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Vor 35 Jahren
gründete Hans-Hermann Neblung im TuS Zeven die
Abteilung Leichtathletik. Seit dieser Zeit ist die Abteilung fest mit seinem
Namen verbunden und ohne ihm undenkbar. In all
diesen Jahren stand er als Abteilungsleiter an 1. Stelle. Lediglich Mitte der
70er Jahre übernahm Karl Wolf für einige Jahre die Abteilungsleitung und auch
Hartmut Kotsch war danach für zwei Jahre an der
Spitze. Nun stellte er sich nicht mehr zur Wiederwahl und übergab sein Amt an
Rainer Dohrmann.
Nach 35 Jahren zu gehen, heißt nicht nur, dass der dienstälteste Abtl. den TuS-Vorstand verlässt, der in Zeven eine Leichtathletikhochburg schuf, sondern auch,
dass man einfach mal dankeschön sagt im
Namen aller Aktiven, deren Eltern und all deren, die einfach Freude daran
hatten, dass hier in Zeven diese Sportart eine
Bedeutung bekommen hat.
Vor 35 Jahren als Hans-Hermann anfing, gab es in Zeven
keine Leichtath- letikanlage.
Trainingsmöglichkeiten gab es nur an der Gauss-Schule
und doch scharrten sich bald Jugendliche um ihn, die Spaß und Freude an dem
Sport hatten. Einige Aktive aus dieser ersten Zeit waren: Horst Viebrock, Werner Hansen jr., W.Held,
Hans-Joachim Simat, Werner Burkhard, Karl Wolf,
Karin Bialluch und Karin Krüger, um nur einige zu
nennen.
In seiner Zeit
als Lehrer in Zeven konnte er viele seiner Schüler
für die Leichtathletik gewinnen. Seine ersten großen Erfolge als Trainer gab
es mit seinen Schülern bei "Jugend trainiert für Olympia" . Mehrmals konnte man sich für das Bundesfinale in
Berlin qualifizieren und einmal kehrte die Schulmannschaft sogar als
Bundessieger zurück.
Der Sportplatz an der Kanalstrasse wurde unter seiner aktiven Mitarbeit zu
einer Leichtathletikanlage ausgebaut, die schon damals für große Wettkämpfe
gedacht war.
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In all den
Jahren als Abteilungsleiter war er aber auch selbst immer als Leichtathlet
aktiv. In der Männerklasse startete er damals auch für den VfL Wolfsburg und
erzielte viele Top-Leistungen und Meistertitel. In Erinnerung liegen mir
immer noch seine Erzählungen von seinem großartigen Sieg am Holmenkollen /Norwegen. In seiner aktiven Zeit in Zeven war er besonders als Sprinter, Weitspringer und
Mehrkämpfer erfolgreich. Als Seniorenwettkämpfer startete er bei vielen Welt-
und Europameisterschaften und gewann hier auch einige Titel.
35 Jahre war er vor allem aber als Trainer aktiv, hat viele Schüler,
Jugendliche und Erwachsene trainiert und betreut, hat sie zu Leistungen
angespornt, sie auf unzähligen Wettkämpfen begleitet, Titel mit ihnen errungen
und dann miterleben müssen, dass sie häufig auf ihrem Leistungshöhepunkt dem
Sport den Rücken kehrten, so dass er wieder neu aufbauen musste.
In den ersten Jahren seiner Trainertätigkeit waren es die Sprinter und
Weitspringer die besonder erfolgreich waren. Hier
sind zu nennen: Uwe Schröter, die Brüder Bernd und Jochen
Krüger, die Weitspringerin Ilsegret Martens,der leider
viel zu früh verstorbene Thomas Oberbörsch und natürlich Michaela Detjen,
die ihre größten Erfolge im Kugelstoßen und im Diskuswurf hatte. Später dann waren es die Werfer,
speziell die Speerwerfer die die größten Erfolge erzielten. Sein Sohn Ulf
hält immer noch den Landesrekord im Speerwurf mit 73,48m. Ebenfalls sehr
erfolgreich war Mark Schober, der in allen Wurfdisziplinen erfolgreich war.
Heute nun scheint es, dass er mit Meike Lürßen ein
neues hoffnungsvolles Speerwurftalent trainieren kann. Hinzu kommt auch noch
mit Timm Müller ein Läufer, der im letzten Jahr zu den Besten Sprintern der
deutschen Jugend-B-Klasse gezählt werden konnte.
Ich selber bin nun schon über 30 Jahr im TuS als Sprinter aktiv. So habe auch
ich Hans-Hermann sehr viel in meiner sportlichen Laufbahn zu verdanken. Sein
fachmännischer Rat ist immer gefragt. Ihm haben wir auch die tollen
Trainingslager in den Osterferien zu verdanken. Waren es früher die Trainigscamps auf der Insel Norderney, so wird nun schon
seit 12 Jahren in der Osterzeit in der Frühlingssonne von Igea
Marina, an der Adria/Italien trainiert.
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35 Jahre
Leichtathletik mit Hans-Hermann Neblung bedeutet auch, dass Zeven weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde.
20 nationale Pfingstsportfeste mit zum Teil erstklassiger Besetzung (Grit Breuer, Frank Busemann, Steffi Nerius
und Michael Möllenbeck um nur einige zu nennen)
haben dies bewiesen. Daneben holte er viele Landes- Bezirks- und Kreis- meisterschaften in die Stadt am Walde. Er schaffte es
über alle Jahre einen Stamm von Helfern zusammenzuhalten und es ist auch ihm
zu verdanken, dass alle gern in Zeven erscheinen.
Die Arbeit mit den Aktiven jeden Alters war für Hans-Hermann immer eine
besondere Herausforderung. Die Freude, die er beim Training, in den
Freizeiten und bei den Siegen auf unterschiedlichen
Ebene erlebte, waren schon ein besonderer Meilenstein seiner
Freizeitbeschäftigung. Unterstützt wurde er in seinem Anliegen immer wieder
von seiner Familie, von der Stadt und Samtgemeinde Zeven,
von Zevener Geschäftsleuten und Firmen.
Sein Engagement und sein Einsatz für die Jugend sind immer wieder anerkannt
worden, umso erstaunlicher ist es, dass man von Seiten des TuS-Vorstandes
keinerlei Kenntnis von seinem Abschied genommen hat, keinerlei Worte des
Danks gefunden hat, obwohl er seine Erfolge für den TuS Zeven
erzielt hat.
Und doch, trotz aller geopferter Zeit, ist ein solches Unterfangen allein
nicht zu schaffen, braucht man ein Team, Menschen, auf die man sich verlassen
kann. Und die hat er in Zeven gehabt. Sie sind
irgendwann dazu gestoßen und haben dann zum Teil jahrzehntelang ehrenamtlich
mitgearbeitet. Hier sind besonders Elke Feddersen-Biller
als LAV-Vorsitzende und Trainerin und Sigrig Mundt, die viele Jahre
das Wettkampfbüro leitete, zu nennen. Hinzu kommt noch Traudel Hauck, als Kampfrichterwartin, die immer eine ausreichende Anzahl
Kampfrichter für die Sportfeste besorgte.
Danke zu sagen, ist heute nicht mehr selbstverständlich, alle Mitglieder der
LAV möchten es auf diesem Wege tun, denn ohne ehrenamtliche Tätigkeit sind
Sportvereine nicht mehr zu führen und Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten.
Es wird in der LAV und in der Leichtathletik des TuS weitergehen, das hoffen
alle Aktiven. Sicherlich wird Manches anders ablaufen, aber allein durch die
Tatsache, dass Hans-Hermann Neblung als Sportlicher Leiter und Leiter der
Veranstaltungen weiter zur Verfügung steht, ist Kontinuität gewährleistet, so
dass Zeven seinen Ruf als Leichtathletikhochburg
nicht verliert.
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