Portrait einer Weltklasse-Athletin: Petra Lammert
„Ich bin
unheimlich glücklich!“ nach Weltjahresbestleistung in Zeven
Pressebericht von Jens Zschiesche
– Fotos © Jens Zschiesche
Zeven
(zi). Am ersten Tag des diesjährigen 26. Nationalen
Pfingstsportfestes der LAV Zeven sorgte die für den
SC Neubrandenburg
startende
Kugelstoßerin Petra Lammert für eine Sensation. Die
Weltklasse-Athletin katapultierte im zweiten Versuch ihre Kugel auf 20,04
Meter und erreichte
damit eine neue Weltjahresbestleistung
(Die Zevener Zeitung berichtete).
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Doch wer ist diese
junge Frau (Geboren am 3.3.1984 in Freudenstadt), die auf der Sportanlage an
der Kanalstraße ein Weltklasse-Ergebnis erzielte? Und wie
fühlt man sich nach einer solchen Leistung? Denn immerhin war die
Magdeburgerin Nadine Kleinert im Jahr 2005 (20,06 m) die letzte
Deutsche, der das Kunststück gelungen war, über 20 Meter zu stoßen. |
„Das hat sich im
Training schon angekündigt. Eigentlich wollte ich schon in Halle um den Dreh
stoßen. Jetzt freue ich mich auf die Duelle mit
Nadine Kleinert“,
erzählte eine glückliche Petra Lammert dem Zevener Stadionsprecher Bernd Reiser direkt nach dem
Wettkampf, in dem sie
ihre bisherige
Bestleistung aus dem Jahr 2005 um 23 Zentimeter verbesserte. Neben dem
Rekordstoß hatte sie in Zeven noch zwei weitere
gültige Versuche
auf 19,39 Meter und 19,22 Meter. “Ich will mir keine Ziele setzen. ... Aber
meine besten Weiten mache ich bei kleinen
Wettkämpfen, wenn
der Druck nicht so groß ist. Das heutige Ergebnis ist eine Superüberraschung
für mich“ sagte Petra Lammert, die von
der Kugelstoßerin
Astrid Kumbernuss übrigens als ihre Nachfolgerin
betrachtet wird. Immerhin hat sie bereits eine Liste mit beachtlichen Erfolgen
vorzuweisen: Bronze
U20-EM 2003, DM-Fünfte 2004, Vierte Hallen-EM 2005, 5. Platz World Athletics Final 2005, Deutsche Junioren-Meisterin
2005,
WM-Teilnehmerin 2005, U23-Europameisterin 2005, Deutsche Hallenmeisterin 2006,
Vierte Hallen-WM 2006, Deutsche Meisterin 2006,
Dritte der EM 2006
(Mit 19,17 m), Europacupsiegerin 2006, Siegerin Winterwurf-Europacup 2007 und
nun die Weltjahresbestleistung auf dem
26. Nationalen
Pfingstsportfest 2007 in Zeven.

Technik
ist Trumpf! (Montage: Zschiesche)
Die 1,77 große und
78 kg wiegende Schülerin startet seit Anfang des vergangenen Jahres für den SC
Neubrandenburg, der ein Wurf- und
Mehrkampfzentrum
darstellt. Zuvor war sie im VfB Stuttgart aktiv. „Dort begann ich mit 8 Jahren mit Leichtathletik, in der ich dann so mit
12
Jahren auch zum ersten
Mal mit der Kugel in Berührung kam. Aber eigentlich habe ich am Anfang breit
trainiert“ erzählte die Athletin unserer
Zeitung. Auf die
Frage nach der unheimlichen Schnelligkeit in den Beinen, die in ihren Stößen zu
sehen war, antwortete sie: „Ich habe extrem
schnelle
Muskelfasern. Deshalb stoße ich weniger mit Kraft sondern mehr mit Technik. Die
Bewegung ist wichtig!“. Und diese Technik war
auch auf dem 26.
Nationalen Pfingstsportfest der LAV Zeven wirklich
sehenswert. Wer die Sportsensation verpasst hat, darf auf das kommende
Jahr hoffen: „Ich
bin unheimlich glücklich und komme gerne noch einmal hierher!“ war eine weitere
Aussage der sympathischen Weltklasse-Athletin.

LAV Vorsitzende Mara
Zabel und die Spitzenathletin nach der Siegerehrung.