Meter im Kugelstoßen und
27,81 Meter im Diskuswerfen belegte Kira Haiduk auch in den Wurfdisziplinen vordere Plätze.
Weiter aufwärts geht es auch für die B-Jugendliche Anne Otten im Hochsprung. Nach fast einjähriger krankheitsbedingter Pause
sprang die Elstenerin bereits wieder 1,51 Meter und belegte Platz vier. An 1,56 Meter scheiterte sie knapp. Wiebke Niemann
qualifizierte sich bei der weiblichen Jugend B über 100 Meter Hürden in 15,62 Sekunden für das C-Finale. Da in diesem Lauf die
elektronische Zeitmessung ausfiel, mussten die Läuferinnen zehn Minuten später nochmals antreten. Als Vierte in 15,48 Se-
kunden erreichte Wiebke Niemann im Wiederholungslauf ihr bisher zweitbestes Ergebnis. Mit 5,08 Meter im Weitsprung blieb
sie hinter ihren Möglichkeiten.
Langstreckler Vitali Müller testete sich in Zeven auf der für ihn relativ kurzen 800-Meter-Distanz. Mit 1:58,74 Minuten verbesserte
der A-Jugendliche seine im Januar in der Halle erzielte Bestzeit um knapp eine Sekunde. Eine Spitzenzeit lieferte Vitali Müller
wenige Tage zuvor beim internationalen Läufer-Meeting in Koblenz über 5000 Meter. Obwohl die anvisierte Zeit unter fünfzehn
Minuten deutlich verfehlt wurde, blieb der Molberger Gymnasiast mit 15:17,51 Minuten unter dem A-Jugend-Kreisrekord von
Berthold Imholte (VfL Löningen), den dieser 1979 mit 15:26,0 Minuten in Bonn aufgestellt hatte.     

DER MÜNSTERLÄNDER vom 3. Juni 2004
Andreas Kuhlen macht’s Imholte nach
Leichtathletik: 20-jähriger Garreler schafft Qualifikation für Deutsche Meisterschaft   
Zeven/Garrel
(lg). Beim 23. nationalen Pfingstsportfest in Zeven hat der Garreler Mittelstreckler Andreas Kuhlen über 1500
Meter die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaft in Heilbronn geschafft. Mit 3:56,97 unterbot der 20-Jährige die DLV-Norm
von 3:57,50 Minuten. Bruder Georg belegte unterdessen bei seinem ersten Bahnrennen in diesem Jahr über die gleiche Distanz
im ersten Zeitlauf Rang vier. Die Uhr für den 23-jährigen Falkenberger war bei 4:09,38 stehen geblieben.
Im zweiten Zeitlauf mit Andreas Kuhlen setzten sich Ingo Müller und Tempomacher Henrik Menzel (beide LG Göttingen) gleich
zu Beginn ab. Im Verfolgerfeld wurde bei relativ gleichmäßigem Tempo um jede Position gekämpft. Nach der 1000-Meter-
Zwischenzeit von 2:39 war klar, dass die letzten 500 Meter sehr schnell werden mussten, um die DM-Quali zu schaffen. Über-
legender Sieger wurde Ingo Müller in 3:49,08. Danach bog ein siebenköpfiges Verfolgerfeld auf die Zielgerade ein, welches inner-
halb von nur zwei Sekunden durchs Ziel lief. Für Andreas Kuhlen blieb die Zeit bei 3:56,97 stehen – die Qualifikation für eine DM
hatte Berthold Imholte vor 25 Jahren als bislang Einziger aus dem Kreis Cloppenburg geschafft.
Über die 1500 Meter der männlichen Jugend A und B war der 16-jährige Garreler Fabian Kühling mit knapp 30 Gleichaltrigen
angetreten. Dieser erwischte einen guten Start, musste aber dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und belegte einen Platz im
Mittelfeld. Mit der Zeit von 4:24,43 hatte er sein hoch gestecktes Ziel, die DM-Norm von 4:13,20, deutlich verfehlt. Er ist aber zu-
versichtlich, bei den in zwei Wochen anstehenden Niedersachsenmeisterschaften in Verden die Quali laufen zu können.
Insgesamt waren in Zeven rund 900 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland an den Start gegangen, um gute Zeiten zu
laufen oder sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Unter den Teilnehmern aus 167 Vereinen waren auch Top-
Athleten wie die Sprinter Marc Blume und Sina Schielke, die die Norm für die Olympischen Spielen in Athen erfüllen wollten.

DEISTER-LEINE-ZEITUNG vom 3. Juni 2004 (Auszug – nur Zeven !!)
Athleten der LG Wennigsen/Egestorf auf Höhenflug
Asse demonstrieren ihre Klasse    
Wennigsen/Egestorf.  Die Leichathletiksaison läuft auf vollen Touren. Besonders aktiv ist auch die LG Wennigsen/Egestorf, die
in den unterschiedlichen Altersklassen, insbesondere in der Jugend, an mehreren Orten zu neuen Bestzeiten streben.
Die Asse der LG nutzten das Pfingstwochenende zu Starts bei verschiedenen großen Sportfesten. Hoch angesiedelt war dabei
das Sportfest in Zeven. Hier verblüffte Helge Schwarzer die Experten mit seinen Leistungen über die Männerhürden (1,067 m
hoch). Gleich dreimal unterbot er auf der 110-m-Hürdenstrecke die WM-Norm für die Junioren-Weltmeisterschaften U20 im ital-
ienischen Grosetto deutlich. Dabei legte der A-Jugendliche folgende Zeiten hin: Sieg im B-Lauf der Männer in 14,28 Sekunden;
Steigerung im Vorlauf auf 14,24 sowie 14,32 Sekunden im Finale, was Platz 5 bedeutete.
Isabell Garling (Jugend B) lief neue Bestleistung über 100 m in 12,60 Sekunden und ließ Zeiten von 25,48 (VL) und 25,26 im
Endlauf über 200 m folgen – jeweils Platz 4. „Insgesamt befinden sich unsere Aktiven auf einem wahren Höhenflug“, resümierte
LG-Leiter Eckhard Marten gegenüber der Deister-Leine-Zeitung.

OLDENBURGER NACHRICHTEN vom 4. Juni 2004
DSC-Staffel knackt in Zeven wichtige Qualifikationsnorm
Leichtathletik: Weibliche A-Jugend bei deutschen Titelkämpfen   
Zeven (jr). Gut genutzt wurden von den Leichtathleten des DSC Oldenburg die leistungsfördernden Bedingungen bei starker
Konkurrenz anlässlich der größten Leichtathletik-Veranstaltung Norddeutschlands, dem Pfingstsportfest in Zeven. Allen voran
durch die 4 x 100-m-Staffel der weiblichen Jugend A. Im dritten Anlauf des Jahres unterboten Jana Bredendiek, Sara Wollstein,
Romy Wollstein und Eva Ebeling mit 49,63 Sek. die Qualifikationsnorm für die Teilnahme an den deutschen Jugendmeister-
schaften in Jena um über eine halbe Sekunde. Mit dieser Zeit belegten die DSCerinnen hinter dem TSV Bayer Leverkusen den
zweiten Platz.
Wieder knapp vorbei an der Norm für die nationalen Titelkämpfe Anfang Juni sprangen Sara und Romy Wollstein. Im Dreisprung
werden 11,50 m als Leistungsnachweis gefordert, Sara lag als Zweitplatzierte mit 11,47 m nur denkbar knapp darunter, Romy
fehlte als Dritte bei 11,39 m auch nicht viel. Eva Ebeling gab ihren Jahreseinstand als Siegerin des C-Endlaufes über 100 m der
weiblichen Jugend A in 12,91 Sek., Jana Bredendiek wurde Hochsprungdritte mit 1,55 m.
Da wollte auch DSC-Trainer Martin Hillebrecht nicht zurückstehen und schwang sich als Stabhochsprungsieger bei den Männern
mit 4,50 m über eine Höhe, die er zuletzt vor fünf Jahren erreicht hatte. Gute Zeiten gab es auch in den Mittelstreckenläufen: Am
höchsten zu bewerten sind die 3:57,25 Min. von Daniel Hackl als Fünfter im 1500-m-Lauf. Yvonne Reinmold gewann über die
gleiche Distanz bei den Frauen den B-Lauf und wurde in der Gesamtwertung in 5:09,33 Min. ebenfalls Fünfte. Stephanie Beyer
erreichte über 800 m 2:31,67 Min. und der A-Jugendliche Timo Schumann lief 4:18,56 Min. über 1500 m.

Presseinformation vom 4. Juni 2004 (Von Manfred Scholz)
Sportfest in Zeven
Zeven. Beim traditionellen Sportfest in Zeven, welches von den deutschen Sprintassen Sina Schielke und den Blume-Brüdern
dominiert wurde, gingen in der Männerklasse Rene Paul und Martin Thimm von der LG Weserbergland im 100 Meter-Sprint sowie
auf ihrer Spezialstrecke, den 400m Hürden an den Start. Den 100m Vorlauf absolvierte Paul in 11,02 Sekunden und im C-Endlauf
verbesserte er sich sogar auf 10,94 Sekunden. Thimm schied mit 11,67s im Vorlauf aus. Besser war er auf der Hürdenstrecke,
wo er nach 53,95 Sekunden auf den fünften Platz, vor Renè Paul, der 54,51 Sekunden benötigte, ins Ziel kam.
Über gute Resultate freuten sich bei den Frauen Katharina Möllmann und Stephanie Thumann, die beide den stark besetzten
B-Endlauf erreichten, den Möllmann in 12,18s und persönlicher Bestzeit gewann. Thumann konnte ihre Bestzeit von 12,12s aus
dem Vorlauf im Endlauf nicht wiederholen. Christina Köhring schied im Vorlauf in 12,65s aus. Mit einem zweiten Platz im 200
Meter A-Endlauf in 25,01s bestätigte Katharina Möllmann ihre zuvor im Vorlauf erreichte Zeit von 25,02s. Im Weitsprung ging sie
ebenfalls an den Start und der vierte Platz mit 5,73 Meter war ein Erfolg.
Im 100 Meter-Sprint lief die A-Jugendliche Nina Giebel im Vorlauf mit 12,34s in den A-Endlauf, in dem sie in 12,39s den zweiten
Platz belegte. Auch ihre 200-Meterzeit konnte sich sehen lassen. Sie siegte im B-Endlauf in einer verbesserten Zeit von 25,25
Sekunden. Durch eine total verpatzten zweiten Wechsel verpasste die 4×100 Meter-Staffel der Frauen in 49,40s den Sieg und
auch die angestrebte Qualifikation für die DM in Braunschweig. A-Schüler Tobias Götze startete in der Jugendklasse im 800
Meterlauf, wo er ein beherztes Rennen lief und mit einer persönlichen Bestzeit von 2:05,06 Minuten als Zehnter ins Ziel kam.

DIE NORDDEUTSCHE (Weser Kurier) vom 4. Juni 2004
Platz zwei nur um eine Zehntel verpasst
Sebastian Lüning wagt Start auf der Mittelstrecke und muss sich Hikmet Ciftci geschlagen geben 
Von unserem Mitarbeiter Matthias Thode
Bremen-Nord. Beim 23. Sportfest der LAV Zeven starteten an zwei Tagen 900 Leichtathleten aus 167 Vereinen ganz Deutsch-
lands. Darunter auch acht Aktive der LG Bremen-Nord, die gegen die erstklassige Konkurrenz tolle Leistungen zeigten.
Sebastian Lüning wagte als Langstreckler einen Ausflug auf die Mittelstrecke – mit Erfolg. In seinem 1500-Meter-Zeitlauf kämpfte
er hinter dem souveränen Hamburger Alexey Kliouev (3:55,25 Minuten) bis zur Ziellinie um Platz zwei und musste sich nach
4:06,96 Minuten um nur eine Zehntel dem spurtstarken Osterholzer Hikmet Ciftci geschlagen geben. Bei der B-Jugend trumpfte
Tobias Kastner mit starken Wurfleistungen auf. Im Kugelstoßen und Diskuswerfen gelangen ihm jeweils als Sechster Bestweiten
von 13,22 beziehungsweise 36,12 Meter. In seiner Lieblingsdisziplin Speerwurf musste er sich jedoch bei etwas ungünstigen
Windverhältnissen mit 47,94 Meter begnügen und belegte im 18-köpfigen Feld Platz fünf.
Eine überraschende Laufbestleistung gelang Paul Gette über die 200 Meter in guten 24,93 Sekunden, der damit seinen Zeitlauf
gewann und in der Endabrechnung aller sechs Läufe im Mittelfeld landete. Die Jugendstaffel über 4×100 Meter der LG Nord be-
legte ersatzgeschwächt in der Besetzung Paul Gette, Nils Tobias Hermann, Tobias und Philipp Kastener Platz drei in 49,78
Sekunden. Der zur Zeit mit Abstand schnellste LG Nordler Thomas Buschmann hatte seinen Start in Zeven aufgrund einer Ver-
letzung absagen müssen. Bei den Männern erzielte Martin Petzold über die 400 Meter in 54,08 Sekunden eine persönliche
Bestleistung, und der 36-jährige Andreas Haas kam über die 100 Meter in 12,10 Sekunden auf eine neue Saisonbestzeit. Die
einzige weibliche LGN-Starterin Nicole Rehbein überzeugte vor allem über die 200 Meter. Mit 27,11 Sekunden erreichte sie den
B-Endlauf bei den Frauen und wurde hier mit 27,27 Sekunden Vierte.

ZEVENER ZEITUNG vom 15. Juni 2004
„Die Bahn in Zeven ist sehr schnell“
Till Helmke nach seinen zwei Sprintsiegen
Zeven (nb). Anlässlich des 23. Nationalen Pfingstsportfestes der LAV Zeven führte die LAV-Vorsitzende Mara Zabel (MZ) für die
Zevener Zeitung ein Interview mit Till Helmke (TH), dem Gewinner über die 100m und 200m der Männer.
MZ: Herzlichen Glückwunsch zu dem grandiosen Auftritt hier in Zeven.
TH: Vielen Dank! Es ist wirklich sehr gut gelaufen. Ich habe schon vergangenes Wochenende in Jena gemerkt, dass ich gute
Zeiten laufen kann, aber dass es hier in Zeven mit dem unterbieten der Olympianorm über 200m und neuer Bestzeit über 100m
klappte, freut mich natürlich.
MZ: Hast du eine Erklärung dafür?
TH: Ich bin zum ersten Mal in Zeven, aber ich habe schon von dem Sportfest gehört und auch von den guten Zeiten, die man hier
laufen kann. Die Bahn ist sehr schnell, die Anlage liegt gut und die Atmosphäre stimmt.
MZ: Wann hast du mit der Leichtathletik begonnen?
TH: Schon in der Grundschulzeit bin ich zu meinem jetzigen Verein TSV Friedberg-Fauerbach gekommen und habe gleich jeden
Sprint gewonnen, war sehr schnell Kreismeister und Landesmeister.
MZ: War von Anfang klar: Till Helmke wird ein Sprinter?
TH: Natürlich habe ich auch andere Disziplinen ausprobiert, Hürdenlauf zum Beispiel, aber am meisten Spaß hat mir der Sprint
gemacht.
MZ: Du bist in Leichtathletikkreisen schon seit einigen Jahren kein Unbekannter, aber kann man auf dem Niveau, das du erreicht
hast, schon von dem Sport leben?
TH: Ich habe zwei Sponsoren, die mich unterstützen, bekomme etwas von der Deutschen Sporthilfe und werde von der Firma
‚adidas‘ ausgerüstet. Es geht also.
MZ: Ärgert man sich nicht manchmal, wenn man liest, wie viel man als Fußballer verdienen kann, wenn man ein vergleichbares
Leistungsvermögen hat?
TH: Natürlich denkt man sich, hier wird mit zweierlei Maß gemessen, aber ich bin Leichtathlet und liebe meinen Sport. Ich habe
auch mal Fußball gespielt – gar nicht schlecht sogar, aber das war auf Dauer nichts für mich.
MZ: Und wie stehst du zu den immer wieder bekannt werdenden Dopingsündern?
TH: Das ärgert mich sehr. Man selbst arbeitet sauber, aber kann diese Fabelzeiten.ohne Doping doch gar nicht erreichen.
Außerdem denke ich, dass es unverantwortlich ist, da man die Folgeschäden in der Regel gar nicht abschätzen kann. Ich
wünsche mir, dass immer mehr kontrolliert wird und Dopingsünder noch stärker bestraft werden.
MZ: Wie sieht bei Till Heimke ein Leben nach dem Sport aus?
TH: Ich bin jetzt im Abitur, habe noch die mündliche Prüfung in Sporttheorie vor mir und möchte dann mit dem BWL-Studium
beginnen. Am liebsten natürlich Richtung Sport-Marketing.
MZ: Wie hast du das vereinbart, Schule, Training, Wettkämpfe?
TH: Ich habe sehr viel Glück mit meiner Schule. Meine Klassenkameraden und auch die Lehrer haben mich immer unterstützt.
Wenn ich zu Wettkämpfen unterwegs war, haben sie mir geholfen, die Lücken aufzuarbeiten. Das war einmalig.
MZ: Hast du schon mal überlegt, dich dem Sprintteam aus Wattenscheid anzuschließen oder zu einem anderen größeren
Verein zu wechseln?
TH: Im Moment fühle ich mich sehr gut betreut und trainiert beim TSV. Unser Verein wird immer größer, wir richten auch viele
Wettkämpfe aus, es stimmt dort alles.
MZ: Wie geht es jetzt weiter?
TH: Zunächst einmal steht natürlich die Olympiade in Athen im Vordergrund. Ich bin froh, dass ich die Norm so früh in der
Saison erfüllt habe, damit kann die Vorbereitung intensiv auf den August hin ausgerichtet sein.
MZ: Ich hoffe, dir hat es in Zeven gefallen und wir können dich nächstes Jahr wieder bei unserem Pfingstsportfest begrüßen.
TH: Auf jeden Fall, ich wollte schon letztes Jahr hier starten, musste dann aber verletzungsbedingt absagen.

ZEVENER ZEITUNG vom 19. Juni 2004
„Olympiateilnahme ist immer noch mein Ziel“
Hürdensprinterin Kirsten Bolm im Gespräch mit Mara Zabel
Zeven (nb). Anlässlich des 23. Nationalen Pfingstsportfestes in Zeven führte die LAV-Vorsitzende Mara Zabel (MZ) ein Interview
mit der Hürdensprinterin Kirsten Bolm (KB) aus Scheeßel, die für die LG Mannheim startet, aber zur Zeit verletzungsbedingt
pausiert.
MZ: Wir freuen uns, dass du als Gast unser Pfingstsportfest in Zeven besuchst, hätten dich aber lieber am Start gesehen.
KB: Ich befinde mich im Moment in der Aufbauphase und werde auch wieder über die 100-m-Hürdenstrecke antreten, aber der
Termin kam noch etwas zu früh für mich.
MZ: Was ist passiert?
KB: Ich bin vergangenes Jahr an der Achillessehne operiert worden und befand mich gerade wieder im Training, als eine alte
Rückenverletzung aufbrach. Im Frühjahr habe ich gedacht, es ist Schluss mit dem Sport, ich muss aufhören. Dann habe ich
einen Therapeuten gefunden, der mich wieder fit bekommen hat und nun möchte ich noch einmal angreifen.
MZ: Ist denn eine Teilnahme an den Olympischen Spielen noch zu realisieren?
KB: Das ist mein Ziel. Ich bin im Training bereits 13,00 s gelaufen, was ich im Wettkampf natürlich noch bestätigen muss. Die
Olympianorm, die es zu erreichen gilt, liegt bei 12,89 s, das ist nicht so weit weg.
MZ: Woher nimmt man die Motivation nach diesen Verletzungen weiter zu machen?
KB: Es lief so gut vor zwei Jahren, ich war schnell und hatte das Gefühl es ist noch mehr möglich, da konnte ich nicht Schluss
machen. Und natürlich reizt eine mögliche Olympiateilnahme.
MZ: Wie bist du denn finanziell zurecht gekommen in den vergangenen zwei Jahren?
KB: Ich hatte ein halbes Jahr ganz gut verdient mit dem Sport und mir Rücklagen geschaffen, die natürlich schnell verbraucht
waren. 25 000 Euro Arztkosten habe ich zu bezahlen gehabt, davon hat die Krankenversicherung nur einen kleinen Teil über-
nommen.
MZ: Hilft der Deutsche Leichtathletikverband seinen Aktiven in solchen Phasen?
KB: Überhaupt nicht, das war sehr enttäuschend für mich. Ist man verletzt und kann keine Wettkämpfe für Deutschland be-
streiten, ist man sofort vergessen.
MZ: Was machst du neben dem Sport?
KB: Ich studiere Psychologie im Hauptstudium, habe aber natürlich durch die Operationen und Rehabilitationsmaßnahmen viel
Zeit verloren.
MZ: 30 Jahre war dein Heimatverein, der TV Scheeßel-Eichenschule, der Ausrichter dieses Pfingstsportfestes. Jetzt haben wir
von der LAV diesen Termin übernommen. Wie gefällt es dir hier?
KB: Viel besser als früher! Sonst war Zeven am Samstag immer der Vorläufer für das größere Meeting am Sonntag in Scheeßel,
aber jetzt haben die Aktiven Zeven an beiden Tagen angenommen. Wenn ich sehe, wie viele Deutsche Spitzenathleten hier am
Start sind, das ist schon toll. Es ist sehr stimmungsvoll und ich finde es schön hier zu sein.
MZ: Wir drücken die Daumen, dass du fit wirst und deine Ziele im Sport noch erreichen kannst. Und wir wünschen uns, dass du
im nächsten Jahr bei uns startest.
KB: Wenn alles gut läuft mache ich das auf jeden Fall. Ich bin immer gern in meiner alten Heimat.