Purzelnde Rekorde und zahlreiche Bestleistungen beim Pfingstsportfest

Rekorde, Bestleistungen und große Erfolge wurden auf dem 45. Pfingstsportfest der LAV Zeven am vergangenen Wochenende gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen traten die Leichtathleten zu zahlreichen Wettkämpfen an.

„Das Wochenende war ein voller Erfolg. Nicht nur die Spitzensportler glänzten mit Top-Leistungen. Auch die Hobbyathleten verzeichneten persönliche Bestleistungen und freuten sich über tolle Ergebnisse“, resümierte Jens Dohrmann, erster Vorsitzender und Sportwart der LAV Zeven sowie Organisator des traditionellen und beliebten Pfingstsportfestes nach der sportlichen Großveranstaltung.

1000 Teilnehmer, 1700 Starts und 80 Helfer beim Pfingstsportfest

Bei strahlend blauem Himmel ging es auf dem LAV-Gelände in der Zevener Kanalstraße zwei Tage lang zu, wie in einem Ameisenhaufen. Es flogen Speere, Disken und Kugeln in verschiedenen Ecken der Sportanlage. Immer wieder ertönten Schüsse, die den Läuferinnen und Läufern auf der Tartanbahn das Startsignal gaben. Über zahlreiche Lautsprecher verkündete der Moderator die nächsten Wettkämpfe, Leistungen und Siegerehrungen über den großen Sportplatz.

Aus ganz Deutschland sind sowohl Spitzen- als auch Hobbyathleten nach Zeven gereist. 1700 Starts von 1000 Teilnehmern aus 191 Vereinen verzeichnete das Organisationsteam in diesem Jahr. „Ich bin ein absoluter Fan des Zevener Pfingstsportfestes und schicke meine Sportlerinnen und Sportler immer hierher“, sagt Björn Sterzel, Bundestrainer für den Nachwuchs im Hürdenlauf. Rund 80 ehrenamtliche Helfer sind zwei Tage lang auf dem LAV-Gelände aktiv und machen die Großveranstaltung möglich.

Junge Talente mit Bestleistungen und Rekorden

„Vor allem am Samstag purzelten bei den Hürdenläufen die Rekorde und Bestleistungen. Die Läufer haben die idealen Bedingungen am Wochenende genutzt und sind Wahnsinnsleistungen gelaufen“, sagt Jens Dohrmann. Eine der erfolgreichen Läuferinnen war Delisha Benelisa Domingos vom TuS Lichterfelde aus Berlin. 

Sie erreichte im 100-Meter-Hürden-Vorlauf mit 13,09 Sekunden nicht nur ihre persönliche Bestleistung, sondern stellte damit auch den Pfingstsportfestrekord und den deutschen Rekord in ihrer Altersklasse U18 auf. Über ihre tolle Leistung freute sich die Berlinerin sehr. Sie war sehr aufgeregt, denn die vergangene Saison lief nicht so gut, wie die Sportlerin nach ihrem Rekord-Lauf sagte.

Valerie Fehlandt verbessert ihre persönliche Bestleistung

Auch das Talent der LAV Zeven Valerie Fehlandt zeigte Spitzenleistung. 800 Meter lief sie in 2:09,90 Minuten und damit vier Sekunden schneller als ihre bis dato persönliche Bestzeit. „Ich konnte meine Renntaktik gut umsetzen und das Wetter mit den hohen Temperaturen finde ich immer super zum Laufen“, sagt die Leichtathletin.

„In meinem Lauf waren außerdem starke Läuferinnen, sodass wir einander ziehen konnten und dass viele Freunde und Verwandte vor Ort waren, um mich zu unterstützen, hat mich noch mehr motiviert“, so Valerie Fehlandt über den Lauf am gelungenen Wochenende auf dem Pfingstturnier.

Text: Isabell Wenzel/ZZ, Fotos: Dohrmann

Weihnachtsfußball 2025

Alle Jahre wieder spielen die Leichtathleten der LAV an Heiligabend in Zeven Fußball. Auch in diesem Jahr wurde mit der Tradition nicht gebrochen. Und so versammelten sich 12 Spieler und eine bunt gemischte Zuschauerschaft am späten Vormittag des 24. Dezembers in der Sporthalle in der Kanalstraße um sich sportlich auf die Weihnachtstage einzustimmen.

TuS Zeven kürt Leichtahletin als „Sportlerin des Jahres“

Der TuS Zeven hat im Rahmen des diesjährigen Sportlerballs im Elsdorfer Hof Valerie Fehlandt als „Sportlerin des Jahres“ geehrt.

Valerie hat 2020 im Alter von 9 Jahren mit der Leichtathletik mit einem typischen beginn mit vielen Mehrkämpfen und einem vielseitigen Training angefangen. Schnell wurden ihre Fähigkeiten im Langsprint und auf den Mittelstrecken offensichtlich. Mitlerweile trainiert sie vier bis fünf Mal in der Woche. Trotz ihrer begabung für die Lauf- und Sprintdisziplinen ist Valerie weiterhin vielseitig unterwegs und hat in diesem Jahr von einem Siebenkampf, verschiedenen Hürden und Hindernisstrecken bis hin zu 2000m Läufen alles gemacht.

Valerie Fehlandt (m.) mit ihren Eltern (r.) und ihren Trainern (l.).

Das Resultat waren unter anderem fünf Landesmeistertitel (300 m, 800 m, 1500 m Hindernis, Blockwettkampf Lauf (100 m, 80 m Hürden, Weitsprung, Ballwurf, 2000 m), Crosslauf Mannschaft), einen Norddeutscher Meistertitel (1500m Hindernis), vier Qualifikationsnormen für Deutsche Meisterschaften (100m, 300m, 800m, 1500m Hindernis) und als Höhepunkt einen Deutschen Meistertitel in Ulm über 800m mit einer Zeit von 2:14,09 Minuten. Damit hat sie dieses Jahr ihre Bestzeit über diese Strecke um über sechs Sekunden im Vergleich zum Jahr 2024 gesteigert. Das Video vom Lauf in Ulm ist auf dem Youtube-Kanal des DLVs zu sehen.

Tjelle Haber verbessert bei den Deutschen Jugendmeisterschaften seine persönliche Bestleistung

Zeven/Wattenscheid. Die deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathletik in den Altersklassen U18 und U20 wurden in diesem Jahr im frisch renovierten Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid ausgetragen. Tjelle Haber hatte sich bereits im Mai für die 400m Hürden qualifiziert.

Tjelle Haber kurz nach dem Start
Tjelle Haber kurz nach dem Start

Bereits am Freitag fuhr der junge Athlet mit seiner Familie nach Wattenscheid, um genügend Zeit zu haben, die Muskulatur nach der Autofahrt wieder zu lockern. Knapp 30 Athleten waren für die Vorläufe am Samstag gemeldet, letztlich gingen 24 an den Start. Somit gab es drei Halbfinalläufe, bei denen die jeweils zwei Laufbesten sich direkt für das Finale qualifizierten. Zusätzlich kamen die zwei Zeitschnellsten aus den insgesamt drei Läufen weiter.

Nach dem Aufwärmen auf dem Aufwärmplatz musste Tjelle sich mit den anderen 23 Athleten seiner Disziplin vor dem Callroom sammeln. Im Callroom kontrollieren Kampfrichter u.a. die Laufschuhe und Trikots auf regelkonforme Ausführung. Von dort wurden die Läufer laufweise durch den Athletentunnel in Stadion geführt.

Tjelle startete im zweiten Halbfinallauf auf Bahn 8. Nach einem gelungenen Lauf durch die Startkurve vor den Augen seines Trainers Janik Dohrmann hielt er mit dem hohen Anfangstempo der Spitzengruppe mit. Nach 200 m lag der Sittenser auf einem guten vierten Platz. Diesen Platz konnte er eingangs der Zielgeraden halten und brachte ihn souverän ins Ziel. Mit 56,11 sec. verbesserte Tjelle seine persönliche Bestleitung um über eine Sekunde. Der gelungene Lauf bedeutete einen guten Platz 12 in der Gesamtwertung der Halbfinalläufe.

Text: Jens Dohrmann

Foto: Janik Dohrmann