Deutsche
Jugendmeisterschaften waren ein tolles Erlebnis
Christian
Hatwig über 400m-Hürden im B-Finale
Gesamtergebnisse - Einzelergebnisse von Christian
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Ulm / Zeven (nb) Am Wochenende standen
die Deutschen Jugendmeisterschaften im Blickpunkt des
Leichtathletikgeschehens. Im Fernsehen als dopingfreie Meisterschaften
angekündigt, bei denen die besten deutschen Nachwuchs-Leichathleten - nach
den vielen Saisonhöhepunkten eine weitere Standortbestimmung abgaben -
übertraf alle Erwartungen der Fachwelt. Für diese Meisterschaften hatte sich
auch Christian Hatwig von der LAV-Zeven
über 110m-Hürden und 400mHürden qualifiziert. |
Der junge Nartumer hat in
der laufenden Saison mit seinen Siegen bei den Landesmeisterschaften der
A-Jugend und der B-Jugend über 400m-Hürden aufhorchen lassen. Die größte
Bewährungsprobe des Jahres hatte er jedoch im Donaustadion in Ulm bei den
Deutschen Jugendmeisterschaften zu bestehen.
Nervös und bis unter die
Haarspitzen motiviert, so ging Christian in die Vorbereitung für den Vorlauf
über die 400m Hürdenstrecke. Mit ihm wollten weitere 28 Athleten einen der
begehrten Plätze in den A- und B-Endläufen erreichen. Nach einem vom Start an
etwas vorsichtig begonnenen Lauf spielte Christian auf den letzten 200 Metern
seine ganze Schnelligkeit und sein Stehvermögen aus. Mit Platz drei in neuer
Bestzeit von 56,76 Sekunden, rangierte er nach Abschluss der Vorläufe auf Platz
10. Damit hatte er sich für das B-Finale qualifiziert, dass am nächsten Tag
ausgetragen wurde.
Die Nervenanspannung, unter
der Christian stand, steigerte sich noch, als er am Samstag in den Startblock
ging und gegen starke Konkurrenz im B-Endlauf anzutreten hatte. Mit dem
Startschuss waren alle Gedanken an die Konkurrenz und an die von ihnen im
Vorfeld erzielten Leistungen verschwunden. In einem beherzten Lauf, der bis zur
Ziellinie nie an Spannung verlor, erreichte Christian Hatwig
mit einer Zeit von 57,04 Sekunden den vierten Platz. Mit diesem Ergebnis hatte
er sich in der deutschen Spitzenklasse auf der langen Hürdenstrecke etabliert.
Im Hürdensprint über 110
Meter fiel es Christian dann erwartungsgemäß schwer sich vom Langhürdenrhythmus
auf die kurze Distanz umzustellen. Mit seiner Zeit von 15,03 Sekunden erzielte
er eine respektable Zeit, konnte sich aber nicht für weitere Läufe
qualifizieren.
Entsprechend seinem guten
Abschneiden fiel dann auch das Fazit von Christian Hatwig
aus : „Ich habe bei meinen ersten Deutschen-Jugendmeisterschaften viel gelernt
und neue Erfahrungen gesammelt – Platz 12 in Deutschland zu erreichen war für
mich ein Wunschergebnis – es war einfach toll in Ulm am Start zu sein.“
(nb)
Hans-Hermann Neblung