“Das war ein großes Fest der Senioren” 

NLV-Masters in Zeven ein voller Erfolg 

Zeven. Unter der Regie der LAV Zeven wurden bereits zum vierten Mal die Landesmeisterschaften der Master in der Stadt am Walde ausgetragen. Hervorragende äußere Bedingungen, eine professionelle Organisation und viele fleißige Hände hatten großen Anteil daran, dass die zweitägige Veranstaltung ein voller Erfolg war. “Das war wirklich ein großes Fest für die Senioren”, freute sich Jens Dohrmann von der LAV Zeven. 

Die rundum gelungenen Landesmeisterschaften waren aus Sicht der Gastgeber aber auch sportlich ein voller Erfolg. Zwar nahmen aus Reihen der Zevener Leichtathletikvereinigung nur ein halbes Dutzend Athleten an der Veranstaltung teil, aber die heimsten nicht weniger als 13 Medaillen ein. Jeweils drei Goldmedaillen gingen an Karl Wolf und Kevin Lembach. Wolf, der in der Altersklasse M75 startete, schaffte den Sprung auf das höchste Treppchen über 100 Meter, im Stabhochsprung und im Weitsprung. Kevin Lembach (M30) siegte ausschließlich in den Laufdisziplinen über 100 und 200 Meter sowie 110 Meter Hürden. Überaus erfolgreich war auch Christoph Muche (M50), der im Kugelstoßen und im Diskus auf dem Siegertreppchen landete und im Speerwurf Bronze errang. 

Immer noch eine Klasse für sich war Czeslaw Pradzynski (M65), der über 100 Meter nicht zu schlagen war. Großen Anteil am Zevener Gesamterfolg hatten zudem Sylvia Huch, die im Kugelstoßen der Altersklasse W45 die Bronzemedaille errang und Alfred Wedemeyer, der in Altersklasse M55 seine Klasse auf der Mittelstrecke unter Beweis stelle und sowohl über 1500 wie auch 800 Meter den dritten Platz errang. Allen Grund zur Freude hatten aber nicht nur die Athleten aus der Stadt am Wade- So war es Hillen von Maltzahn aus Burgdorf (W75), die die 400 Meter einen neuen Deutschen Seniornerekord lief und über 200 Meter einen neuen Landesrekord aufstellte.  

Beinahe hätte es auch eine neue Weltrekordlerin im Speerwurf der Atersklasse W55 gegeben. Die amtierende Rekordhalterin, Dagmar Suhling von der LG Kreis Verden, präsentierte sich in Zeven in hervorragender Verfassung und verfehlte ihren Rekord um gerade einmal drei Zentimeter. Rund fünf 0,5 Sekunden fehlten letztlich bei dem mit großer Spannung erwarteten Weltrekordversuch der 4 mal 100 Staffel des DLV. “ Für einen Weltrekordversuch muss einfach alles passen, die Staffelform, die Form der Läufer, die Wechsel und die natürlich die äußeren Bedingungen. Heute sind wir nicht in der vermeintlichen Bestbesetzung angetreten. Wir haben keine großen Fehler gemacht, aber hier und entscheidende Zehntel verloren und so läppern sich die fünf Zehntel, die uns am Ende gefehlt haben”, so der amtierende Deutsche Meister, Michael Hollmann, der die Enttäuschung aber schnell weggesteckt hatte und eine klare Ansage machte. 

“Heute hat es nicht geklappt, aber der Weltrekord ist definitiv drin. Einen neuen Versuch werden wir aber nicht vor 2026 unternehmen. Erst einmal ist der Fokus auf die bevorstehenden Europameisterschaften auf Madeira gerichtet. Dort sind wir auch mit der Staffel am Start”, so der gebürtige Sittenser über die nächsten sportlichen Aufgaben. Während sich die Athleten auf die nächsten sportlichen Großereignisse einstimmen, sind weitere Veranstaltungen in Zeven in diesem Jahr nicht mehr geplant. “Wir haben unser Pensum für dieses Jahr erfüllt. Die nächste Großveranstaltung ist dann das Pfingstsportfest 2026”, so Jens Dohrmann am Rande der Veranstaltung, bei der nicht weniger als 120 Helferinnen und Helfer am Start waren, um vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.   

Text/Fotos: Zevener Zeitung Siegbert 

Weitere Fotos von Christian Eckhoff

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Über Steffen Meinke

Moin, mein Name ist Steffen Meinke, ich bin seit Mitte 2016 für die technische Umsetzung der LAV Zeven Seite verantwortlich und veröffentliche regelmäßig die neusten Artikel und Ergebnisse der Aktiven. Neben dieser Aufgabe bin ich auch noch im KLV Rotenburg als Statikstiker für die Kinder und Jugendliche der Altersklassen U16 und jünger verantwortlich. Bei so viel Arbeit neben dem Platz habe ich kaum noch Zeit selbst zu trainieren, doch werdet ihr meinen Namen auch immer wieder als Athlet der LAV auf dieser Seite finden.