Sensation perfekt:
Weltjahresbestleistung beim LAV-Meeting!
Petra Lammert - SC Neubrandenburg – siegte mit 20,04 Metern im
Kugelstoß
Pressebricht von Jens Zschiesche
Zeven
(zi). Für die Sensation des ersten Wettkampftages
sorgte auf dem diesjährigen 26. Nationalen Pfingstsportfest
der LAV Zeven die
Kugelstoßerin Petra Lammert vom SC Neubrandenburg.
Mit 20,04 m stellte sie auf der Sportanlage
an der Kanalstraße eine neue Weltjahresbestleistung
im Kugelstoßen auf. Neben diesem absoluten Höhepunkt gab es am
Samstag
weitere Spitzenergebnisse in Fülle. Unzählige Qualifikationsleistungen für die
Deutschen Meisterschaften, neue
Pfingstsportfestrekorde und viele persönliche
Bestleistungen der fast 900 Athletinnen und Athleten.
Der Samstag begann zuerst noch mit Nieselregen, der
später in strömenden Dauerregen überging. Diese Witterung ließ
für die zweitägige Leichtathletikveranstaltung
schlimmste Befürchtungen aufkommen. Aber nachdem es gegen Mittag
trockener wurde, bewies die Zevener
Traditionsveranstaltung einmal wieder, wofür sie in der bundesdeutschen
Leichtathletik
berühmt ist geworden ist: Gute Wettkampfergebnisse,
starke Teilnehmerfelder und eine reibungslose und professionelle
Organisation in familiärer Atmosphäre.
Alte Bekannte in Zeven
So fanden sich bereits am Freitag, als das Team der
LAV Zeven noch mit dem Platzaufbau und der
Vorbereitung der Großveranstaltung
mit rund 900 gemeldeten Aktiven aus über 160
Vereinen und mit 1600 Starts beschäftigt war, die
ersten Teilnehmer auf der
Sportanlage ein, um einige Trainingsrunden zu
absolvieren oder sich mit den Wettkampfstätten vertraut zu machen. Unter ihnen
auch die beiden Wattscheider Sprinter Marc Blume und
Jan Schulte, die schon seit Jahren in Zeven
erfolgreich an den Start gehen.
Im 100 m Lauf der Männer setzte sich dann auch Marc
Blume mit 10,54 Sekunden erneut gegen seinen Vereinskameraden Jan Schulte
(10,62
Sekunden) und den Drittplazierten Stefan Schwab (10,69 Sekunden) vom TSV
Schwarzenbek durch. Timm Müller von der LAV
Zeven
erreichte in diesem Wettkampf eine Zeit von 11,04 Sekunden.
Sehr stark waren die zehn angesetzten Rennen der
männlichen Wettkampfklassen über 1500 m besetzt. Bei den Männern siegte Hannes
Bergmann vom
TSV Kirchdorf mit 3:57,18 Minuten. Denkbar knapp war der Zieleinlauf vor dem
A-Jugendlichen Jonathan Haas
(LG Hannover), der den Lauf in 3:57,47 Minuten
beendete.
Im Hochsprungfinale der Männer versuchte sich der
spätere Sieger Benjamin Ellerbrock von der LG
Elmshorn nach übersprungenen
2,08 m, die zugleich die Qualifikation für die
Deutschen Meisterschaften bedeuteten, an der neuen Pfingstsportfestrekordhöhe
von 2,12 m. Hieran scheiterte er nur knapp, gewann
den Wettbewerb aber vor Phillip Eckhardt (Leichtathletik Club Cottbus / 2,05 m)
und Florian Marten (LAC Berlin / 1,99 m).
Der Diskuswurf der Männer verlief bis zum letzte Versuch äußerst spannend. Erneut setzte sich der
Vorjahressieger und Favorit Ralf
Mordhorst (ATB Hamburg) gegen die Konkurrenz durch.
Mit 50,45 m blieb er zwar unter seinem selbst gesteckten
Ziel zurück. Trotzdem
reichte die erzielte Weite, um sich gegen Thorben
Bock (TSV Kirchlinteln / 49,44 m) und Sven Schumacher (SC Neubrandenburg /
46,28 m)
den Sieg zu sichern.
Weltjahresbestleistung
im Kugelstoßen
Den absoluten Höhepunkt des ersten Sporttages setzte
Petra Lammert vom SC Neubrandenburg beim Kugelstoßen
der Frauen. Mit ihrer
Superweite von 20,04 m stellte sie eine neue
Jahres-Weltbestleistung auf und siegte vor ihrer Vereinskameradin Denise
Hinrichs, die sich
mit 17,99 m eine etwas größere Weite erhofft hatte.
Mit ihrer Siegesweite verbesserte Petra Lammert
natürlich auch den im Jahr 2003
aufgestellten Pfingstsportfestrekord von 17,74 m
(Nadine Beckel / Schweriner SC) erheblich. Neben
ihrer Freude über die aufgestellte
Weltjahresbestleistung, betonte sie gegenüber dem
Mitarbeiter unserer Zeitung ihren Wunsch, auch im kommenden Jahr am Nationalen
Pfingstsportfest der LAV Zeven
teilzunehmen (Siehe gesonderten Bericht in einer der kommenden Ausgaben).
Den 100 m Lauf der Frauen gewann Stefanie Thumann
(Bremer LT / 12,02 Sekunden) vor Katchi Habel (LG Olympia Dortmund / 12,05
Sekunden) und Carolin Nytra
(Bremer LT / 12,11 Sekunden). Julia Hiller (LAC Quelle Fürth), die den
Deutschen Rekord über 2000 m
Hindernis bei der weiblichen Jugend A hält, siegte
auf der 1500 m – Strecke der Frauen in persönlicher Bestzeit von 4:25,10
Minuten
gegen Claudia Schultz (LG Wedel-Pinneberg / 4:25,95
Minuten) und Cornelia Schwennen (Concordia Emsbüren /
4:30,59 Minuten).
Starke
Jugend A
Spannende Rennen bekamen die Zuschauer bei den 400 m
– Läufen der männlichen Jugend A zu sehen. Mit einem neuen Pfingstsportfestrekord
gewann hier Frederic Zweigner
(SCC Berlin / 48,43 Sekunden) vor Sören Ludolph (LG
Nordheide / 48,60) und Sascha Henning
(TSG Bergedorf / 48,78). Er verbesserte damit seinen
eigenen Pfingstsportfestrekord vom vergangenen Jahr, als er noch für den
Berliner SV 1892 startete. Und wie alle anderen
neuen Pfingstsportfestrekordinhaber erhielt er für diese Leistung zur
Anerkennung
eine Geldprämie.
Staffeln wurden bereits am ersten Wettkampftag
gelaufen. Hier siegte zum Beispiel bei den 4 x 100 m Staffeln der männlichen Jugend A
nach den Zeitläufen der SCC Berlin (42,02 Sekunden)
vor dem TV Norden I (42,89) und dem Bremer LT I (43,39).
Vorjahressieger Jan Hentel
von der LG Hannover war in diesem Jahr der Favorit im Hochsprungwettbewerb der
männlichen Jugend A und
wurde den gestellten Erwartungen auch gerecht. Zwar
lag die Siegerhöhe von 1,96 m deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres, aber
zum
Zeitpunkt des Wettkampfes herrschten durch den
Dauerregen am Samstagvormittag auch sehr ungünstige Bedingungen. Auf den
zweiten
Platz kam Patrick Mewis
(Schweriner e.V. / 1,93 m) vor Georg Grünig (TSV
Brunsbüttel / 1,80 m).
Im Weitsprungfinale der männlichen Jugend A gewann
ebenfalls ein Favorit. Philipp Bahr vom Schweriner Sportclub e.V. siegte mit
7,63 m vor
Matthias Meyer (LG Hanstedt II / Wellend. / Wr.) mit 7,06 m. Außerdem stellte Philipp damit einen neuen
Pfingstsportfestrekord auf, da er 40
Zentimeter weiter sprang, als Timo Kirchenberger vom LAC Berlin im vergangenen Jahr.
Beim 400 m Lauf der weiblichen Jugend A blieben mit
der Siegerin Lisa Seeger (SG Essen-Garthe-Molbergen /
56,93 Sekunden) und der
Zweitplazierten Lisa Lewin (Hamburger SV / 57,67
Sekunden) zwei junge Athletinnen unter einer Minute. Dritte wurde Inken Glander vom
TSV Wehdel in 60,84
Sekunden.
Pfingstsportfestrekorde
der männlichen Jugend B
Ein weiterer absoluter Höhepunkt am Samstag war der
Wettkampf im Kugelstoßen der männlichen Jugend B mit einer überragenden Weite.
Hier siegte der für den SC Neubrandenburg startende
Hendrik Müller mit 19,47 m. Tobias Ernst vom Schweriner Sportclub e.V.
erreichte 18,42
m und der Drittplazierte Georg Burmeister
(SC Neubrandenburg) 16,33 m. Auch Hendrik verbesserte damit einen bestehenden
Pfingstsportfestrekord (19,21 m im Jahr 2005 von
Marko Hübenbecker vom SC Neubrandenburg). Einen
weiteren Pfingstsportfestrekord
gab es über die 400 m Distanz der männlichen Jugend
B. Alexander Juretzko (LG Hannover / 49,17 Sekunden),
Michel Berning (Polizei SV
Eutin / 49,96 Sekunden) und Andreas Lange (LG Reinbek-Ohe / 51,35 Sekunden) sicherten sich die
Edelmetallränge. Alexander verbesserte
den von Sebastian Mlynkiewicz
(LG Alsternord Hamburg) im Jahr 2001 aufgestellten Rekord äußerst knapp um eine
Hundertstelsekunde.
Weibliche Jugend B
überzeugt
Nach den Zeitläufen über 400 m der weiblichen Jugend
B nahm Annemarie Pantke (Bremer LT / 57,74 Sekunden) vor Sherin
Zaian (TSV
Spandau
1860 e.V. / 58,45 Sekunden) und Juline Stein (TV Langen / 58,51 Sekunden) den
Spitzenplatz der Rangfolge ein.
Spannend verliefen die Endläufe über die 100 m
Hürden der weiblichen Jugend B. Antonia Kröger (Berliner SC / 14,24 Sekunden),
Xenia
Rahn (MTV Hanstedt / 14,43 Sekunden) und Emily
Becker (LAC Berlin / 14,48 Sekunden) erreichten hierbei die besten Zeiten. Sehr
stark
besetzt war auch der Weitsprung der weiblichen
Jugend B. Hier lagen dem Ausrichter 68 Meldungen vor. Die beste Weite erzielte
Judith
Schwerdtner (LG Hannover / 5,54 m), die sich mit einem Zentimeter Führung gegen
Xenia Rahn (MTV Hanstedt / 5,53 m) durchsetzen konnte.
Dritte wurde Julia Hagenstein (LG Nord Berlin / 5,50
m).
Der erste Veranstaltungstag endete weit nach 20.00
Uhr für die noch anwesenden Helfer und Kampfrichter mit einem gemeinsamen
Pizzaessen,
während sich die Aktiven auf die Rückfahrt begaben
oder ihre Nachtquartiere aufsuchten. Diese waren nicht nur in den überfüllten Zevener
Hotels sondern auch in der Sporthalle an der
Kanalstraße eingerichtet. Über den zweiten Tag des 26. Nationalen
Pfingstsportfest der LAV Zeven
berichten wir zu einem späteren Zeitpunkt. Weitere
Ergebnisse des ersten Tages finden sich auch im Internet unter www.lav-zeven.de.