Valerie Fehlandt startete erstmals bei einem internationalen Wettbewerb. Die junge Athletin der LAV Zeven qualifizierte sich für die Europameisterschaften der U18 in Rieti. Bereits am Montag sammelte der Deutsche Leichtathletik-Verband alle Qualifizierten in Frankfurt, um dann direkt nach Rom zu fliegen. Rieti liegt rund 100km nordöstlich der italienischen Hauptstadt. In den Tagen vor Beginn der Meisterschaft standen lockere Trainingseinheiten auf dem Programm und ganz wichtig die Akklimatisation.
Am Freitagmorgen um 9.20 Uhr stand der Vorlauf über 800m für Valerie auf dem Programm. Gleich im ersten Vorlauf stand die Brauelerin auf Bahn 6 an der Startlinie. Die ersten 200m wurden von dem Feld sehr schnell und kompakt angelaufen. In der zweiten Kurve kam es zu den ersten Positionskämpfen, aus denen Valerie sich heraushalten konnte. Die ersten 400m wurden in 65 sec zurückgelegt und Valerie lag an Platz 3. Leider gab es in der dritten Kurve weitere Positionskämpfe, in die auch Valerie verwickelt wurde. Sie kam kurz aus dem Laufrhythmus und verlor wichtige Meter. Sie versuchte, den Anschluss wiederherzustellen, das kostete jedoch Kraft, die ihr dann auf der Zielgeraden fehlten. Mit 2.12,72 min kam sie als Fünfte ihres Laufes ins Ziel. Nur die ersten drei jedes Vorlaufes kam direkt ins Halbfinale sowie die insgesamt vier weiteren Zeitschnellsten. Leider zerschlug sich diese kleine Hoffnung auf ein Weiterkommen nach dem zweiten Vorlauf, denn Valerie war nach dem Lauf nicht mehr unter den vier Zeitschnellsten. Am Ende der Vorläufe lag sie als Zweitjüngste im Feld auf dem 23. Platz von insgesamt sind 33 Teilnehmerinnen.

Für Valerie ins diese Meisterschaft der vorläufige Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere. Sie hat in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung vollzogen. Letztes Jahr stand ihre Bestzeit bei 2:14 min, im Jahr 2024 bei 2:21 min und in 2023 bei 2:30 min. Ihr Trainer Rainer Dohrmann hat bei sichtbarem Potential über die 800m bei Valerie immer auch auf ein vielseitiges Training bzw. Wettkampfprogramm wert gelegt. Dieses Konzept ist in den letzten Jahren voll aufgegangen. Wir hoffen, dass Valerie gesund bleibt und den Spaß an ihrem zeitintensiven Hobby behält, sodass sie noch viele solcher Veranstaltungen als Athletin besuchen darf.
Foto Fehlandt