Landesmeistertitel
und drei neue Kreisrekorde
Alle
Rasenkraftsportler des TuS Zeven unter den Besten des
Landes Niedersachsen
Pressebericht von Jens Zschiesche – Fotos © Jens Zschiesche
Ergebnisaufstellung Gesamt – nur Hammerwurf
|
ZEVEN.
Am „Tag der Deutschen Einheit“ war die Sportanlage an der Kanalstraße - neben
Salzwedel, wo der SC Lüchow die diesjährige Parallelveranstaltung
durchführte - erneut einer der beiden Austragungsorte der
Landesmeisterschaften der Rasenkraftsportler. Hierbei konnten sich die
Aktiven des gastgebenden TuS Zeven nicht nur
Landesmeistertitel sichern. Auch drei neue Kreisrekorde in der
leichtathletischen Wertung des Hammerwurfes waren zum Schluss in der Bilanz
des Tages zu verzeichnen. Rasenkraftsport
(RKS) ist mit seinen Disziplinen Hammerwerfen, Steinstoßen und Gewichtwerfen
eine nicht gerade weit verbreitete Sportart. Organisiert ist sie im Deutschen
Rasenkraftsport- und Tauziehverband (DRTV) und wird seit 1989 auch in Zeven in einer der kleineren Abteilungen des TuS
betrieben. Am Montagvormittag waren die Zevener nun
zum wiederholten Mal Mitausrichter der
Landesmeisterschaften. Diese fand parallel an mehreren Orten statt, um den
Teilnehmenden im Flächenland Niedersachsen Fahrwege zu ersparen. Auf der
heimischen Anlage belegten die Zevener
Rasenkraftsportler Tim Kosmata, Monika Drewes,
Rainer Dohrmann, Detlef Bredehöft, Eike Rolfs und
Hans-Hermann Neblung dabei in ihren jeweiligen Alters- und Gewichtsklassen
die Siegerplätze. Außerdem kam die Mannschaft der Altersgruppe der Senioren 2
mit Rainer Dohrmann, Detlef Bredehöft und Eike
Rolfs ebenfalls auf den ersten Platz. Bernd Bredehöft
sicherte sich in seiner Alters- und Gewichtsklasse den zweiten Rang. Klaus Krieglsteiner wurde Drittplatzierter. „Damit sind die Zevener Rasenkraftsportler unter den Besten des Landes
Niedersachsen erneut stark vertreten“ freute sich Abteilungsleiter Jens Zschiesche. Und auch
drei neue Kreisrekorde wurden in der leichtathletischen Wertung des
Hammerwerfens von Teilnehmenden der Leichtathletikvereinigung Zeven
(LAV Zeven) - in der die Leichtathleten des TuS Zeven ebenfalls Mitglieder sind - aufgestellt. Janik Dohrmann verbesserte im Laufe des Wettkampfes der
Schüler B M12 gleich mehrfach seinen von ihm gehaltenen Rekord auf nun
16,80m. Monika Drewes stellte für die Altersklasse W45 mit 18,39m einen neuen
Rekord auf. In der Altersklasse der W40 hält sie noch den Kreisrekord mit
17,41m, konnte also ihre bisherige persönliche Bestmarke in der neuen
Altersklasse noch verbessern. Und auch Hans-Hermann Neblung verbesserte in
seiner Altersklasse (M70) seinen eigenen Kreisrekord von 21,27m auf nun
23,15m. Erwähnenswert
sind ebenfalls die beachtlichen Leistungen der teilnehmenden Sportler aus
anderen Abteilungen des TuS Zeven und der
angereisten Vereine. So erhielten beispielsweise die Aktiven des Buxtehuder
SV rund um ihren Vereinstrainer Jürgen Schwerin mehrfach den Applaus des
Publikums für ihren sehenswerten Wurfstil und die
geworfenen Weiten. Die ausführlichen Ergebnisse der Veranstaltung finden sich
im Internet (www.lav-zeven.de). (zi) |

zi01: Kurz vor Ende der Veranstaltung stellten sich die Teilnehmenden
und das Wettkampfgericht noch zu einem Gruppenfoto auf.
NUR,
FALLS NOCH BEDARF AN EINEM „INFORMATIONSKASTEN“ BESTEHT:
Beim
RKS wird jede Disziplin bei den Wettkämpfen im Einzel- und auch im Dreikampf
gewertet.
Um
leichtere Werfer nicht zu benachteiligen, erfolgt die Einteilung im Wettkampf
nicht nur nach Alters- sondern zugleich nach Gewichtsklassen, weshalb die
Aktiven vor Wettkampfbeginn gewogen werden.
Da
die Rasenkraftsportveranstaltungen auch eine leichtathletische Wertung
ermöglichen, werden sie zumeist auch zeitgleich als Werfertag
ausgeschrieben und runden somit das vielfältige Wettkampfangebot auf der
Sportanlage an der Kanalstraße in Zeven ab.
Das
Hammerwerfen ist seit den Spielen von 1900 (Paris) eine olympische Disziplin
der Leichtathletik. Der Hammer besteht aus einer Kugel, einem Haltegriff und
einem Stahldraht, welcher Kugel und Griff zusammenhält. Das Gewicht des Hammers
beträgt je nach Altersklasse zwischen 3 und 7,26 kg.
Das Gewichtwerfen
war in den Jahren 1904 (St. Louis) und 1920 (Antwerpen) olympische Disziplin
der Leichtathletik. In Europa wurde das Gewichtwerfen inzwischen aus dem
leichtathletischen Programm gestrichen, während es in den USA weiterhin
innerhalb der Leichtathletik betrieben wird. Das Wurfgewicht ist dem Wurfhammer
ähnlich. Die Kugel ist allerdings schwerer und der Verbindungsdraht des Hammers
wird beim Wurfgewicht durch eine kürzere Kette ersetzt. Das Männer-Gewicht
wiegt 12,5 kg, das Frauen-Gewicht 5 kg.
Der
quaderförmige Stoß-Stein wird aus einem rund 15 Meter langen Anlauf heraus
einarmig gestoßen. Die Technik ist ähnlich dem Speerwerfen (Anlauf,
Stemmschritt) und Kugelstoßen (Umspringen, Abstoß). Das Gewicht des Steins ist
abhängig von der Altersklasse. Der Männer-Stein wiegt 15 kg. Der Frauen-Stein 5
kg.