LAV-Senioren schnellste Viertelmeiler Deutschlands
Erfolgreiche
Titelverteidigung in Zittau
Gesamtergebnisse
– Zevener
Ergebnisse
Zittau/ Zeven (nb)
Weit mussten die LAV-Senioren fahren, um ihren im letzten Jahr errungenen
Titel in der 4x400m-Staffel
zu verteidigen.
Ausrichter der Deutschen Seniorenmeisterschaften bis 45 Jahre und der
Langstaffel-
meisterschaften war die HSG Turbine Zittau.
Mit der Bürde als Favorit
im äußersten Winkel Deutschlands zur Titelverteidigung antreten zu müssen ging
das Zevener
Langsprint-Quartett mit
Helmut Meier, Friedrich Müller, Hans-Georg Müller und Joachim Hickisch in Zittau an den Start.
Mit Spannung bereiteten
sich die vier LAV’er auf die geplante Titelverteidigung vor, denn mit
der LG Baunertal und dem
Chemnitzer PSV warteten
zwei äußerst starke Teams auf die
Titelübernahme. Da die Zevener Staffel den
verletzungsbedingten
Ausfall von Jürgen Umann zu kompensieren hatte, schien sich in Zittau eine
besonders spannende Entscheidung anzubahnen.
Als Startläufer sollte
Helmut Meier, nach Absprache mit dem Zevener Sprinttrainer
Czeslaw Pradzynski, auf den
ersten 200 Metern ein taktisches Rennen laufen und seine Schnelligkeit am
Schluss ausspielen. Ganz entgegen dieser
Absprache verlief die erste Runde im Zittauer Weinauparkstadion.
Mit einer Durchlaufzeit von 26 Sekunden auf den ersten 200 Metern musste der Heeslinger Startläufer auf der Zielgeraden letzte Kräfte
mobilisieren, um Friedrich Müller mit einem Vorsprung von ca. fünf Metern ins
Rennen zu schicken. Der Baunertaler Ernst Schäler übernahm nach dem Wechsel dann erwartungsgemäß auch
schnell die Führung, konnte jedoch Friedrich Müller nicht abschütteln. Als
dieser dann im Windschatten seines Kontrahenden den
Stab an seinen Bruder Hans-Georg übergab, waren alle Blicke im Stadion auf die
Viertelmeiler gerichtet. Fünfzig Meter vor dem letzten Wechsel übernahm der
Gifhorner die Führung und schickte Joachim Hickisch mit
einem leichten Vorsprung in die Schlussrunde. Mit einem hohen Anfangstempo ließ
der Rotenburger die Verfolger nicht in
den Windschatten kommen und sorgte dann unter Einsatz seiner ganzen Erfahrung
für eine gelungene Titelverteidigung. Mit einer Zeit von 3:56,52 zu 3:57,12 Minuten ging das Rennen,
entsprechend seinem Verlauf, dann auch bis zur Ziellinie äußerst knapp zu
Gunsten der Zevener Staffel aus.
In der Altersklasse M35
ging Mark Kölzow über 100 und 200 Meter an den Start.
Nach spannenden Vorläufen erzielte er mit 11,63 Sekunden im Endlauf eine neue Bestzeit, musste sich nach einem
Fotofinish jedoch mit Platz 6 begnügen. Diesen Endlaufplatz verbesserte der
Sottrumer Lehrer am zweiten Meisterschaftstag über 200m, mit einer schnellen
Zeit von 23,83 Sekunden, um einen Rang.
Mit großer Erwartung war
der Zevener Sprinttrainer Czeslaw
Pradzynski nach Zittau gefahren. Seine letzten
Meisterschaftsergebnisse und Trainingszeiten rückten ihn deutlich in den
Favoritenkreis der Deutschen Meisterschaften. Mit seinem Vorlaufsieg in 11,93
Sekunden schien die Prognose auch aufzugehen. Leider musste er dann im Finale
sein Rennen mit Muskelproblemen aufgeben.
Für die LAV-Senioren
ab der Altersklasse M50 gibt es keine Verschnaufpause, denn am kommenden
Wochenende stehen sie bei ihren Deutschen-Einzelmeisterschaften und über 4x100m
im Fuldaer Sportpark Johannisau wieder im Rampenlicht
des Leichtathletikgeschehens.
(nb)
Hans-Hermann Neblung