LAV Pressewart
Joachim Hickisch
Mulmshorner Weg
15
27356 Rotenburg
Mehrkampfkrimi in Osnabrück – Zevener M30/35 Fünfkampfteam und Joachim Hickisch
nach grandioser Aufholjagd
erfolgreiche Titelverteidiger
Zeven/Osnabrück: Dies war absolut keine
Landesmeisterschaft für schwache Nerven! Trotz eines erheblichen
Punkterückstandes vor
dem abschließenden 1.500-Meterlauf gewannen Bernd Bredehöft,
Jens Dohrmann und
Debütant Klaus Krieglsteiner zum dritten Mal in Folge den Mannschaftstitel
der M30/35 für die LAV Zeven.
Und auch Joachim Hickisch (50) ließ sich durch mehrere Bestleistungen
seines starken Konkurrenten Ingo Kaun
aus Aurich nicht
verunsichern. Am Ende war er erneut mit großem Vorsprung Sieger.
Bei hervorragenden
äußeren Bedingungen traten rund 250 Mehrkämpfer aus Niedersachsen und Bremen
auf der Osnabrücker
Illoshöhe zur diesjährigen letzten Landesmeisterschaft
auf der Bahn an. In der M50 kam es erneut zum Aufeinandertreffen von
oachim Hickisch
und dem starken Auricher Ingo Kaun. Dieser startete
gleich mit der Bestleistung von 5,17 Meter im Weitsprung,
erst im dritten Versuch zog der Rotenburger Hickisch mit 5,36 Metern an ihm vorbei. Nervensache dann im
Diskuswurf. Während
Kaun mit 32,69 Metern seine zweite
Bestleistung aufstellte, hatte Hickisch nur 27,00
Meter aufzuweisen. Aber im dritten Versuch
zog er dann doch noch die 1,5 kg-Scheibe auf 31,70 Meter.
Eindeutig dann die Kräfteverhältnisse in den folgenden Disziplinen.
Über die 200 Meter lag der LAV-er
mit 26,09 Sekunden deutlich vor Kaun, während dieser
im Speerwurf mit 41,86 Metern überzeugte
und so vor dem abschließenden 1.500 Meterlauf mit rund siebzig
Punkten (umgerechnet 14 Sekunden) Vorsprung erstmals die Führung
übernahm. Aber jede Spekulation über einen erneuten
Titelgewinn nach 2002 für Kaun erteilte Joachim Hickisch mit einer siebziger
Runde sofort eine Absage. Am Ende lag er fast eine Minute
vor dem Auricher und gewann so denn 3. Titel in Folge auf Landesebene,
gleichzeitig war dies auch der zehnte Einzelmehrkampftitel
seit 1991 – Landesrekord!
Nach der
frühzeitigen Absage von Ulf Neblung und der Verletzung von Rainer Dohrmann
rechnete sich das Zevener M30/3 -Trio
mit Bernd Bredehöft, Jens
Dohrmann und Klaus Krieglsteiner, der noch nie einen
Fünfkampf bestritten hatte, nur minimale Chancen
für die Mannschaftswertung aus, zumal der größte Konkurrent
aus Wirdum (bei Leer) gleich mit vier starken Aktiven auftrat. Und
die Wirdumer wurden ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht,
lagen sie doch nach der ersten Disziplin, dem Speerwurf, knapp vorn.
Recht gut in der Einzelwertung aber noch Jens Dohrmann mit
37,00 Metern und Bernd Bredehöft (39, M35) mit 36,59
Metern.
Und auch nach dem Weitsprung lag Jens Dohrmann (32) nach
guten 5,61 auf Platz zwei der M30, während die
Wirdumer ihre Führung
eicht ausbauten.
Fast hoffnungslos
dann der Rückstand mit über 360 Punkten nach den 200 Metern. Bernd Bredehöft (26,69 sec.) und Klaus Krieglsteiner
(27,63 sec.) in der M35 sowie der noch an seiner Vorjahresverletzung
laborierende Dohrmann (27,59 sec.) wurden auch in der
Einzelwertung weiter nach hinten durchgereicht. Aber auch
beim TSV Wirdum lief nicht alles nach Wunsch. Im Diskuswurf machte
vor allem Bredehöft (29,96 Meter) Punkte gut. Durch die unerwartete
Schwäche des Konkurrenten verkürzte die Mannschaft ihren
Rückstand auf umgerechnet 32 Sekunden oder 190 Punkte. In
der Einzelwertung lag Jens Dohrmann auf Rang fünf, Bernd Bredehöft
auf Rang vier und Klaus Krieglsteiner
auf Rang acht.
Und nach dem
Startschuss über die 1.500 Meter ging im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab.
Der Sittenser Bredehöft
setzte
sich sofort in der Spitzengruppe fest und auch Jens
Dohrmann lief ein gutes Rennen. An seiner äußersten Leistungsgrenze lief aber
auch Klaus Krieglsteiner. Der
39-jährige Schülertrainer versuchte mit aller Macht, den Abstand an zwei
Wirdumer Läufer nicht zu groß
werden zu lassen. Mit Spannung beobachte die kleine Zevener Fangruppe den Zieleinlauf. Mit der Spitzenzeit von
4:54 Minuten
verbesserte sich Bernd Bredehöft,
nur mit 15 Punkten Endrückstand, auf Platz zwei der M35 und machte mächtig
Punkte gut.
Auch Jens Dohrmann kämpfte bis zum umfallen und lag nach
5:07 Minuten am Ende auf Rang vier der M30 und ebenso deutlich
vor den Konkurrenten aus Wirdum. Nun lag alles am
Laufergebnis von Klaus Krieglsteiner. Aber dieser
schien sich kräftemäßig
überfordert zu haben, in
der letzten Runde vergrößerte sich der Rückstand zu den Konkurrenten
immer mehr. Doch der Zevener
nahm den Mehrkampf wörtlich. Unter Aufbietung aller Reserven
kämpfte er sich mit einem tollen Schlussspurt ins Ziel. Und diese
Leistung wurde mehr als belohnt. Platz acht beim Debüt in
der Einzelwertung und der nicht mehr für möglich gehaltene Titelgewinn
in der Mannschaft.
Mit 6.202 Punkten und 29 Punkten Vorsprung (4 ½ Sekunden) lagen die Zevener am Ende doch wieder vorn.
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Klaus Krieglsteiner Jens Dohrmann Bernd Bredehöft |
Landesmeister Joachim Hickisch,
rechts daneben Ingo Kaun, MTV Aurich, Vizemeister,
3. Platz Jörg Weichert und links daneben Dieter Allnoch, der auf den 4. Platz kam |