30 Jahre Pfingstsportfest in Zeven

30 Jahre Pfingstsportfest in Zeven

In diesem Jahr feiert das größte Leichtathletikfest des Nordens Jubiläum

 

1982 begann eine Erfolgsgeschichte in der Leichtathletik, die so niemand erwartet hat. Am Pfingstsamstag des Jahres 1982 luden die Verantwortlichen um Hans-Hermann Neblung  die ersten Aktiven nach Zeven ein, um sich auf einem Sportfest den verschiedenen leichtathletischen Disziplinen zu stellen.

 

Es war eine sehr überschaubare Zahl an Aktiven aus der Region, die die Anfänge des heute größten Sportfestes Norddeutschlands in Zeven miterlebten. Die Aufnahme der Meldungen erfolgte damals per Hand, ebenso wie auch die Urkunden handschriftlich erstellt wurden – an Computerarbeit war nicht zu denken. Selbstverständlich wurden auch die Laufzeiten mit Stoppuhren ermittelt.

 

 

Das Pfingstsportfest in Zeven erwarb sich sehr schnell einen festen Termin  im Kalender der Athleten und schon nach  8 Jahren wurde es überregional besucht und bekam erstmalig den Zusatz „Nationales“ Pfingstsportfest. 265 Aktive aus 64 Vereinen gingen 1989 an den Start. Damals profitierten die Aktiven von der Möglichkeit auf zwei Sportfesten im Norden zu starten – samstags in Zeven und am Sonntag beim TV Scheeßel. 1991 war die Beteiligung mit einer Gruppe aus Ungarn erstmals international. Aus Zevener Sicht erfreulich war der Sieg von Birte Bultmann über 1500m.

 


Birthe Bultmann

 


Wendel Williams im Jahre 2000 in Zeven
Beim 12. Nationalen Pfingstsportfest ging der spätere Silbermedaillengewinner im Mehrkampf, Frank Busemann, über die 110m Hürden an den Start. Ein erstes großes Highlight für die Zevener, denen noch sehr häufig großer Sport in Zeven geboten wurde. 1996 sorgte die spätere Goldmedaillengewinnerin Steffi Nerius mit 63,06m im Speerwurf für das herausragende Ergebnis. Inzwischen hatte sich in der Leichtathletikszene herumgesprochen, dass die Mischung zwischen professioneller Ausrichtung und athletenfreundlicher Atmosphäre in Zeven stimmt. Beim 16. Nationalen Pfingstsportfest begrüßten die Zevener Grit Breuer, die über 100m und 200m Jahresbestleistungen lief.

 

 

 

Einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnete die 17. Auflage des Pfingstsportfestes 1998 mit 908 Aktiven aus 154 Vereinen. Die Anwesenheit der Bundestrainer mit vielen Kaderathleten wertete die Veranstaltung erneut auf. Die Zuschauer verfolgten den ersten Auftritt von Sprinter Marc Blume über 100m und 200m, dem noch viele folgen sollten. Bis zu seinem Karriereende war der Wattenscheider ein häufiger und gern gesehener Gast in Zeven.

 

 

Das Jahr 2000 brachte einen Wechsel in der Ausrichtung der Veranstaltung. Viele neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer konnten durch das von Hans-Hermann Neblung ins Leben gerufene „Team 2000“ gewonnen werden. Die Computerarbeit ermöglichte eine schnellere Auswertung aller Wettbewerbe. Olympiateilnehmer Wendell Williams aus Trinidad sorgte mit seinem Weitsprung über 8m für Begeisterung.

 

 

2003 gab es dann eine weitere Herausforderung für das Ausrichterteam an der Kanalstraße. Die Scheeßeler gaben ihr Pfingstsportfest auf und es kam zu vielen Diskussionen, wer das Sportfest übernehmen sollte, das längst einen festen Termin im Kalender der Aktiven hatte. Der Vorstand der LAV Zeven fasste den Beschluss das Zevener Pfingstsportfest von nun an zweitägig auszuschreiben, was von den Aktiven und ihren Trainern begeistert angenommen wurde. Das bedeutete zusätzliche Anstrengungen, denn viel mehr ehrenamtliche Helfer mussten eingesetzt werden.

 

 


Sina Schielke
Das 23. Nationale Pfingstsportfest 2004 war ganz in der Hand der Deutschen Sprintelite, von denen viele als Olympiateilnehmer gefeiert wurden. Neben Marc Blume und Alexander Kosenkow überzeugten die Nachwuchsprinter Sebastian Ernst und Till Helmke in Zeven. Daneben begeisterten die Auftritte von Sina Schielke über 100m und Kirsten Bolm über 100m Hürden. Internationalen Flair bekam die Veranstaltung durch den Auftritt von 4 jungen Sprintern des „Singapur National Teams“.

 

 

2006 feierte die LAV Gemeinde ein erstes Jubiläum: Seit nun mehr 25 Jahren zieht es die Deutsche Leichtathletikelite nach Zeven – vor allem im Jugendbereich sind die Leistungen, die in Zeven über die Jahre geboten wurden, überragend. Die Ausrichtung der Veranstaltung ist mit den Jahren immer perfekter geworden und erfährt auch überregional großes Lob. So schrieb die Zeitschrift „Leichtathletik“ in ihrem Bericht zum Zevener Pfingstsportfest:“ Wer noch nicht in Zeven war, der hat was versäumt. Hier mischen sich professionelle Ausrichtung und familiäre Athmosphäre.“

 

 


Petra Lammert und Denise Hinrichs
Das 27. Nationale Pfingstsportfest stand ganz im Zeichen der Kugelstoßerinnen Petra Lammert und Denise Hinrichs aus Neubrandenburg. Die 20,04m von Petra Lammert bedeuteten Weltjahresbestleistung im Kugelstoßen.

 

 

Im vergangenen Jahr luden die Veranstalter zum 29. Mal die Aktiven aus Deutschland ein, das Pfingstmeeting zu besuchen. Knapp 800 Teilnehmer aus 164 Vereinen sind dem Aufruf gefolgt. Mit Silvio Schirrmeister aus Dresden war unter anderem der überragende 400m Hürdenläufer des Deutschen Leichtathletikverbandes am Start.

 


Silvio Schirrmeister

 


Kirsten Bolm im Gespräch mit Mara Zabel
Viele positive Rückmeldungen 2010 – so schrieb ein Verein: „Nirgendwo macht es so viel Spaß an den Start zu gehen wie in Zeven!  Es ist ein so tolles Sportfest.“ – motivierten die Veranstalter auch 2011 beim  30. Pfingstsportfest wieder optimale Wettkampfstätten herzurichten, die Kampfgerichte athletenfreundlich und doch professionell zu besetzen und so den Aktiven und den Zuschauern Leichtathletik auf hohem Niveau zu bieten.

 

 

 

Text: Mara Zabel

www.pfingstsportfest-zeven.de

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Über Steffen Meinke

Moin, mein Name ist Steffen Meinke, ich bin seit Mitte 2016 für die technische Umsetzung der LAV Zeven Seite verantwortlich und veröffentliche regelmäßig die neusten Artikel und Ergebnisse der Aktiven. Neben dieser Aufgabe bin ich auch noch im KLV Rotenburg als Statikstiker für die Kinder und Jugendliche der Altersklassen U16 und jünger verantwortlich. Bei so viel Arbeit neben dem Platz habe ich kaum noch Zeit selbst zu trainieren, doch werdet ihr meinen Namen auch immer wieder als Athlet der LAV auf dieser Seite finden.